Hallo liebe Katzenfreunde, zu diesem Thema habe ich einen sehr ungewöhnlichen, aber außerordentlich konkreten Beitrag... Ich bin mir nämlich inzwischen sicher, dass ich die Reinkarnation meiner am 18.06.2010 verstorbenen Katze wiedergefunden habe - sie und ihre gleichaltrige und am 14.08.2010 geborene Schwester leben seit dem 24.11.2010 bei mir. Am besten, ich erzähle mal die ganze Geschichte. Meine Katze namens Mucki (posthum ergänzte ich den Namen zu "Mucki von Olching", da sie in Olching bei München geboren wurde) starb etwa im Alter von 13 Jahren am besagten 18.06.2010, ihr genauer Geburtstag ist unbekannt; ich war nicht ihr erster Besitzer. Ich musste sie einschläfern lassen, um ihr Schmerzen infolge einer Krebserkrankung zu ersparen; zudem hatten ihre Nieren komplett versagt. Das geschah etwa zehn Tage nach einer Notoperation, bei der ihr die Gebärmutter entfernt wurde. Darin hatte sich ein Tumor gebildet, der infolge seiner Größe den Verdauungstrakt der Katze abdrückte. Durch die OP waren Krebszellen aus dem vorher abgeschotteten Tumor in Blutkreislauf und Lymphbahnen übergetreten, was auch zum Nierenversagen geführt hatte. Nach Muckis Tod trauerte ich sehr um sie. Um mich zu trösten, unterhielt ich mich mit anderen Katzenhaltern, die ihre geliebten Haustiere hatten einschläfern lassen müssen, und erfuhr Erstaunliches: Ein Mann berichtete mir, es sei allen Familienmitgliedern noch wochenlang nach dem Tod der Katze so vorgekommen, als wäre sie weiterhin irgendwie im Haushalt präsent; sie spürten alle noch deren Anwesenheit. Eine Frau schwor Stein und Bein, ihre verstorbene Katze hätte noch drei Wochen lang mit hör- und sichtbaren Folgen in der Wohnung gespukt. Alle Familienangehörigen hätten dort typische Katzengeräusche gehört, und eine Schranktür, die die Katze zu ihren Lebzeiten immer geöffnet hatte, um ins Schrankinnere zu gelangen, sei damals immer wieder quietschend wie von Geisterhand aufgegangen. Die Besitzerin eines Geschäfts für Haustierbedarf berichtete mir von einer anderen Frau, der es gelang, kurz nach dem Tod ihres samtpfotigen Lieblings schemenhafte, nur für einen kurzen Moment sichtbare Katzenumrisse auf ihrem Sofa mit der Camera ihres Handys aufzunehmen. Meine Mucki hinterließ nur eine große Leere. Einmal bildete ich mir kurz nach ihrem Tod ein, sie im Bett auf meinen Beinen liegend zu fühlen - ich spürte ein Vibrieren wie vom Schnurren einer Katze. Doch in dem Moment, in dem mir die Empfindung bewusst wurde, verschwand das Gefühl auch schon. Da sagte ich mir, halb im Ernst, sie hätte es wohl im Katzenhimmel langweilig gefunden und sich gleich wieder reinkarniert. Und ich schickte einen Wunsch ans Universum, wie man es so schön sagt; ich bat um Mitteilung, wenn meine Mucki wiedergeboren werden würde. Dann vergingen einige Wochen. Am 14.10.2010 erwachte ich gegen Mittag aus einem Traum. Der lief exakt folgendermaßen ab: Rechts vor mir sah ich einen weißen Hund, Pudel oder von ähnlicher Rasse. Er saß wie ein Teddybär auf seinem Hintern und hatte die Hinterläufe gespreizt. Der Hund brachte gerade ein Junges mit ebenfalls einheitlich weißem Fell zur Welt. Dann verwandelte sich der Hund auf fließende Weise in eine Katze, deren Fell die typische Konsistenz von Halblanghaarkatzen hatte. Vorne waren sehr gut erkennbare weiße, hinten undeutlich schwarze Fellbereiche zu sehen. Die Katze war weiterhin am Gebären. Die sonstige Umgebung war nur diffus strukturiert. Auf einmal ertönte eine weibliche Stimme von links, quasi aus dem "Off". "Sie wird sich wundern, dass es so viele sind", war deren genauer Wortlaut. Es wurde im Traum deutlich, dass es um Sechslinge ging. Anschließend