a) Wenn Deine Katze sich am Türrahmen, an einem Möbelstück oder auch nur Deinen Beinen reibt markiert sie, selbst ein Köpfeln in Dein Gesicht ist markieren, nämlich ihr vertrautes Revier ohne dabei auch Dominanz anzuzeigen.
b) Das Urinmarkieren eines Katers aber ist nicht nur ein Signal für Geschlechtspartner, es ist zugleich auch Dominanzgeste.
c) Und eines stellt man in einer Katzengruppe besser wirklich klar, wer das Alphatier ist.
d) Dieser Nackengriff ist bei Katzen äußerst selten nötig, dass sollte man nicht vergessen, mein Kater wird nun 8 Jahre alt und ein einziges Mal hatten wir eine derartige Diskussion.
e) Aus dem Tierschutz kann ich Dir aber sagen, wird er häufiger angewendet, denn dort trifft man auf Katzen die alles andere als freundlich sind, und man bekommt eine wehrige Katze nicht schneller in den Käfig als mit einem Griff in den Nacken, wenn Du schon mal durch einen dicken Lederhandschuh gebissen wurdest, siehst Du das auch ein ;-)
Hallo russian,
auf die Schnelle mal so geantwortet (hab gerade nicht soviel Zeit)
a) Sollte jeder Katzenbesitzer wissen, war hier aber bislang auch noch nicht als unerwünscht bzw. zu ahnendes Verhalten erwähnt worden.
b) Eben nicht nur. Ursachen können vielfältig sein. Beispielsweise Unsicherheit, Angst, Unmut über Veränderung (z.B. Wohnungswechsel oder Änderungen innerhalb der Whg, die wir als Menschen gar nicht nachvollziehen können), Krankheit, zu viele Katzen, falsches Katzenstreu und/oder sei es nur ein gebrauchter Gegenstand, an dem wir einen fremden Katzengeruch "eingeschleppt" haben oder das neue Kinderzimmer, aus dem die Katze - für sie völlig unverständlich - plötzlich ausgeschlossen ist etc.
c) Genau das kann man dem Tier klar in den "Beschäftigungszeiten" vermitteln: Name, Kommando + ggf. Handzeichen dazu - wenn richtig ausgeführt=Belohnung (z.B. Bürsten, Streicheln, Leckerli etc). Bei Negativverhalten (wenn man das Tier gerade dabei erwischt): In scharfem Ton: Name, Kommando - wenn sofort mit Negativverhalten aufgehört wird - kurz in positive Stimmlage wechseln (keine extra Belohnung). Bei der Fütterung: Kein Betteln/Stehlen durch die Katze beim Füllen der Näpfe. Das Alphatier entscheidet ggf. mit Handzeichen und/oder Kommando welche Katze zu welchem Napf darf. Bei Fehlverhalten siehe Negativverhalten). Dieses konsequent durchgeführt, kann man auch älteren neuen Katzen beibringen. Katzen lernen auch viel voneinander.... und beim Menschen geht es in Fleisch und Blut über.
d) Schön, bei mir noch nie

)
e) Mensch russian, das Beispiel läuft doch wohl völlig am Thema vorbei. Beim Tierschutz geht es bzw. sollte es darum gehen, ihnen unbekannte, evtl. traumatisierte, verängstigte, oftmals noch nie mit Menschen in Berührung gekommene, mit einer Krankheit bereits geplagte Katzen, die auch keine wirkliche menschliche Bezugsperson hatten oder gerade verloren haben für die Behandlung oder den Transport FESTZUHALTEN und nicht darum zu erziehen.
Sorry: Wer den Nackengriff als Erziehungsmethode einsetzt, macht m.M. nach etwas falsch. Im übrigen kann ich aus Erfahrung nur empfehlen, den
Tierarzt-Besuch immer mit positiver Bestätigung für die Katze zu beenden (Leckerli). Egal ob es dem
Tierarzt gefällt oder nicht - ist teuer genug...
Liebe Grüße
Kathi