Ich wusste gar nicht, dass du auch Tauben hast.

Sind das Tiere, die verletzt aufgefunden wurden?
Was sagen deine Katzen dazu? Hund und Katze klappt ja bei mir, aber Vögel sind wenn sie flattern doch als Beute eher in Gefahr.
Guten Morgen und allen Mamis einen schönen Muttertag.
Ich habe zur Zeit sechs Tauben in einer Außenvoliere.
Es fing 2013 mit Nelson an, den mein älterer Sohn vor unserem Haus verletzt fand. Ich denke, dass er eine ausgesetzte Brieftaube war, denn er sieht so aus und ist viel größer als die anderen. Nachdem klar war, dass er weder wieder fliegen können wird noch irgendwo hingebracht werden kann, haben wir ihn dann behalten.
Eine
Taube allein geht nicht, daher kam dann von einer Taubenhelferin aus München die am Mittleren Ring verletzt gefundene Elfi dazu.
Damit hatten wir zwei Tauben in einem großem Hasenstall, die dann mit oder ohne Kontakt zu den Katzen unter Aufsicht im Garten auch Auslauf hatten. Die Katzen haben sie schnell als Hausgenossen akzepiert und in Ruhe gelassen. So hätte es bleiben können...
Doch dann fand 2022 mein jüngeren Sohn eine weitere verletzte
Taube. Das war Silvy, die nicht nur einen steifen Flügel hatte, wie die anderen, sondern einen herunterhängenden und über ihre Federn stolperte. Außerdem hinkt sie. Die erste Tierärztin riet uns, sie einschläfern zu lassen, ich war kurz davor zuzustimmen. Mein Mann war dagegen. Die nächste (vogelkundige) Tierärztin schnitt wortlos, die Federn kurz, damit sie nicht mehr im Weg waren und zeigte mir, wie man die alten Federn von den frischen unterscheidet. Denn man darf natürlich nur die nicht mehr durchbluteten abschneiden. Seitdem hat Silvy keine Probleme mehr beim Laufen.
Kurz darauf las ich auf der Straße beim Bahnhof ein völlig abgemagertes Jungtier auf, dass noch dazu von einer Katze belagert wurde. Grisu piepste noch (total süß!) und ich habe ihn einfach nur gefüttert, bis er wieder stärker war und fliegen konnte. Natürlich konnte ich ihn dann nicht einfach zurück zum Bahnhof bringen... Und ich brauchte ja auch einen Mann für Silvy...

MEIN Mann bekam damit den Auftrag eine Voliere zu bauen, in der die Vögel sicher waren und wo wir auch die Taubenställe (Kaninchenställe) unterstellen konnten. Kaum war die Voliere fertig, bekamen wir von Freunden und Nachbarn noch Stella und Daisy gebracht. Beide hatten neurologische Probleme (Kopf verdrehen, nicht selbstständig fressen können) und wurden über den Winter teils durch Handfütterung mit Aufzuchtbrei, Erdnusshälften etc. am Leben gehalten. Stella musste ich vier Monate lang das Futter direkt in den Schnabel geben. Das ist sehr verbindend und herzerwärmend aber ich hoffe, dass ich nicht noch mal eine
Taube so aufwendig päppeln muss. Man muss sein ganzes Leben danach ausrichten. Seitdem habe ich höchsten Respekt vor Leuten, die wiederholt Tauben oder Wildtiere päppeln.
Stella und Daisy erscheinen jetzt gesund und können auch fliegen. Nur wenn sie gestresst werden verdrehen sie ganz leicht noch die Köpfchen. Sind also nicht zum Freiflug draußen geeignet. Den bekommt nur, stundenweise, Grisu, der ja gesund ist. Ich muß nur darauf achten, seine manchmal mitgebrachten Kumpels dann wieder raus zu schmeißen, denn, bei aller Liebe, noch mehr Tauben möchte ich nicht aufnehmen.