erwachte ich. Die weibliche Stimme hatte sachlich, aber leicht belustigt geklungen. Sie kam mir vor wie die Stimme einer Stewardess, während sie die Bedienung der Schwimmvesten im Flugzeug erklärt, sie hatte den Stil einer Moderatorin im Privatfernsehen bei der Präsentation des Wetterberichts. Ich stand unverzüglich mit dem sehr sicheren Gefühl auf, hiermit nun die Antwort auf meinen einige Wochen zuvor von mir formulierten Wunsch ans Universum erhalten zu haben. Ich muss sogar betonen, dass ich fast vom ersten Moment nach dem Erwachen aus besagtem Traum überzeugt war, auf diesem Weg etwas Wahres erfahren zu haben und nunmehr tatsächlich zu wissen, dass meine verstorbene Katze an diesem Tag wieder zur Welt kommen sollte. Ich beschreibe es am Besten mit einem Vergleich: Jemand zeigt mir in einem Gebäude eine Tür, öffnet diese und präsentiert mir auf diese Weise ein Zimmer, das hinter dieser Tür liegt. Anschließend verlasse ich das Gebäude wieder, um es erst später wieder zu betreten - und bei dieser Gelegenheit festzustellen, dass an Stelle der Tür zum besagten Zimmer nun nur eine nackte Wand zu sehen ist. Damit bin ich zwar dann konfrontiert, weiß aber dennoch ganz sicher, dass sich hinter dieser Wand weiterhin das Zimmer verbergen muss, das ich früher betreten hatte; es kann also nur sein, dass die Tür zwischenzeitlich zugemauert wurde, auch, wenn ich es eventuell niemandem direkt beweisen kann! Jedenfalls ging ich gleich nach diesem Traum zum Computer und gab per Browser in dessen Wikipedia-Suchmaske die Begriffe "Trächtigkeit" und "Katze" ein. Ich erfuhr, dass eine Katze im Durchschnitt 63-65 Tage schwanger ist, und dass sie beim ersten Wurf in ihrem Leben, dem A-Wurf, nur zwei bis drei Junge, bei späteren Würfen jedoch häufig bis zu sieben, manchmal sogar mehr Kitten zur Welt bringt. An anderer Stelle erfuhr ich noch, dass man bei einer unter 57 Tagen dauernden Tragzeit von Frühgeburten spricht. Die kalendarische Differenz zwischen dem 14. August und dem 18. Juni 2010 beträgt genau 57 Tage. Dann machte ich mich daran, zu ergründen, welche Informationen in diesem Traum stecken könnten. Zum Einen war klar: Es handelte sich um eine Halblanghaarkatzenrasse; es war also eher unwahrscheinlich, dass es sich um Bauernhofkatzen handelte; der Traum betraf hingegen vermutlich einen Wurf in einem Zuchtbetrieb. Zum Anderen war ebenfalls klar, dass es sich um Sechslinge handelte. Doch mit dieser Zahl sollte etwas ungewöhnlich sein; erst deutete ich die Aussage der weiblichen Stimme in meinem Traum so, dass das Muttertier sich über die Anzahl seiner Jungen wundern würde. Dies erschien mir von Anfang an seltsam, denn wieso sollte sich eine Katzenmama über die Anzahl ihrer Jungen wundern? Allenfalls beim B-Wurf, denn dann hätte das Muttertier ja eine Vergleichsmöglichkeit zu seinem ersten Wurf, bei dem im Normalfall nur wenige Junge zur Welt gekommen wären. Doch konnte ich es mir nicht ernsthaft vorstellen, dass eine Katzenmutter sich über die Anzahl ihrer Jungen wundern konnte. Das ließ mich einige Wochen lang grübeln. Eines Tages wurde mir dann klar, dass die weibliche Stimme nicht das Muttertier gemeint haben konnte, sondern eine menschliche Frau, also die Züchterin! Und in dem Fall handelte es sich unzweifelhaft um einen A-Wurf, der diese verblüffen würde, falls dabei sechs Junge das Licht der Welt erblickten. Fast zeitgleich zu meinem Traum hatte eine Freundin namens Sandra, bei der Mucki früher gelebt hatte, einen Traum, in dem es nur eine Aussage gab: Mucki sei so nah und doch so fern. Also kombinierte ich die Aussagen. Ich musste somit nach einer Züchterin suchen, deren trächtige