Hallo!
Ich wollte hier mal die Gelegenheit nutzen und über meinen Kater zu schreiben, den ich bereits 2003 aus dem Tierheim geholt habe!!
Mein früherer Kater war ein halbes Jahr zuvor "einfach verschwunden"-ich vermute Katzenfänger oder noch schlimmeres (er wurde ein Jahr zuvor angeschossen)! Damit meine Katze nicht den ganzen Tag alleine ist hatte ich beschlossen einen Freund zu holen.
Er war schwer zu vermitteln, da er total scheu war und ausserdem ein Dauer-Tränen-Auge hatte.
Das erste was ich machte war ihm einen neuen Namen zu geben: aus "JAR-JAR Bings" (klingt irdendwie schwul wenn ich abends rufe:lol

wurde Francis!
Die ersten Wochen und Monate waren schwer...zwar verstand er sich einigermaßen mit meiner Katze aber sonst ließ er niemanden an sich heran. Er hatte, und hat es heute auch noch, panische Angst vor Plastiktüten-da kommen einem die wildesten Gedanken was ihm passiert ist! Er war ein Fundkater, niemand wußte mehr!! Nach Monaten konnte ich sein Vertrauen gewinnen und heute ist er der verschmuste Kater überhaupt. Er schläft in meinem Bett, kommt auf die Couch, sitzt vor der Dusche/Badewanne und wartet bis ich fertig bin, er nimmt sogar ohne zu meckern Tabletten wie Wurmkuren als Leckerli aus meiner Hand!! Er ist ein toller Kater und was ich gar nicht schlecht finde: er hat bis heute respekt und teilweise Angst vor andern Menschen. Leute die bei mir zu Besuch sind müssen eine Weile warten bis er rauskommt und sich blicken lässt. Und draussen lässt er sich nur von mir anfassen!!! Ich bin mir bei ihm sehr sicher, dass ihn keine Katzenfänger so einfach mitnehmen können.
Das tränende Auge war nach einiger Zeit auch verschwunden...der
Tierarzt meint es war was psychisches.
Das alles hat mir mal wieder gezeigt das sich Geduld auszahlt und ich gerade Tieren, die vermeindlich schwer zu vermitteln sind, immer wieder eine Chance geben würde!!
Wer hat noch Erfahrungen mit Tierheimkatzen???