Nein, es reicht in vielen Fällen nicht, zu denken, dass das eigene Tier das "Schönste" ist, denn es ist wichtig zu wissen, ob (s)ein Tier tatsächlich zuchttauglich ist oder nicht - das ist etwas ganz anderes. Wenn man es keiner Fachjury vorführt, kann man das auch nicht eruieren. Zucht ist kein Schönheitwettbewerb, sondern die Verpaarung derjenigen Katzen, die die phäno- UND genotypisch besten Eigenschaften aufweisen. Ich halte es auch für grenzwertig, als blutiger Anfänger nur den Tierarzt entscheiden zu lassen, ob ein Tier zuchttauglich ist, aber das muss jeder für sich entscheiden.
Ein Zuchttier sollte charakterlich wesensfest sein, dazu zählt auch, dass es in z.B. Ausstellungssituationen ruhig bleibt (was sich natürlich erst durch einen Besuch herausfinden lässt). In der Regel sind das aber nicht mehr als zwei/drei Ausstellungen, auf die ein Tier im Jahr geht (wenn überhaupt) - besonders ängstliche Tiere lässt man zu Hause (mit denen züchtet man aber meiner Meinung nach auch nicht).
Bei Kastraten sehe ich die Sache genauso: Da würde auch ich nur solche Tiere mitnehmen, die der Sache gelassen gegenüber stehen - die gibt es nämlich durchaus :wink:.
Grüße, sauri