Halblanghaarkatze mit weißem Fell vorne und schwarzen Fellstellen am Rücken ihr am 14.08.2010 nachmittags oder in den Abendstunden einen A-Wurf mit Sechslingen bescherte, und das in München oder dessen unmittelbarer Umgebung. Ca. sieben Wochen nach dem Traum begann ich im Internet mit meiner Suche. Immerhin ist in einem solchen zeitlichen Abstand bei gewerblichen Züchtern davon auszugehen, dass diese im Internet inserieren. Und tatsächlich wurde ich rasch fündig. Eine Züchterin in Gräfelfing bei München, Wurfdatum 14.10.2010, Beginn der Geburt etwa um 18.00 Uhr, es wurden Sechslinge geboren, und es handelte sich um einen A-Wurf. Zu allem Überfluss wuchsen die Kleinen in Gesellschaft eines weißen Hundes auf, der dem in meinem Traum verblüffend ähnelte! Nun ging es nur noch darum, herauszufinden, welches der sechs Kätzchen die vermutliche Reinkarnation meiner verstorbenen Mucki sein konnte. Ich besuchte die Züchterin. Mehrere Stunden lang sah ich den Kleinen beim Spielen zu. Als ich gerade mit den Katzen allein war, sagte ich "Komm hoch!" und schlug mit der flachen Hand auf meinen rechten Oberschenkel. Da starrte mich eines der Katzenkinder wie vom Donner gerührt an, die Augen weit offen. Es war ca. zwei Meter von mir entfernt und schien hin- und hergerissen, ob es denn nun auf meinen Schoß springen sollte oder nicht. Da entschied ich, dass diese kleine Katze wohl die richtige Kandidatin sein könnte. Nach Hause zurückgekehrt warf ich ein I Ging. Ich dachte mir, wenn ich schon ein derart fantastisch anmutendes Konzept wie dem der Reinkarnation als gegeben akzeptieren würde, dann könnte ich mich auch gleich einer solch eigenartigen Methode bedienen, wenn es um die Beantwortung von damit im Zusammenhang stehenden Fragen handelte; beispielsweise, ob das betreffende Kätzchen namens Annelie meine reinkarnierte Mucki sein könnte. Die Antwort war das Hexagramm 53 (die Entwicklung), das sich in das Hexagramm 59 (die Wiedervereinigung) wandelte; ich deutete das ganz direkt so: "Die Entwicklung führt zur Wiedervereinigung." Für mich nur ein weiterer Hinweis darauf, dass Annelie meine Mucki sein konnte. Sie war auch die einzige aus dem Wurf, die einheitlich -cremefarben- gefärbt war, wodurch äußerlich eine gewisse Analogie zum Aussehen der ebenfalls einheitlich gefärbten, jedoch anthrazitfarbenen Mucki bestand. Auf Fotos sieht Annelie bemerkenswerterweise meist weiß aus - wie das Junge aus meinem Traum. Ihre Mama hat aber auch rote Fellbereiche am Rücken; die sah ich in meinem Traum nicht. Am 24.11.2010 zog Annelie, wie bereits anfangs erwähnt, gemeinsam mit ihrer Schwester Agnes bei mir in die Wohnung ein. Noch ehe die Züchterin und ich die Verträge unterschrieben hatten, schon nach wenigen Minuten, da entdeckte Annelie eine vor ihrem Eintreffen von mir hinter einem Kissen auf dem Sofa bis auf die Nasenspitze versteckte weiße Spielzeugmaus, lief an zwei von der Züchterin mitgebrachten und bereits am Boden liegenden Spielzeugtierchen vorbei, packte besagte Maus und spielte dann wochenlang wie besessen damit. Ihre Schwester sah ihr zunächst lange dabei einfach nur zu, ohne besonderes Interesse, fast verständnislos. Mucki kannte sowohl den Ort, an dem ich diese Maus früher oft versteckt hatte, als auch die Maus, die zu ihren Lieblingsspielzeugen gehört hatte. Seitdem werde ich von Tag zu Tag darin bestärkt, in Annelie die Reinkarnation meiner verstorbenen Katze Mucki zu sehen. Ich liste mal die verschiedenen weiteren diesbezüglichen Indizien auf: - Im Gegensatz zu ihrer Schwester machte Annelie von Anfang an den Eindruck, die Wohnung gut zu kennen. Sie war auch die erste der Beiden, die aus der