Katzenklappe = Tierschutz? hä?

Diskutiere Katzenklappe = Tierschutz? hä? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Hallo zusammen! Ich bin neu hier und möchte Euch gerne mal um Eure Meinung bitten: Gestern waren mein Freund und ich im Tierheim, um uns das...
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #1
J

JennyD

Beiträge
5
Reaktionspunkte
0
Hallo zusammen! Ich bin neu hier und möchte Euch gerne mal um Eure Meinung bitten:

Gestern waren mein Freund und ich im Tierheim, um uns das Katzen-Geschwisterpärchen, das wir uns schon lange im Internet angeguckt hatten, mal live anzusehen.

Dazu muß ich sagen, dass mein Kater vor kurzem an Nierenversagen gestorben ist (das schrecklichste Erlebnis, was ich in meinem ganzen Leben bisher hatte!!) und da einfach was fehlt ohne Fellnase, wollten wir 2 Miezen aus dem Tierheim ne Chance geben.

Wir sind also hingefahren, haben uns die 2 beguckt (sehr scheu, aber auf dem Weg der Zutraulichkeit). Sie sitzen schon seit 2 Jahren von klein auf im Tierheim und bisher wollte sie wahrscheinlich keiner, weil sie nicht direkt angelaufen kommen.

Das war für uns aber kein Problem.. wir haben uns direkt verliebt! Die (sehr nette!!) Pflegerin hat daraufhin die zuständige Dame angesprochen, die zusammen mit der Tierheimleiterin die Situation besprochen hat.

Dann kam die Frage, ob wir denn überhaupt eine Katzenklappe hätten, da die Tiere ja irgendwann mal raus wollten. Bisher habe ich das immer so gehandhabt, dass die Kater z.B. abends raus konnten (wenn sie wollten) und morgens wieder reingelassen wurden. Oder eben halt abends dringeblieben sind und dann tagsüber raus gingen bis abends, wenn ich von der Arbeit wiedergekommen bin. War nie ein Thema?! Wir wohnen im reinsten Katzenparadies..keine Hauptstraße in der Nähe, Feld, Wald und Wiesen direkt vor der Tür usw.!

Dann kam von der Tierheimleiterin der Einwand, dass es ja auf gar keinen Fall ginge, dass die Katzen im Winter über Nacht draußenblieben (!?), bzw. generell über Nacht, da dann immer die Katzenfänger usw. unterwegs wären. Auf meinen Einwand, dass wir auf dem Land leben, wo überall Scheunen und sonstige "Verkriechmöglichkeiten" sind, kam zurück, dass wir das ja "ländlich" sehen, aber sie eher den Tierschutzaspekt bedenkt!
Also im Klartext: ihr seid rohe Bauern und wir sind die wahren Tierschützer!

den Vorschlag, dass man ja eine Tür der Terrassentüren ausbauen könnte, um kurzfristig eine neue Tür mit Katzenklappe einbauen zu lassen, hab ich dann schon gar nicht mehr wahrgenommen, weil ich mittlerweile so wütend war, dass ich anfangen mußte zu heulen (doofe und lästige Angewohnheit).

Wir sind abgezogen mit dem Schlußsatz, uns das zu überlegen.

Mich hat das extrem wütend gemacht, dass man quasi als unfähiger Tierquäler abgetan wird, weil man der Ansicht ist, dass Katzen sehr wohl auch mal 8 Stunden draußen sein können (oder sogar wollen) und die allein wegen der Tatsache, dass es zuhause Futter gibt, schon wiederkommen. Meine Kater hatten bisher alle den Himmel auf Erden bei mir - auch ohne Katzenklappen und es ist noch nie einer nicht wiedergekommen, weil er mal ne Stunde länger draußen war!?!

Was sagt ihr dazu? ist das "Tierschutz", wenn man 2 Katzen lieber im lauten Tierheim hocken lässt, nur weil Interessenten keine Katzenklappe zur Verfügung stellen können, sondern den Miezen ganz nach Belieben die Türen auf- und zumachen?! ich fass es nicht!

danke für Eure Meinungen und Grüße!
J.
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #2
Erstmal willkommen.

