Hm, was sagt denn Dein Psychologe, wenn Du ihm direkt mal vorschlägst, selber mit Deinen Eltern zu reden?
MAcht er vielleicht auch Hausbesuche?
Solange Dein Vater nicht mit einem "Fachmann", der neutral ist, gesprochen hat, wird er sich nicht öffnen.
Ich versuche mal, anhand meiner Einstellung zu schreiben (geht ja auch schlecht anders :wink: ):
Wenn ich ein psychisches Problem habe (ich bezeichne mich zwar medizinisch als normal, aber man weiß ja nie 8) ), dann hilft es MIR, wenn ich andern, die in einem ähnlichen Problem stecken, helfe.
1) Bin ich dadruch von mir selbst für einen Moment abgelenkt und habe Abstand zu mir selbst
2) Bin ich durch diesen kurzzeitigen Abstand in der Lage, danach mit einer anderen Perspektive auf mein eigenes Problem zu schauen.
Ich kenne Dich ja nun nicht, aber vielleicht kannst Du das mal versuchen.
Stell Dich und Deine Probleme mal in den Hintergrund und frage Dich "Was hat mein Vater für ein Problem und wie kann ich ihm damit helfen".
Ist ne irre Erfahrung, sich mal so komplett auf einen anderen Menschen einzustellen! Glaub mir.
Du wirst sehen, Dein Vater tickt im Grunde genauso, wie Du:
Er läßt sich nichts von anderen erklären und sagen :wink:
In dahin zu bekommen, dass er das tut, könntest Du Dir mal als Aufgabe vornehmen. Setzt Dir doch mal zum Ziel, in einem Zeitraum x (vielleicht bis Ende Dezember), hast Du ihn dazu gebracht, mit einem Psychologen zu sprechen.
Du wirst sehen, genauso wenig, wie DU Dir von ihm Dingengen läßt, genauso wenig läßt er sich Dinge von Dir aufzwängen. Da ist psychologisches Geschick erforderlich.
Wenn DU daran arbeitest, mit ihm auf eine Weise zu reden, dass er tut, was Du brauchst (nicht, was Du WILLST, bitte beachten!), dann habt ihr nämlich BEIDE gewonnen.
Das wäre der Witz dabei.
Ausserdem denke ich, dass die Suche nach einer Katze Dich im Moment von genau diesem eigentlichen Problem ablenken würde: nämlich das Problem mit Deinem Vater.
Das ist aber nur eine Umlenkung, eine Symptombehandlung. Nicht die Behandlung der URSACHE!
Das letzteres das schwierigere von beidem ist, ist mir auch klar, aber ich sehe darin die größere Chance für Euch beide und vor allem für Dich.
Eine eigene Katze zu haben, läuft Dir nicht weg. Ich habe mir diesen Wunsch erst mit 25 erfüllen können, auch ohne seelische Probleme.
Aber die Chance, mit Deinem Vater soetwas wie eine respektvolle emotionale Bindung aufzubauen, die wird immer geringer, wenn Du Dich auch andere Dinge konzentrierst.
So, nun sind wir, was ein Katzenforum betrifft, völlig Offtopic
