Hallo,
das ist ja ein Zufall das du die gleichen beiden Krankheitsbilder Zuhause hast wie wir

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Ares hatte ohne Medikation jeden Tag mehrere schwere Asthmaanfälle, die von der Länge her von 30 Sekunden bis 2-3 Minuten gingen. Unbnehandelt war seine Kondition extrem schlecht und sein Befinden allgemein nicht in Odnung.
Ares hat ein recht schweres
Asthma und dadurch bedingt auch Schädigungen am Herzen, er hat Cor pulmonale, also Bluthochdruck in der Lungenarterie sowie eine erweiterte rechte Herzkammer, beide bedingt durch das
Asthma. Gerade letztlich waren wir zum Check und seine Veränderungen am Herzen haben sich entgegen aller Hoffnungen mit der Behandlung nicht zurückgebildet- aber sie sind zum Glück auch nicht schlimmer geworden.
Ares bekommt seit Anfang seines ersten Lebensjahres (Zeitpunkt der Diagnosestellung) eine Kombination aus 3 Präparaten:
In guten Zeiten (so wie jetzt) morgens und abends einen Sprühstoss Flutide 250 (Cortison in Aerosolform) mit dem Aerokat, Abends 1/2 Karsivan als Bronchienerweiterer und 1/4 gelbe Vasotop (entspricht 0,625 mg Wirkstoff Ramipril, ein ACE- Hemmer fürs Herz).
In schlechten Zeiten- Im Frühjahr hatten wir eine sehr schlechte Phase, er muss auf etwas von draussen allergisch reagiert haben mussten wir auf 3 x täglich Flutide, 2 x 1/2 Karsivan und 1/4 Vasotop hochgehen, und selbst damit war er nicht völlig anfallsfrei zu bekommen.
Ich vermute das es irgendetwas frühblühendes von draussen war, denn genauso schnell wie die Verschlechterung kam, kam dann auch die Verbesserung zurück zum Normalzustand, wo er seitdem stabil ist.
Ich erhöhe und -niedrige die Medikamentendosen selbstständig nach seinem Befinden und der Anfallshäufigkeit, im Frühjahr waren wir wirklich kurz davor ein härteres Corti zu geben, aber zum Glück ging es doch noch ohne.
Der Aerokat ist mit Sicherheit besser als Cortison in Tabletten- oder gar Depotspritzenform, da es nicht die Nebenwirkungen der Tabletten hat, die ja im ganzen Organismus wirken. Das kann, wie du selbst ja auch weisst, zu Diabetes oder Nierenschäden führen auf Dauer. Die Gefahr besteht mit dem Aerokat so gut wie gar nicht.
Ares' Blutwerte mit dem Aerokat waren letztes Jahr für ein Tier, das solch einen Haufen Medis einnehmen muss, ganz OK, mehrere kleine Veränderungen, nichts besorgniserregendes.
In Guten Zeiten kann es vorkommen, das er lockere 2 Monate keinen Anfall hat und von der Kondition her überhaupt nicht beeinträchtigt ist.
Da könnte man nun auf den Gedanken kommen, die Medis zu erniedrigen oder gar abzusetzen, das ist aber unmöglich, sobald wir unter die magische Grenze gehen, die in guten Zeiten gegeben wird, geht es rapide abwärts, innerhalb weniger Tage.
In schlechten Zeiten hat er trotz hoher Medikamentendosen alle paar Tage oder sogar fast täglich einen anfall, der in der Schwere variiert. In diesen Zeiten ist er auch sehr ruhig und mag sich kaum bewegen.
Ich denke, wir haben sein
Asthma gut im Griff, soweit das eben möglich ist. Die Kombination
Asthma- Herz ist natürlich nicht optimal und es muss uns schon klar sein, das er wahrscheinlich keine 20 Jahre altwerden wird, aber wir leben ein ganz normales Leben mit ihm, und er geniesst es, oft ohne sichtbare Beeinträchtigungen.
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Odin hatte seine ersten Petit Mals im späten Frühjahr, er war völlig von Sinnen und so rasend aggressiv, das er weder vor Sofas, Katzen oder sogar seinem Dosi haltmachte. Während dieser Anfälle schrie er so laut er konnte- durchgehend, hatte riesige Pupille, sämtliche Körperhaare aufgestellt und war völlig unruhig. Er tigerte wie wild in der Wohnung rum und ging dann Ares oder Frajo an. Bei den jeweiligen Trennungsversuchen habe ich mir ganz schöne Verletzungen zugezogen, ich sah damals aus als würde ich mir die Arme aufschneiden.
Diese Anfälle hörten genauso von einem Moment auf wie sie kamen, und Odin erinnerte sich scheinbar nicht, kam schmusig an, wunderte sich das die Katzen vor ihm wegrannten.
Nach diesen Aussetzern war er jedesmal sehr erschöpft, hat bis zu zwei Tagen fast nur geschlafen und wollte auch kaum fressen, nahm ziemlich ab. Die Anfälle häuften sich und gerade als ich deswegen auf dem Weg zum
Tierarzt war, hatte Odin zum ersten Mal so etwas wie einen klassischen Epianfall.
In der Transportbox begann er am ganzen Köper zu zittern, richtig zu vibrieren, seine Pupillen weiteren sich maximal und er urinierte unter sich.
Alles zusammen extrem ungewöhnlich- Er hat keine Angst in der box,im Gegenteil, er fährt problemlos Auto, und unter sich urinieren würde er niemals, bevor er irgendwo anders hin als ins Klo macht, kneift er lieber 24 Stunden lang die Beine zusammen.
Naja, beim
Tierarzt kam es dann eben raus und seitdem bekommt auch er Luminaletten, 2 x 1/2 täglich.
In der Anfangszeit war die Wirkung natürlich noch nicht voll da, so das es noch zweimal zu Anfällen kam, aber seitdem, mittlerweile um die 3 Monate glaube ich, ist es nicht ein einziges Mal wieder zu einem Anfall gekommen.
Beruhigt ist er davon auch nicht, er ist genauso aktiv wie immer, das Medi beeinträchtigt ihn also kaum bis gar nicht.
Odin ist ein grosser Kater, deshalb können wir wohl nicht niedriger in der Dosis gehen, aber ich bin froh das es bisher so 100 %ig wirkt, das hätte ich nicht erwartet gehabt.
LG
Sandra