Nun, auf der einen Seite kann ich dich verstehen auf der anderen Seite scheint mir aber auch schon der Eindruck, dass dein Verständnis zur Katzenhaltung eher "ländlich" geprägt ist. Ich sehe hier keinen Angriff seitens der Tierheimangestellten auf eure Person, sondern es geht ihnen um den Schutz der Tiere, für die jetzt das Tierheim die Verantwortung hat. Klar, können Katzen 8 Stunden raus. Aber es kann im Winter auch sehr kalt werden. Die Sache mit den Tierfängern/quälern und Jägern ist nicht unbegründet. Es sollte schon der Katze die Möglichkeit eröffnet werden wieder ins warme Haus zurück zu kehren. Man kann sie nicht einfach sich selbst überlassen. Und warum ist bei euch eine Katzenklappe nicht möglich, normal sind die sehr leicht einzubauen?! Verstehe das Problem nicht.

Tierschutz bedeutet heute viel mehr als nur Katzen vom Tierheim aus zu vermitteln. Die Damen und Herren versuchen die sichersten Orte zu finden, wohin sie die Tiere geben. Und die Vorstellung, ein Katze kommt mind. 8 Stunden nicht ins Haus... Damit wäre ich ehrlich gesagt auch nicht einverstanden. Man versucht gerade durch Tierschutz, Katzen von dieser Hof- Wiesen Haltung weg zu bekommen.

Übrigens, solltest du eine neue Katze die ersten 6-8 Wochen eh nicht aus dem Haus lassen.

Ich verstehe, dass du traurig und verärgert bist. Aber ich sehe es genauso, wie die Damen vom Tierheim. Dann ist es für die Katze wirklich sicherer im Tierheim zu bleiben.
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #3
*seufz*

Wir wohnen in einem 3-Parteien-Haus und den Katzen wäre wenig geholfen (selbst wenn der Vermieter das erlauben würde!), wenn in der Haustür eine Katzenklappe wäre, da sie dann im Flur sitzen. Die Terrasse geht ebenerdig in den riesigen Garten und in solche Türen Klappen zu montieren ist schweineteuer.

Wenn mein Verständnis der Katzenhaltung "ländlich" geprägt ist, dann frag ich mich, was genau damit gemeint sein soll. Mein Kater hatte eine eigene Krankenversicherung, hat nur Premiumfutter bekommen, durfte in der Wohnung schlafen wo er wollte, war der absolute Kronprinz und hat ein Leben wie Gott in Frankreich geführt. Er hat meistens abends gedrängelt raus zu dürfen und kam morgens hocherhobenen Schwanzes angerannt um sein Futter zu vertilgen und danach zufrieden den Tag zu verschlafen. Im Winter hatte er die Wahl, ob er raus mochte oder nicht. Wenns ihm zu kalt war, ist er von selbst wieder reingegangen und hat sichs auf dem Sofa gemütlich gemacht.

Was Katzenfänger angeht, ist jeder Freigänger gefährdet. Ob der Besitzer nun eine Katzenklappe hat oder nicht?! Dann dürfte man die Miezen gar nicht mehr rauslassen, was bei Katzen die Freigang gewohnt sind, meiner Ansicht nach Tierquälerei ist.

Und was ist so falsch an "Wald+Wiesen"-Haltung? Ich rede hier nicht von Perserkatzen oder ähnlich hochgezüchteten Rassen, sondern von Hauskatzen, für die es in der Regel das Größte ist, draußen rumzustreunern. Außerdem wohnen wir nicht in Alaska, wo es im Winter -50 Grad hat. Katzen sind sicher intelligent und eigenständig genug, sich wenns ihnen zu kalt wird ein Plätzchen zu suchen, bis die Tür morgens wieder aufgeht oder? Das hat mit "ländlich" nichts zu tun..
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #4
Hallo Jenny,

was du schreibst kann ich schon verstehen - aber ich kann auch die Tierhilfe verstehen.
Der Denkansatz von denen ist folgender:
Die Tiere, die du dort abholst waren in ihrem ganzen Leben noch nicht draußen ohne Kontrolle. Sie sind 2 Jahre alt und haben immer drinnen im warmen gelegen.
Selbst wenn du die beiden jetzt zu dir holst, was ich wirklich gut finden würde, darfst du beide die ersten 6-8 Wochen nicht rauslassen, sie würden schlicht und ergreifend den Weg zurück nicht finden.

