Katzen, Katzen und kein Ende in Sicht?!
Es ist mal wieder soweit, das Tierheim Olpe platzt aus allen Nähten. Täglich werden Katzenwelpen und Fundkatzen abgegeben. Diese Tiere müssen medizinisch versorgt, kastriert, gefüttert und ge*pflegt werden. Eine Tatsache, die viel Geld, jede Menge Arbeitszeit und noch mehr Kraft von allen Beteiligten fordert. Dabei könnte das Leiden ein absehbares Ende nehmen.
Deutschland braucht eine Katzenschutz*verordnung, die folgende Punkte beinhaltet: 1. Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese vor Vollendung des 5. Lebensmonats von einem Tierarzt unfruchtbar machen zu lassen. 2. Katzen sind vor Vollendung des 5. Lebensmonat mittels Tätowierung und/oder
Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen. Die doppelte Kennzeichnung durch Tätowierung in beiden Ohren zuzüglich
Mikrochip/Transponder ist erstrebenswert und der sicherste Schutz für das Tier. 3. Katzen aus genehmigter privater oder gewerblicher Zucht und/oder Handel sind vor der Wei*tergabe an Dritte, vor Vollendung des 5. Lebensmonats, mittels Tätowierung und/oder
Mikrochip kennzeichnen und registrieren zu lassen. (Registrierung ist kostenfrei möglich beim behandelnden Tierarzt, Tasso - Haustierzentralregister oder dem Register vom Deut*schen Tierschutzbund). 4. Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinne gilt auch, wer frei lebende Katzen Futter zur Verfü*gung stellt (Obhutsverhältnis). 5. Für die private oder gewerbliche Zucht von Katzen können auf schriftlichen Antrag Ausnah*men von der Kastrationspflicht zugelassen werden, sofern eine Kontrolle, Dokumentation, nachhaltige Verantwortung und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird. 6. Die Mindesthalteanforderungen für Katzen (TVT-Richtlinien Nr. 43/120) sind einzuhalten.
Um weiterhin eine tiergerechte Unterbringung der Samtpfoten zu gewährleisten, ist das letzte Mit*tel - der Aufnahmestopp - bereits ausgesprochen. Ab jetzt können keine Tiere mehr aufgenommen werden, außer es finden zahlreiche Vermittlungen der Katzenwelpen an verantwortungsbewusste Menschen statt. Was geschieht nun mit den verbleibenden Vierbeinern? Wohin mit den armen Kreaturen, die Opfer der Urlaubszeit werden? Eine Antwort darauf kennen die Tierschützer leider nicht mehr. Jedoch fordern das Bundesumweltmi*nisterium, die Bundestierärztekammer, die Tierschutzbeiräte, über 3.000 Tierheime und Tierauf*fangstationen mit mehreren Millionen Mitgliedern sowie mehr als 40.000 Befürworter die Ord*nungsbehörden auf, sich dem Staatsziel Tierschutz - als gesamtgesellschaftliches Anliegen - nachhaltig und mit Weitsicht zu stellen.
Deutschland braucht eine Katzenschutzverordnung - jetzt!