Hallo zusammen,
ich habe neulich davon gehört, dass man Katzen mit clickern auch Tricks (z.B. Sitz, Männchen machen, Apportieren etc.) beibringen kann.
Außerdem soll es angeblich positive Auswirkungen bei psychischen Problemen der Katzen haben; zumindest gerade Wohnungskatzen mehr auslasen.
Ich habe 2 Katzen. Sie streiten momentan recht viel, das war aber nicht immer so. Sie sind jetzt 2 Jahre alt. Geschwisterchen. Beide Kastriert. Ein Männchen und ein Weibchen.
Seitdem die beiden sich öfter kloppen (sie fügen sich aber keine Verletzungen zu, höchstens mal einen kleinen Kratzer), benutzt meine Lilly ihr Katzenklo nicht mehr regelmäßig sondern macht lieber in den Flur; ich vermute weil sie da leichter flüchten kann.
Wie auch immer, ich würde gerne das clickern mal ausprobieren. Habe im Internet schon ein bisschen was drüber gelesen und mir auch ein Buch + einen Clicker bestellt, die werden wohl so gegen Ende der Woche eintreffen.
Ich wüsste jetzt gerne, ob hier jemand schon Erfahrungen mit dem Clickertraining gemacht hat. Wie funktioniert das bei euch?
Und noch etwas: Kann man mit beiden Katzen gleichzeitig Trainieren? Ich stelle mir das etwas kompliziert vor, da die Belohnung ja direkt nach dem richtigen Verhalten und Click gegeben werden muss. das ist syncron bei zwei Katzen ja eigentlich nicht durchführbar. Brauche ich verschiedene Clicker? Also mit verschiedenen Tönen, damit sich nur eine Katze angesprochen fühlt? Muss ich eine Katze immer in ein anderes Zimmer verfrachten? Leider habe ich darüber bisher noch gar nichts gefunden.
Und was ich noch wissen wollte. Ich habe auch von Beispielen gelesen, wo geklickert wird wenn die Katze in einen Karton steigt und dort irgendwelche Dinge macht. Für mich war dahinter kein bestimmtes Ziel festzustellen, vielleicht habe ich mich aber auch getäuscht. Wenn man einmal mit dem Clickern angefangen hat, sollte oder wird das dann das zukünftige Zusammenleben so beeinflussen, dass man so gut wie nur noch damit arbeitet? Denn das möchte ich eigentlich nicht. Die Katzen sollen weiterhin ihren eigenen Kopf haben und das tun, was sie gerade wollen. Und nicht unsere -momentan sehr gute- Beziehung darauf minimieren, herauszufinden wie's schnell an das nächste Leckerlie geht.
Gibt es da Möglichkeiten zwischen den Trainingseinheiten, Kunststücken und dem "normalen Leben" zu differenzieren, damit die Katze nicht total verwirrt wird?
Ich danke euch schonmal für Antworten und hoffe, dass es hier ein paar Leute gibt, die auf diesem Gebiet Erfahrung haben.
Viele liebe Grüße,
Maddi