Du musst auch bedenken, selbst wenn wir hier kein -50 Grad haben, die Tiere sind das nicht gewohnt, draußen allein auf sich gestellt zu sein, bei Wind und Wetter (Regen). Du kannst nich einfach davon ausgehen weil das Katzen sind finden die schon ein sicheres Plätzchen - du bist der neue Halter und musst für die Tiere sorgen, dazu gehört eben auch ihnen einen Platz in der Nacht anzubieten.

Verstehe mich nicht falsch - Tiere die von anfang an nix anderes kennen - okay, das ist eine Sache - aber bei diesen Beiden sieht das ganz anders aus. Und das Tierheim hat keinerlei Interesse daran dass die Tiere zwar aus dem Tierheim sind aber dann nachts "auf der Straße" sitzen - diese Tiere kennen nur "Drinnen-Haltung" - und das eben 24h.

Überleg doch mal, wenn du deine Katze ständig drin hättest und sie aufgepeppelt hättest, dann würdest du die auch niemandem mitgeben der die dann, mal krass ausgedrückt, raus setzt in den Stall weil Katzen halt Mäusefänger sind.

M.m.N. sind Katzen ein Produkt ihrer Herrchen, bei einer Bauernhofkatze ist das Leben eben ein anderes als bei einer die ständig drin war.

LG!

EDIT: Die wollten dir im Tierheim garantiert nicht vermitteln dass du ein schlechter Mensch bist - die wollen nur das Beste für die Tiere, schließlich waren sie bisher die Einzigen die sich um sie gekümmert haben - aber wenn du nun mal nicht die wahrscheinliche Auflage der Wohnungshaltung erfüllst - warum sollten sie dir dann die Katzen mitgeben? Versteh mich nicht falsch - natürlich bist du kein Katzenquäler und du würdest es beiden an nix mangeln lassen, aber eben eine Sache wäre nicht optimal - nämlich dass die Beiden nachts draußen wären...
Das sind eben keine Wald-und Wiesenkatzen, auch wenn es die Rasse vermuten ließe. Nur weil es eine "einfache" EKH ist, ist sie in Augen des Tierschutzes (und auch in meinen) nicht weniger wert als eine Perserkatze...
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #5
also dass die Miezen natürlich erst dann raus dürfen, wenn sie absolut zutraulich geworden sind (und das wird bei denen weitaus länger als 6-8 Wochen dauern) ist mir schon bewußt.. das ist ja auch nicht das Thema; und das Tierheim möchte sie auf jeden Fall als Freigänger vermitteln.


>>Das sind eben keine Wald-und Wiesenkatzen, auch wenn es die Rasse vermuten ließe. Nur weil es eine "einfache" EKH ist, ist sie in Augen des Tierschutzes (und auch in meinen) nicht weniger wert als eine Perserkatze..<<

Selbstverständlich nicht!! ich wollte nur verdeutlichen, dass das WESEN einer EKH schon mal von vornherein nicht das einer z.B. Perserkatze ist, die ein Sofaplätzchen immer dem draußen rumstreunen vorziehen würde.

ach herrje.. ich glaube, wir kommen auf keinen gemeinsamen Nenner. Im Prinzip auch nicht schlimm, weil ja jeder seine Meinung haben darf. Das Tierheim hat sich übrigens auf unseren Vorschlag, den Küchenfenster-Rolladen einen Spalt offen zu lassen, eingelassen und freut sich, dass wir die 2 Fellnasen demnäxt abholen.

LG

Ich danke euch für die Beiträge!
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #6
Jenny,

ich glaube man muß verstehen, dass dem Tierheim zwar ein neues Zuhause sehr wichtig ist, sie aber auch dabei auf ausreichende Sicherheit achten müßen, und dazu gehört es, dass eine Katze nach Belieben Zugang zum Haus hat, wofür eben die Katzenklappe die Voraussetzung ist.
Aber schön, dass Ihr einen Kompromiss gefunden habt und die beiden doch bei Euch einziehen
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #7
Vielleicht noch als Alternativ- Denkanstoß, könnte ja sein, dass es im Winter in der Küche schon empfindlich kalt sein kann...
Ggf. kann man eine gebrauchte, ältere Balkontür kaufen, und in die dann eine Katzenklappe setzen.
So könnte man dem Vermieter seinen guten Willen zeigen, und die Tür bliebe heile.
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #8
... finde ich eine gute Idee. Da müsste man eigentlich nicht den Vermieter fragen, ist ja nicht seine Tür. Und so eine Balkontür ist schnell ab und wieder dran gebaut!
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #9
Da die Katzen im Tierheim aufgewachsen sind und keinen Freigang kennen, weiß ich nicht, wieso du die nun unbedingt rauslassen willst? Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Interessierte Grüße, Heike
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #10
... so wie sie beschrieben hat, ein Paradis für Katzen... wahrscheinlich Feld, Wald und Wiesen, Dorfgegend.

