ich brauche mal ne Info

Diskutiere ich brauche mal ne Info im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; der Unterschied von Züchter, Hobbyzüchter und Vermehrer ist welcher? Wenn vom Züchter 13 Wochen alte Kitten, mehrfach entwurmt und geimpft mit...
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #1
Maexi

Maexi

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der Unterschied von Züchter, Hobbyzüchter und Vermehrer ist welcher? Wenn vom
Züchter 13 Wochen alte Kitten, mehrfach entwurmt und geimpft mit Stammbaum 300€ kosten
das selbe vom Hobbyzüchter und Vermehrer?
Sehe ich das richtig, das der größte Teil der Züchter organisiert sind oder sein müssen? Kann man dann davon ausgehen, das Hobbyzüchter bessere Vermehrer sind?
Maexi
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #2
Ich kenne keinen Züchter, der Katzen hauptberuflich züchtet und davon leben kann. Also sind es Hobbyzüchter. Bei denen sind die Elterntiere auf alle gängigen Rassekrankheiten (auf die anderen sowieso) untersucht und er kennt sich mit Genetik aus. Die Kitten wurden auch vom Tierarzt untersucht und haben einen Stammbaum. Die Vereinszugehörigkeit sagt nicht automatisch was über die Qualität der Cattery aus. Und die (Hobby)Züchter haben mit einer Kätzin maximal 3 Würfe in 2 Jahren.

Dann gibt es noch die Vermehrer, die ohne Rücksicht auf Verluste lustig die Katzen verpaaren und sie billig auf den Markt schmeißen. Natürlich ohne Stammbaum und oft auch Rassemixe. Und die armen Mutterkatzen sind ohne Pause entweder schwanger oder sie ziehen gerade einen Wurf auf.
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #3
Danke Eva
im Grunde sind mir die Dinge bekannt. Woran ich immer hängen bleibe, sind Vermehrer und nun sagen wir mal Hobbyzüchter. Mir gehen 1000 Fragen durch den Kopf, eine davon wäre: wenn ich Katzen züchte, was bezweck ich damit? Was passiert nach zwei Jahren mit der Kätzin? Warum züchte ich mit einer Kätzin 3 mal in 2 Jahren? Was bin ich, wenn ich 6 Muttertiere habe, die auch noch alle trächtig sind? Ist das dann immer noch ein Hobby, oder schon mehr eine Berufung? In der heutigen Zeit ist es schwer geworden, seine Jungtiere an Frau/Mann zu bringen, vor allem, wenn Jungtiere jenseits von 600€ kosten sollen, von späteren Zuchtkatzen mal ganz abgesehen. Und wenn ich dann höre, es bleibt vom Verkauf des Tieres nichts über, dann muss man mir mal erklären, warum man diese ganzen Strapazen auf sich nimmt. Wenn ich als Züchter einen bestimmten Zweck verfolge, besteht dann nicht die Gefahr, das die Zucht auf Kosten der Katze und Jungtiere geht? Bestimmte Ressenmerkmale sind wichtig und werden bei einer Zucht bestimmt beachtet, was ist mit den Tieren, die diesen Standart nicht haben? Wie geschrieben 1000 Fragen, uch belass es bei diesen, übrigens meine aufrichtige Hochachtung für Deine Arbeit.
Maexi
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #4
@ Maexi

Also Sinn und Zweck eines Züchter ist es die Rasse im Typ und Charakter zu erhalten .
Ein seriöser Züchter macht KEIN Geld mit der Zucht und wenn mal was übrig
bleiben sollte , geht das meistens für Gentests oder neue Ausstattung weg .

Ich kenne auch keinen Züchter der so viele Verpaarungen auf einmal macht , den die
Kittenerziehung und die Kittenvermittlung nimmt sehr viel Zeit in anspruch .

Leider kommt es oft vor das die meisten Liebhaber eher bei VERMEHRERN kaufen , weil
diese Kätzchen da meist schon für 200 € angeboten werden .

Aber sind diese auch typvoll , verschmusst , sozialisiert und menschenbezogen ?
Wohl eher nicht , wenn Kitten mit ca. 10 Wochen abgegeben werden !

