Um mal etwas zu diesem allgemein sehr diskutiertem Thema beizutragen:
Da ich momentan im Auslandssemester bin und mir für den Heimaturlaub durch meinen Zwischenmieter meine Wohnung nicht zur Verfügung stand, hatte ich beschlossen für die drei Wochen bei meinem Bruder einzuziehen. Schließlich besuche ich ihn sowieso regelmäßig.
Gut, es ist ein extremes Beispiel, da ich Nichtraucher bin und er nicht nur Kettenraucher, sondern auch eine der Personen ist, die im Winter die Heizung auf 5 stellen und von alleine nie auf den Gedanken kämen zu lüften.
Nach einigen Tagen musste ich mich nach einem anderen Schlafplatz umschauen, da die lähmenden Kopfschmerzen und das seltsame Gefühl auf meinen Schleimhäuten nicht mehr auszuhalten waren. Selbst wenn ich eine halbe Stunde lüftete half das nichts gegen das Nikotin, das in sämtlichen Möbeln und Klamotten hing. Wenn ich das Haus verließ fühlte ich mich erst nach einigen Stunden wieder besser, die Kopfschmerzen ließen nur ganz nach wenn ich den ganzen Tag unterwegs oder nur in seinem Schlafzimmer (ohne Internetempfang, also unzumutbar ;D )war. Nachdem ich meine Unterkunft gewechselt hatte ging es mir, wie vermutet, auch wieder besser.
Ich glaube dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere unterschiedlich empfindlich auf Rauch reagieren. Natürlich ist es auch eine Sache der Gewohnheit, aber einen kettenrauchenden Freund, der zu meiner Situation nur meinte ich würde mich schon dran gewöhnen, hätte ich wirklich gerne erschlagen..
Es ist im Endeffekt - wie auch beim Futter und Freigang - die Entscheidung des Besitzers.
Wenn das Tier jedoch merkliche Anzeichen gibt, dass es unter dem Rauch leidet (wie Niesen und Raum verlassen) und eben nicht selbst zum Raucher geworden ist, sollte das nicht so zu deuten sein wie jemand der bei der Partnerwahl einen Raucher ausschließen würde..? (Ich spreche hier von Tierquälerei, ja. So wie es die eine Katze ärgert an bestimmten Stellen berührt zu werden und der anderen total egal ist.)
Würde man da nicht wenigstens versuchen seinem Partner zuliebe aufzuhören oder eben doch aufzustehen um draußen oder vielleicht in einem sowieso Katzenfreien Zimmer zu rauchen..?
Die Suche einer geeigneten Wohnung ist meiner Meinung nach auch zumutbar, wenn man diese Angewohnheit nicht ablegen will. Dass ein Umzug doch teuer wäre verhöhnt nur die Tatsache dass das Rauchen ebenfalls viel kostet.. und der Tierarzt übrigens auch.
Ein gutes Gewissen dagegen ist unbezahlbar, oder nicht?