Sind doch immer die selben Gründe
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #11
Nun, das mag ja sein, aber wenn die Katzen ihre ersten zwei (sehr prägenden) Lebensjahre IM Haus verbracht haben, ist mir nicht ganz klar, wieso sie jetzt zwingend raus sollen. Ländliche Gegend klingt ja schön und gut, aber da fallen mir auch Begriffe wie Jäger, Giftköder, Giftpflanzen, Traktoren/Mähdrescher/Autos etc. ein. Ich bin diesbezüglich - zugegeben - nicht besonders informiert, da wir nicht direkt ländlich wohnen und meine Katzen - schon aus Angst, sie könnten Tierfängern in die Hände fallen - nicht raus dürfen (nur auf den abgesicherten Balkon), aber eine Katze, die es nicht gewohnt ist, dann für mehrere Stunden raus zu schicken, ohne, dass sie die Chance hat, sich wieder ins Haus zurück zu ziehen, finde ich auch überdenkenswert, egal, wie man zu Freigang an sich steht.

Ich finde es durchaus lobenswert, dass sich das Tierheim so um seine Schützlinge kümmert, sonst wird immer gemeckert, wenn die THe oberflächlich bei der Abgabe der Tiere handeln, von daher: Fettes Lob an das Engagenemt des THs!

Vielleicht findet ihr ja eine für beide Seiten akzeptable Lösung - die Sache mit der Balkontür ist doch schon mal ein überdenkenswerter Vorschlag.

Grüße, Heike
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #12
Sauri - ich glaube das war von Dinah schon ein bisschen sarkastisch gemeint - das "paradiesisch" :lol:
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #13
Ich nochmal..

Thema Freigänger: ich WILL die Miezen ja gar nicht krampfhaft rauslassen!! das TIERHEIM will sie ausdrücklich als Freigänger vermitteln, deswegen wurde ja von denen das riesen Faß von wegen Katzenklappe usw. aufgemacht!! wenn sie als reine Wohnungskatzen gehalten werden sollen, wärs auch ok gewesen, aber wir wurden ja direkt auf die Freigangmöglichkeiten angesprochen!

Thema Balkontür: wir haben eine 2-flügelige Terrassentür aus Kunststoff. wenn mir jemand eine Bezugsquelle für eine exakt dazu passende "gebrauchte Balkontür" nennen kann, dann nur her damit. wie soll das gehen? die Tür müßte quasi vom gleichen Hersteller sein, sonst passt die eine Seite nicht in die andere!?

Thema "paradiesisch": mich würde mal interessieren, was für euch an Feld, Wald und Wiesen katzenbezogen schlecht sein soll!? Seht ihr immer nur die ach so schrecklichen Gefahren, die eventuell, vielleicht, möglicherweise passieren könnten?
Katzen sind weißgott nicht so grenzdebil und schutzbedürftig und latschen fröhlich in jede Schnappfalle, die hier bei uns natürlich auch massenweise rumliegen. Im Gegenteil.. gerade Katzen, die von klein auf draußen unterwegs sind, sind eigenständige, clevere Wesen, die nicht in Watte gepackt werden müssen, geschweige denn wollen!!

Habt ihr schon mal miterlebt, wie ein 9-jähriger Kater, dem man abends die Tür aufgemacht und was zu fressen gegeben hat, danach mit gekrümmtem Schwanz und angelegten Ohren wieder rausflitzt, sich mit großen Augen flach auf die Wiese legt, mit beiden Pfoten ins fette Gras krallt und wartet, bis man wieder rauskommt, um dann "fangen" zu spielen? das is die pure Lebenslust, die dabei fast spürbar in der Luft hängt. oder eine Katze, die mit riesen Sprüngen durch 20 cm Pulverschnee düst und anschließend zufrieden auf der Terrasse in der Sonne döst?!

