Hallo Ihr Lieben,
Ich bin ganz neu auf diesem Forum und eure persönlichen Erfahrungen haben mich jetzt dazu bewegt, meine eigene Geschichte mit euch zu teilen.
Ich und mein Mann haben uns letztes Jahr an Weihnachten von unseren geliebten Kater Tiger verabschieden müssen. Noch immer habe ich mit diesem Verlust sehr zu kämpfen und obwohl wir noch unseren kleinen Schatz Mia haben, ist doch eine grosse Lücke in unserer kleinen Familie vorhanden.
Das letzte Jahr war für uns und ganz besonders für unseren Tiger kein einfaches Jahr. Im Januar hat er wegen Struvitsteine operiert werden müssen und während der OP bekamen wir den Anruf von unserem Tierarzt, dass die Chancen bei 50% liegen, dass er durchkommt. Der Tierarzt baute auf sein starkes Herz auf, dass er es schafft. Ich versuchte in diesen schweren Momenten positiv zu bleiben und glaubte ganz fest an ein gutes Ende. Dem war auch so und unser geliebter Batzi erholte sich sehr schnell von dieser OP. Um dass er solche Strapazen nie wieder mehr erleben musste, stellten wir sein Futter komplett um, und nach langem Ausprobieren fanden wir auch nach und nach seine Leibspeisen. Ich muss dazu erwähnen, dass unsere Mia dasselbe Futter bekam und sie davon nie Probleme bekam. Uns war für unsere Liebsten auch kein Geld zu schade. Aber der Mensch macht eben Fehler und ich las mir bis zur Ernährungsumstellung nie die Zusätze durch. Ich war froh ein passendes Futter für die Liebsten gefunden zu haben.
Ich weiß, ich schweife vom Thema ab, aber ich muss es mir irgendwie von der Seele reden. Die darauffolgenden Monate war unser Tiger wieder ganz der Alte. Voller Lebensfreude und extrem verschmust. Er hatte zwar schon immer die Angewohnheit zwischendurch zu spucken, aber mich wunderte das nicht wenn man Trockenfutter im Ganzen vertilgt. Natürlich beobachtete ich das, konnte aber keine Verhaltensänderung feststellen. Im Dezember nahm dann die Spuckerei extrem zu und wir beschlossen dann mit ihm unseren Tierarzt aufzusuchen. Dieser konnte bei der ersten Behandlung keine Auffälligkeiten feststellen und sah in ihm einen gesunden und glücklichen Kater.
Es wurde dann eine Blutprobe entnommen und wir warteten bis zum nächsten Tag auf das Ergebnis. Am 22.12.2021 wurde leider festgestellt, dass er extrem hohe Leberwerte hat und wir sofort zur Weiterbehandlung in die Praxis kommen sollen. Dort wurde ihm Antibiotika und etwas für den Magen verabreicht und er nahm diese Therapie gut an. Auf eine Röntgenaufnahme wurde verzichtet, da so laut des Arztes, man sowieso nichts erkennen kann. Im Nachhinein würde ich mir wünschen, auf diese Aufnahme bestanden zu haben. Wir waren dann am Donnerstag vor Heiligabend noch einmal beim Arzt und er bekam erneut Antibiotika. Unser Schnurli aß dann auch wieder vernünftig. Wir genossen dann einen schönen und entspannten Heiligabend mit unseren Miezen. Am Samstag begrüßte mich mein Tiger mit einem fröhlichen Sprung ins Bett mit der Aufforderung ihm etwas zum essen zu geben. Leider nahm er sein Frühstück nicht an und verkroch sich dann unters Bett. Dort verharrte er auch hauptsächlich bis Montag und ich ahnte nichts Gutes. Die Überlegung am 1.Weihnachstfeiertag den Tierarzt anzurufen, war da, aber nach Gesprächen mit meinem Mann entschlossen wir, dem Tierarzt ruhige Feiertage zu ermöglichen und hofften auf ein gutes Ende. Unser Tiger hasste zudem Tierarztbesuche und war immer leicht panisch. Der Gesundheitszustand verschlimmerte sich bis zum Montag rapide und ich hoffte auf eine Verbesserung durch Infusion. Leider konnte uns der Tierarzt nicht mehr helfen und wir beschlossen uns, ihn von seinem Leid zu erlösen. Im Nachgang, und mit halbwegs klaren Verstand kontaktiert ich den Tierarzt erneut um zu wissen ob man nicht doch anders hätte handeln können. Mich quälten Fragen, ob ich nicht doch hätte viel früher zum Arzt zur Vorsorge hätte gehen sollen und ob eine Behandlung am Wochenende nicht doch etwas verändert hätte usw. Fakt ist, dass der Arzt unserem Kater ein paar Tage mehr gegeben hätte, was natürlich auch nicht besser gewesen wäre. Ich bereue an diesem Punkt, dass ich ihm nicht schon früher erlöst habe. Ich bin bis zu seinem letzten Atemzug bei ihm gewesen und er ist friedlich eingeschlafen. Allen Tierliebhabern kann ich nur dazu raten, lieber zu oft zum Arzt zu gehen als zu wenig. Eine frühe Diagnose verhindert vielleicht das Schlimmste. Am nächsten Morgen nachdem unser Schatz die Erde verlassen hatte, erschien ein Regenbogen und ich wusste, er hat es geschafft und er ist jetzt wieder in seiner Besten Form. Das war für mich sehr tröstend.
Es war auch sehr trostspendend, dass ich in gewissen Momenten das Gefühl hatte, er ist noch da. Ich hörte ein Katzenscharren im Katzenklo, obwohl unsere Mia im anderen Raum war. Ein Miauen vernahm ich ein paar Tage nach seinem Tod. Ich hörte ihn sogar teilweise laufen. Unsere Mia hat seitdem sehr viele Wesenszüge von ihm angenommen und teilweise habe ich das Gefühl das zwei Seelen in Mia stecken. Als ich diese Zeilen verfasste, kam sie zu mir und kuschelte sich an mich heran, so wie es nur mein Tiger tat. Dennoch fehlt mir seine eigene Gestalt sehr und ich hoffe dass er in seinem vollkommenen Wesen wieder zu uns zurück findet. Ich habe mir immer gewünscht das er mindestens 20 Jahre alt wird. Leider hat er nur 11 Jahre und 8 Monate geschafft. Aber es waren sehr schöne Jahre und die Hoffnung auf Reinkarnation lässt mich in dieser Zeit leichter leben. Ich schaue zwischendurch Kleinanzeigen durch, aber leider war er noch nicht dabei. Mir ist es nicht so wichtig wann er kommt, sondern dass er wiederkommt. Leider war ich bisher zum Thema Tierkommunikation weniger erfolgreich. Mir fällt es schwer mich fallen zu lassen und meine Gedanken von den feinstofflichen Energien zu unterscheiden. Ich danke Euch für Eure Zeit und wünsche jedem Einzelnen alles Gute, viel Trost in schweren Zeiten und ich bin davon überzeugt, dass auch Euer Schatz bald wieder zu euch findet.
Liebe Grüße
Martina