@ Warum züchte ich mit einer Kätzin 3 mal in 2 Jahren?

Damit ist nur gemeint , das der Verein vorgeschrieben hat , das der Züchter mit einer
Katze 3 Würfe in 2 Jahren haben darf . Allerdings macht das fast niemand , meistens hat jede
Katze 1 bis 1,5 Jahre Pause bis sie wieder werfen darf .

Was der Züchter mit dieser Katze macht , ist dem Züchter überlassen .
Die meisten Kastrieren diese Katzen , behalten diese selbst im bestand oder
vermittelt die Katze weiter .

Ich hoffe das ich dir mal etwas posetives aus der Züchterwelt übermitteln konnte .
Aber natürlich gibt es auch da SCHWARZE SCHARFE , sowie auch bei den Liebhabern !!!
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #5
Ist das dann immer noch ein Hobby, oder schon mehr eine Berufung?
Maexi, Du hast hier die richtigen Begriffe genannt, Hobby und zugleich Berufung sind es die einen seriösen Züchter ausmachen, denn sonst übernimmt man nicht die Kosten und auch Mühen die neben der Freude mit einer Zucht verbunden sind.

Was bin ich, wenn ich 6 Muttertiere habe, die auch noch alle trächtig sind?
gewiss kein kluger Züchter, denn mehr als zwei Würfe zu gleichen Zeit sollte man nicht planen, mehr ist in gewissenhafter Betreuung nicht schaffbar.
In der heutigen Zeit ist es schwer geworden, seine Jungtiere an Frau/Mann zu bringen, vor allem, wenn Jungtiere jenseits von 600€ kosten sollen, von späteren Zuchtkatzen mal ganz abgesehen. Und wenn ich dann höre, es bleibt vom Verkauf des Tieres nichts über, dann muss man mir mal erklären, warum man diese ganzen Strapazen auf sich nimmt.
das tut man wenn man die Zucht wirklich liebt, und auch das nötige Geld dafür hat.
Nimm z.B. einmal Pferdezüchter von denen es auch viele gibt, und bei weitem nicht jeder erfolgreiche Turniertiere hat, dort verstehen eigentlich die meisten Menschen, dass es sich um ein teures Hobby handelt.
Wenn ich als Züchter einen bestimmten Zweck verfolge, besteht dann nicht die Gefahr, das die Zucht auf Kosten der Katze und Jungtiere geht?
nicht bei gewissenhafter Zucht, denn es würde auch immer dem angestrebten Ziel schaden
Bestimmte Ressenmerkmale sind wichtig und werden bei einer Zucht bestimmt beachtet, was ist mit den Tieren, die diesen Standart nicht haben?
Es gibt viele Merkmale, die dem Standard nicht entsprechen, die aber nur kleine Schönheitsfehler sind, von einem Laien kaum zu erkennen, und solche Tiere werden als Liebhabertiere verkauft.
Solange es sich dabei nicht im gesundheitlich negative Merkmale handelt, ist das auch seriös
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #6
@ russian

das alles hast du gut beschrieben .
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #7
Hallo,

eine Hobbyzucht ist nunmal ein Hobby und jedes Hobby kostet Geld. Ein Hobbyzüchter der durch den Verkauf von Kitten seine Unkosten decken kann, Super, aber das klappt eigentlich nie.
 
  • ich brauche mal ne Info Beitrag #8
Hallo Maexi,
Russian hat schon viel geschrieben - aber ich will meinen Senf da noch mal beisteuern ;-)

Vorweg zu den Begriffen: Züchter als solcher ist nicht geschützt ... gemeint sind damit aber in der Regel die, die in einem Verein züchten und eben Papiere für ihre Kitten bekommen.
Der Vermehrer oder Schwarzzüchter, wird sich nun selbst nicht mit einem dieser Begriffe betiteln - also muss ein anderer her - so entstand der Begriff des Hobby-Züchters.
Sie suggerieren damit, dass sie es - im Gegensatz zu den Vereinszüchtern - ja nur als Hobby betreiben (also zum Spaß) und unterstellen gleichzeitig damit, dass Vereins-Züchter daran verdienen. Das in Verbindung mit dem Preisunterschied (beim 'Vermehrer und beim Vereins-Züchter) - und schupps ... der ahnungslose Käufer glaubt es.

wenn ich Katzen züchte, was bezweck ich damit?