Ich finds bissl anmaßend, dass ihr eure Haltungsweisen anscheinend als die einzig richtigen und tierschutztechnisch besten anseht!? woher wollt ihr wissen, dass eure Miezen sich wie ein Plätzchen freuen, dass sie frische Luft nur auf nem abgezäunten Balkon genießen können, anstatt mal durch ne Wiese zu pesen oder die Krallen an nem alten Baum zu wetzen? selbst wenn sie´s von klein auf nicht anders kennen, gibts trotzdem noch sowas wie Instinkte..
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #14
Jenny,

ich antworte jetzt mal obwohl ich weder hier dich noch sonst wen irgendwie tituliert habe zum Thema Freigang.

Ja, die meisten hier sehen zum Thema "paradiesischer Freigang" die Gefahren die dahinter lauern und haben entschieden ihre Katzen dem nicht auszusetzen. Dazu gehöre ich auch. Und das, obwohl wir im ganzen Ort Zone 30 haben, ich direkt am Wald wohne und der nur durch die Felder und Wiesen vom Grundstück abgrenzt.
So schön ich mir das ja alles vorstelle für meine Kater da durch zu flitzen - aber so häßlich war doch der 1 qm Fleck auf der Straße, der mal eine Katze war - und so weit weg waren die Giftköder auch nicht die meinen Hund dahin rafften vor 5 Jahren und die Gegend, in der der Kater gefunden wurde der sich mit zerschmetterter Hüfte und durchlöchert dank zig Schrotladungen nach Hause zu schleppen versuchte - die ist auch nicht sehr weit weg von unserem "Paradies".

Ja, ich male schwarz.

Prinzipiell ist es mir egal wie ihr alle das mit euren Katzen haltet - aber meine Meinung werde ich wohl kundtun dürfen. So wie du deine.

Das hat m.M.n. nix mit Anmaßung zu tun.

Und übrigens: Die plattgefahrene Katze bei uns im Ort- die war bestimmt grenzdebil und schutzbedürftig... so wie die zigtausend anderen die jedes Jahr im Straßengraben liegen...
oder auch die anderen Wildtiere die bei uns, im Schnappfallen-verseuchten Wald rumrennen - EDIT: auf die Autobahn..
aber das war jetzt wieder sarkastisch von mir - pardon.


Und - ja - EDIT: diese oben genannten Fälle sind wirklich so passiert! - so wie es die Fälle der 20 jahren alten Freigänger gibt die glücklich und zufrieden lebten. Die gibt es hier wie dort.
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #15
Bei über 200000 Katzen, die jedes Jahr tot gefahren werden - mal von allen anderen Gefahren abgesehen, die noch hinzukommen müssten, 200000 ist schon eine beeindruckende Zahl - glaube ich nicht, dass sie lernen vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links zu gucken.

Fast jede Woche habe ich knappe Erlebnisse, in denen ich nur duch Vollbremsung den qualvollen Tod einer Katze verhindern konnte. Wohlbemerkt Tempo 30.

Katzen sind weißgott nicht so grenzdebil und schutzbedürftig und latschen fröhlich in jede Schnappfalle, die hier bei uns natürlich auch massenweise rumliegen. Im Gegenteil.. gerade Katzen, die von klein auf draußen unterwegs sind, sind eigenständige, clevere Wesen, die nicht in Watte gepackt werden müssen, geschweige denn wollen!!

Woher hast du denn die Weisheit??!!

Natürlich sind Katzen grenzdebil, schutzbedürftig und latschen, wie du dich so schön ausdrückst, in jede Falle. Fressen fröhlich am Rattengift rum und erkennen auch sonst nicht die Gefahren. Woher auch? Gibts da Seminare für Katzen, oder wie?

Schon mal ne Katze von der Straße gekratzt oder aus dem Ratkasten, schonmal einer beim sterben zugesehen nachdem sie Rattengift gefressen hat? Schonmal eine Fallen Verletzung gesehen? Ich wünsche es wirklich niemanden. Fast alle, die sowas miterleben musst haben nochmal sehr deutlich über ihre Verantwortung als Tierhalter nachgedacht.

