Ja, es gibt vieles zu beachten. kein Zweifel. Aber es kann doch nicht euer Ernst sein, dann nur Leute Kätzchen haben können, die entweder Züchter oder erfahrene Tierschützer sind und die Kitten aller anderen Leute abgetrieben werden sollen???
Jojo, vielleicht muß ich eines nochmal betonen, ich spreche niemandem das Recht ab Kitten aufzuziehen, wenn es sich bewußt ist, das es um Lebewesen geht, für deren Gesundheit und Leben er die Verantwortung trägt und die Kenntnisse besitzen muß, beides zu sichern.
Das Wissen, was man braucht, kann man sich aneignen und sich außerdem Hilfe von erfahreneren Leuten in der Umgebung holen.
aber wo eignet man sich das Wissen an und wo findet man erfahrene Leute, wenn die meisten fragenden User hier noch nicht einmal den Artikel finden, den ich speziell für solche Situationen eingestellt habe, obwohl unsere FAQ doch gut sortiert und erkennbar ist.
Eine Trächtigkiet ist doch keine Krankheit und ich halte es nicht für gerechtfertigt, ein Lebewesen abzutreiben, nur weil man den Verdacht hat, dass der Vater eventuell irgendeine erbliche Krankheit haben könnte. Das macht man ja bei Menschen auch nicht.
ca. 30% aller Katzengeburten werden von verschiedenen Komplikationen begleitet, in freier Natur sind es weitaus mehr.
Kranke Kinder haben vielleicht Eltern, die sie sorgend aufziehen, kranke Tiere oft leider nur einen Jutesack oder einen Spaten, der sie erlöst, im glücklichsten Fall ein
Tierheim, das sie aufnimmt.
Ich habe bereits Katzen mit der Hand aufgezogen und das ist nun wirkolich nicht so unschaffbar wie ihr es darstellt. Es ist sehr hart. SEHR hart, aber es ist zu schaffen, wenn man noch Hilfe hat. Außerdem kann man eine Amme organisieren. Einfach in der Umgebung mehrere Katzenmütter finden, die etwa zur gleichen Zeit werfen und die Möglichkeit besprechen, die Kleinen dort unterzubringen, sollte es nötig sein.
Und wenn jemand keine Hilfe bei der Handaufzucht hat, vielleicht gar berufstätig ist?....dann sterben die Kitten ohne die nötige permanente Versorgung.
Und eine Amme zu finden ist alles andere als leicht, dazu bedarf einiger Voraussetzungen z.B.
- sollte sie wenig eigene Kitten haben, höchsten eins oder zwei
- muß sie genug Milch haben um auch die Ammenkinder zu ernähren
- müßen ihre eigenen Babys möglichst gleich alt sein, sonst drängen die Größeren die Kleinen von den Zitzen fort, und die Mutter ist vielleicht nicht mehr häuslich genug für Neugeborene
- muß die Gesundheit aller Babys absolut sicher sein, sonst holt man sich mit Ammenbabys evtl. den Tod für die Eigenen ins Haus
- nicht immer hat man eine Handaufzucht, weil die Katzenmutter starb, oft hat sie einfach zu wenig oder keine Milch.
Willst Du dieser Mutter etwa ihre Babys nehmen?, sie würde sich zu Tode jammern, und eine
Mastitis wäre auch noch möglich.
Ich rate nicht leichtfertig zum Abbruch einer Trächtigkeit, die eh nur ein
Tierarzt vornehmen kann. Aber ich rate dazu sich zu überlegen was man tut, ob man wirklich ausreichend dafür gewappnet ist.
VG
Russian