Ist Deine Katze Freigängerin?
Hier ist ein älterer Thread:
https://www.katzen-forum.de/viewtopic.php?t=17265&highlight=leukose
Und
"
Feline Leukämievirus-Infektion: Der Begriff „
feline Leukämievirus-Infektion“ wird fast immer gleichbedeutend verwendet mit „
Leukose“, was jedoch nicht korrekt ist.
Leukose ist ein Sammelbegriff für eine Erkrankung, die durch Tumore wie Lymphome,
Leukämie, Fibrosarkome und andere gekennzeichnet ist. Auch durch
FeLV können Tumore entstehen, doch bei den meisten Lymphomen etc. ist nicht
FeLV die Ursache. Geimpft werden kann nur gegen
FeLV. – Die
FeLV-Impfung wird im neuen Impfschema der AAFP für alle Katzen empfohlen, die Freigang haben oder mit Freigängern zusammenkommen können oder mit
FeLV-positiven Katzen, resp. Katzen von unklarem
FeLV-Status zusammenleben. Geimpft werden dürfen nur
FeLV-negative Tiere, das heißt, die Impflinge müssen vorher getestet werden. Laut AAFP-Impfplan wird im Welpenalter eine Grundimmunisierung gegeben, danach soll jährlich revakziniert werden.
Einige Fachleute haben sich aber gegen die jährliche
FeLV-Impfung ausgesprochen, weil gesunde erwachsene Katzen eine gute körpereigene Abwehr gegen das Virus besäßen. Die AAFP hat die Empfehlung zur jährlichen Nachimpfung selbst relativiert: Man rate nur zum Ein-Jahres-Intervall, weil für
FeLV-Vakzinen noch keine Studien über die Dauer des Immunschutzes vorlägen. Professor Hans Lutz aus Zürich hat auf dem Tierärztekongreß in Düsseldorf folgende persönliche Empfehlung gegeben:
Katzen, bei denen ein Kontakt mit FeLV nicht ausgeschlossen werden kann, sollten im Alter von 9 und zwölf Wochen grundimmunisiert und danach bis zum 3. Lebensjahr jährlich gegen FeLV geimpft werden, ab dann nicht mehr. Lutz wie auch andere Kleintiervirologen betonen, daß Katzen gegen diesen Erreger eine „Altersresistenz“ besitzen, das heißt, ein erwachsenes Tier wird mit dem Erreger besser fertig als ein Welpe.
Auf demselben Kongreß erläuterte Privatdozentin Dr. Katrin Hartmann aus München, daß die Häufigkeit der
FeLV-Infektion überall in Europa abnehme, sie habe sich seit 1988/89 halbiert auf 2, 8 Prozent, und zwar infolge der Impfungen und infolge der Eliminierung infizierter Katzen. Die Expertin räumte ein, daß „mit Sicherheit“ viele Katzen unnötig gegen
FeLV geimpft würden, und empfahl, „restriktiver“ zu vakzinieren.
Daten zur Dauer des Immunschutzes nach
FeLV-Impfung sind inzwischen vorhanden. Professor Lutz ermittelte in einer Studie mit geimpften Tieren, die mit
FeLV-Ausscheidern zusammenlebten, einen Immunschutz von über acht Jahren. Die vakzinierten Katzen erhielten durch den Kontakt mit den
FeLV-Infizierten ständig ihren „Booster“, ihre Impfauffrischung.
Vor diesem Hintergrund erscheint die lebenslange jährliche
FeLV-Impfung von Freigängern doch fragwürdig. Durch Kontakt mit
FeLV-Ausscheidern bekommen sie ja ihren Booster, während zugleich ihr Immunsystem mit den Jahren ohnehin immer besser mit dem Erreger fertig wird.
Laut AAFP sind nicht alle
FeLV-Impfstoffe gleichermaßen gut und wirksam. Die Veterinärklinik der Universität von Colorado zum Beispiel präferiert in ihrem Impfplan das Produkt Fel-O-Vax Lv-K von Fort Dodge. Professor Marian Horzinek berichtete auf dem Düsseldorfer Kongreß von einer Blindstudie mit drei
FeLV-Vakzinen. Am besten sei der rekombinante Impfstoff eines französischen Herstellers gewesen (es handelte sich um Virbac), gefolgt von der Fort-Dodge-Vakzine. "
http://www.drei-hunde-nacht.eu/cats/katzen_impfungen.htm