Ach ja... und wer wurde hier anmaßend???
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #16
Thema "paradiesisch": mich würde mal interessieren, was für euch an Feld, Wald und Wiesen katzenbezogen schlecht sein soll!? Seht ihr immer nur die ach so schrecklichen Gefahren, die eventuell, vielleicht, möglicherweise passieren könnten?
Katzen sind weißgott nicht so grenzdebil und schutzbedürftig und latschen fröhlich in jede Schnappfalle, die hier bei uns natürlich auch massenweise rumliegen. Im Gegenteil.. gerade Katzen, die von klein auf draußen unterwegs sind, sind eigenständige, clevere Wesen, die nicht in Watte gepackt werden müssen, geschweige denn wollen!!

Oo.. sorry, aber da kann ich nur wieder meine Schwester nennen, die wirklich SEHR paradiesisch lebt... Und trotzdem nur noch die Hälfte an Katzen zu Hause hat (sorry, ist sogar eine weniger als die Hälfte) und das nach weniger als 5 Jahren :/

Von vergiftet, bis "in Mähdrescher gekommen" war alles dabei!! (und bei den beiden verbliebenen hat eine nur noch ein Auge, das andere hat sie im Kampf gegen andere Katzen/Tiere verloren)..

Also was daran die "pure Lebenslust" sein soll ist mir unbegreiflich...

LG Tina
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #17
Bringen diese Diskussionen was?
In ca. 35 Jahren Katzenhaltung (zumindest soweit ich mich zurück erinnere) mit ausschließlich Freilauf wurde exakt eine Katze von mir/ uns (Eltern) überfahren, keine vergiftet, keine erschossen, keine vom Hund zerbissen oder in irgendwelche Fallen geraten. Auch pechschwarze wurden nicht von Ritualmördern entführt und gequält.
Nur... es interessiert niemanden. Postive Beispiele werden doch einfach abgetan. Die negativen prägen sich auch besser ein, klar.
Abgesehen davon gilt es aber als todtraurig, wenn Wohnungskatzen erkranken und früh sterben. Als "Freilaufhalter" darf ich aber nicht trauern, weil ich ja potentiell mit dem Leben meiner Katzen spiele.

Vermutlich kommt gleich wieder das Gegenargument der 88jährigen rauchenden Oma.

Im Gegenzug dazu könnte man auch endlose Diskussionen über die Notwendigkeit verschiedener Impfungen bei Wohnungskatzen führen. Ebenso fällt mir vermehrt auf, dass es offensichtlich auch immer mehr Katzen gibt, die in Einzelhaltung gehalten werden müssen, weil sie mit ihren Artgenossen nicht klar kommen. Seltsamerweise geht es da nie um die Begründung, dass sie schlicht keine Möglichkeit mehr haben, sich aus dem Weg zu gehen, wenn schon auf 50m² 4 Katzen leben. Da wird aber niemals die artgerechte Haltung in Frage gestellt.

Jetzt habe ich doch wieder so viel geschrieben... wohl wissend, wie unnütz das ist...
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #18
Klar bringen diese Diskussionen nichts ;) Jeder hälts, wies für ihn am besten erscheint. Und das ist ja auch soweit okay. Aber entschuldige, bei diesem Satz:

Als "Freilaufhalter" darf ich aber nicht trauern, weil ich ja potentiell mit dem Leben meiner Katzen spiele.

Mal überspitzt ausgedrückt: Du lässt Dein 3-jähriges Kind allein auf dem Gehweg spielen und heulst dann, wenns vom Auto überfahren wurde, weils doch auf die Strasse gelaufen ist? (Okay, der Kindervergleich ist vielleicht nicht ganz passend, aber so in etwa ists doch, oder?)

Gesicherter Freigang: Ein Traum für jede Mietze, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte, ich würde meinen Fellbündeln sofort sowas einrichten!

Ungesicherter Freigang: Verantwortungslos und Töricht. Das kann ich (persönlich) nicht für gut heissen und auch noch unterstützen.

ABER da ist es wie mit allem im Leben. Ich heisse auch nicht gut, dass Leute nach 3 Bier noch Auto fahren und ich werde es nicht unterstützen. Für andere ist sowas "völlig normal". Muss jeder für sich entscheiden, wie ich finde. Man sollte sich halt immer der Verantwortung anderen gegenüber bewusst sein.