Transportbox herauskam. - Annelie hat auf dem linken Auge gelegentlich ein tickartiges Zucken, das auch Mucki zu ihren Lebzeiten hatte. Bei Agnes tritt es nicht auf. - Annelie reagierte bereits kurz nach ihrem Einzug auf den Namen "Mucki" mindestens mit der Drehung eines Ohres in Richtung meiner Stimme. Meistens schaut sie mich sofort an, wenn ich sie mit diesem Namen rufe. Agnes tut das weder, wenn ich sie mit "Agnes" rufe, noch zeigt sie die leiseste Reaktion auf den Namen "Mucki". - Ganz generell versteht Annelie bestimmte Kommandos, die auch Mucki kannte; z.B. das bereits erwähnte "Komm hoch", "Nicht da drauf", "Komm aufs Betti" etc. -Mucki kannte den Fernseher sehr gut und ignorierte ihn. Agnes machte während der ersten Tage hier in meiner Wohnung den Eindruck, noch nie einen Fernseher erblickt zu haben und starrte die darauf sichtbaren Bilder längere Zeit intensiv und oft offensichtlich erstaunt an. Annelie ignoriert den Fernseher ebenso wie damals Mucki. - Im Gegensatz zu Agnes wusste Annelie sofort, was mit Katzengras zu tun war, als ich es mitbrachte. Agnes hat erst nach Wochen von Annelie gelernt und daran geknabbert. - Mit Agnes hatte ich lange Zeit große Schwierigkeiten, sie von meiner Küchenanrichte fernzuhalten. Sie springt dort immer wieder hinauf. Annelie hat sich erst viele Wochen nach ihrem Einzug in meine Wohnung nur einmal von Agnes dazu verleiten lassen, ist auf meinen Zuruf hin sofort wieder auf dem Boden hinunter gesprungen - Mucki wusste genau, dass sie da nicht hinauf durfte. - Mein Eierkocher gibt ein durchdringendes Summen von sich, wenn die Eier fertig sind. Agnes reagierte das erste Mal fast geschockt darauf, während Annelie überhaupt keine Reaktion zeigte - ganz genau so wie die verstorbene Mucki, die zwar auf die Türglocke panisch mit Flucht auf den Schrank reagierte, denn das bedeutete ja, dass Fremde kamen; den Eierkocher kannte sie bestens, konnte sein Summen ohne Probleme vom Summen der Türglocke unterscheiden und ignorierte es ebenso wie Annelie komplett. - Agnes zeigt ein viel kindlicher wirkendes Spielverhalten als ihre gleichaltrige Schwester Annelie. Im Gegensatz zu letzterer jagt sie ihren eigenen Schwanz, lässt sich von Schattenspielen an der Wand dazu animieren, sie fangen zu wollen. Bei so etwas schaut Annelie die verursachende Hand und nicht deren Schatten an. Hat Agnes eine Pfote in einen von menschlicher Hand geführten Bindfaden verhakt, kann man durch Auf- und Abbewegen des Bindfadens diese Pfote fast marionettenhaft führen. Probiert man das Gleiche mit Annelie, macht sie es möglicherweise ein- oder zweimal mit, lässt dann aber den Bindfaden wieder los und probiert eine andere Taktik, um den Faden zu packen. Interessant ist übrigens noch, dass der Zeugungstermin der 10.06.2010 war - also 9 Tage vor dem Tod meiner Mucki. Wenn an der Reinkarnationshypothese was dran ist, dann stellt dieser Tatbestand die Haltung der katholischen Kirche schon etwas in Frage, was den Zeitpunkt des Eintritts der Seele in den Körper betrifft, finde ich... Doch das nur am Rande. Abschließend kann ich nur noch äußern, dass ich bereit bin, jeden erdenklichen Eid auf die Richtigkeit der oben geschilderten Ereignisse zu schwören, und zwei Zeuginnen dafür, dass ich den besagten Traum in genau dieser Form hatte, kann ich auch beibringen. Die eine ist die weiter oben bereits zitierte Sandra. Das Ganze ist einfach ein unglaublicher Hammer. Liebe Grüße, Euer qonas
Sorry: Gerade habe ich einen kleinen Tippfehler in meinem vorherigen Bericht gefunden. Der Tag, an dem ich den ungewöhnlichen Traum hatte, war nicht der 14.10., sondern der 14.08.2010. Nix für ungut, Euer qonas