Wir machen das aus Freude - einmal einfach aus purer Freude an den Katzen, aber auch aus der Freude an der Herausforderung. Betreibt man Katzenzucht ernsthaft, dann ist es ein unheimlich anspruchsvolles Hobbys.

Was passiert nach zwei Jahren mit der Kätzin?

Ich weiß jetzt nicht genau, was du mit den zwei Jahren meinst - vermutlich meinst nach dem man eine Zuchtkatze kastriert hat?
Der Zeitraum kann sehr unterschiedlich sein - ebenso, wie die Gründe aus denen einen Zuchtkatze kastriert wird. Ich habe z.B. eine Katze nach zwei Würfen kastriert, weil sie eine Wehenschwäche hatte (als Anfänger habe ich es leider nicht nach dem ersten Wurf gerafft - sonst hätte ich ihr den zweiten erspart). Sie blieb bis zu ihrem Lebensende als Kastratin bei uns.

Eine Katze habe ich dieses Jahr nach fünf Würfen - im Alter von 7 kastriert. Sie ist ebenfalls noch hier. Eine Katze wurde bei uns nach zwei Würfen kastriert, weil sie in der Aufzuchtsphase für unglaublichen Stress in der Gruppe gesorgt hat und sowas ist als Zuchtkatze unbrauchbar. Sie lebt ebenfalls als Kastratin hier. Zwei Katzen habe ich nach einem bzw. zwei Würfen kastriert, weil sie in beiden Fällen ebenfalls für helle Aufruhr in der Gruppe gesorgt haben, in einem Fall kam noch hinzu, dass die Katze nicht so vererbte, wie ich es mir vorgestellt habe. Beide waren auch nach ihrer Kastration in der Gruppe nicht verträglicher und so habe ich tolle Plätze bei Liebhabern für sie gefunden. (ich könnte diese Liste jetzt noch etwas fortsetzen - aber ich glaube, für das Prinzip reicht es ;-)

Was bin ich, wenn ich 6 Muttertiere habe, die auch noch alle trächtig sind?

--- ich würde jetzt sagen reichlich unklug ... sowas wird ein vernünftiger Züchter kaum machen.

Und wenn ich dann höre, es bleibt vom Verkauf des Tieres nichts über, dann muss man mir mal erklären, warum man diese ganzen Strapazen auf sich nimmt.

Weil es das schönste Hobby der Welt ist ... und Hobbys nun mal Geld kosten

Wenn ich als Züchter einen bestimmten Zweck verfolge, besteht dann nicht die Gefahr, das die Zucht auf Kosten der Katze und Jungtiere geht?

Nicht, wenn man sich darüber vorher im Klaren ist und über das benötigte finanzelle Polster verfügt. Wer allerdings glaubt, mit Harz IV könnte man ordentlich Katzen züchten .... dann geht das mal mächtig in die Buxe.

Bestimmte Ressenmerkmale sind wichtig und werden bei einer Zucht bestimmt beachtet, was ist mit den Tieren, die diesen Standart nicht haben?

Jedes Kitten sollte schon dem Standard mehr oder weniger entsprechen - aber nur ganz wenige in einem Wurf sind richtig gut. Nur die ganz wenigen, die richtig gut sind, haben das Potenzial in die Zucht zu gehen - oder zu bleiben. Die übrigen gehen an Liebhaber. Und die sehen i. R. nicht, ob der Ohrenstand jetzt etwas zu klein, oder die Augen etwas zu wenig rund oder ein Schwanz etwas zu lang ist. Ganz im Gegenteil - ich stell immer wieder fest, dass oft mal genau die Merkmale sind, die Liebhaber ganz klasse finden (z.B. die Geisterzeichnung bei Solid-Kitten) :eek:)

Grüße,
Nic
 
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