Wenn ich mit 3 Bier ein Kind übern Haufen fahre, muss ich mit meinem Gewissen leben, genauso muss ich mit meinem Gewissen leben, wenn mein Freigänger dann doch mal in den Mähdrescher gekommen ist..

LG TIna
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #19
Das ist der gleiche Vergleich wie die rauchende 88jährige Oma... schrieb ich ja schon.

Ich finde es ebenso töricht, sich 4-6 Katzen in einer ca. 50m² Wohnung zu halten, nur um dann irgendwann eine oder zwei abgeben zu müssen, weil sie nicht mehr miteinander klar kommen.

Und mit Alkohol und Auto fahren hat diese Diskussion gleich überhaupt nicht s zu tun.

Wenn es korrekt wäre, das jeder seine Einstellung hätte, dann bräuchte es nicht zwingend ständig versteckte oder offene Vorwürfe.
Ich halte viele Wohnungskatzen für absolut korrekt und artgerecht gehalten. Eine Freundin von mir wohnt auch im Nichts, aber an einer viel befahrenen Hauptstraße. Natürlich dürfen die Katzen NICHT raus. Darüber muss man NICHT diskutieren.
Jedem Freilauf Halter aber von vorn herein zu unterstellen, dass seine Katze getötet wird zeigt zwar, dass man die toten Tiere an der Straße gesehen hat, nicht aber, dass man sich bemüht hätte, die lebenden zu erleben.
 
  • Katzenklappe = Tierschutz? hä? Beitrag #20
Naja, was heisst, jedem Freigängerhalter unterschwellig einen Vorwurf unterstellen?

Es ist ja hier ein Forum in dem danach gefragt wird. Es kann nicht immer jede Antwort so ausfallen, wie man sichs gerne wünscht!

Drum sagte ich ja: "...für mich persönlich..." ICH finde es verantwortungslos, und ICH würde/werde/mache es nicht so. Wie jeder damit umgeht, ist ja nicht MEIN Problem, verstehst Du?

Übrigens kenne ich auch hier THs, die Katzen, die ihr Leben lang nur als Wohnungskatzen gehalten wurden, NUR als Freigänger vermittelt werden. DAS ist der Grund, warum ich mir KEINE Mietzen aus dem Tierheim geholt habe/holen werde. Selbst WENN ich die Möglichkeit zum Freigang bieten KÖNNTE, ich würds nicht tun.

Ich finde es ebenso töricht, sich 4-6 Katzen in einer ca. 50m² Wohnung zu halten, nur um dann irgendwann eine oder zwei abgeben zu müssen, weil sie nicht mehr miteinander klar kommen.

Bei 6 Katzen stimme ich Dir zu. Bei 4 Katzen nur bedingt, es kommt darauf an, WAS ich meinen Katzen bei 50 m2 bieten kann. Wenn die wie gesagt, dreidimensional leben können, genug bespielt werden etc. warum nicht? Was spricht dagegen??

LG Tina
 
Thema:

Katzenklappe = Tierschutz? hä?

Katzenklappe = Tierschutz? hä? - Ähnliche Themen

Katzen haben Angst vor Besuchshund: Jetzt möchte ich mich aus Verzweiflung nochmal an euch wenden. Ich habe zwei Katzen ca. 4 Jahre alt und eine ältere Hündin. Die Katzen kamen nach...
Vergesellschaftungen schief gelaufen ? Territoriales Verhalten: Hallo meine Lieben! Ich bin neu hier und wende mich mit einem unschönen Thema an euch mit dem Gedanken Hilfe zu bekommen. Wir haben einen 3...
Zusammenführung schon gescheitert, oder zu ungeduldig?: Hallo, ihr Lieben. Ich bin neu hier und habe zwar schon einige Themen gelesen, allerdings gab es zu meiner speziellen Situation noch nichts...
Freigänger Katze alleine halten nach Tod ?: Hey :) Ich weiß, dass diese Frage schon tausend mal gestellt worden ist, allerdings ist unsere Situation vielleicht etwas anders. Ich habe...
Wie kann ich Nähe/Vertrauen aufbauen in einer Gruppe von Katzen?: Hallo :) Ich bin Tierpflegerin und arbeite in einem Tierheim. Von dort ist auch mein erster Kater der jetzt frische 2 Monate bei mir und meinem...
Oben Unten