Hallo,
bei meiner Frage dreht es sich um meine Katze "Perlchen".
Erst mal ein paar Grundinfos: Perlchen ist knapp über zwei Jahre alt, kastriert, kam im Alter von ca. 8 Wochen als halbwilder Tierschutzfall zu uns, ist freilebend geboren, wird bei uns jedoch als reine Hauskatze gehalten. Unser Haus hat 240 qm Wohnfläche (plus Keller, plus Dachboden), die den Katzen auch jederzeit frei zugänglich sind - Platz ist also genug da.
Perlchen versteht sich sehr gut mit unseren beiden kastrierten Katern und unserem Hund, ist kerngesund, verschmust und verspielt - sie hat allerdings schon im Babyalter ein paar "Allüren" entwickelt.
So macht sie ihr Häufchen z.B. grundsätzlich direkt VOR eines der im Haus befindlichen Katzenklos (insgesamt stehen vier zur Verfügung), niemals INS Klo. Zum Pinkeln jedoch benutzt sie brav die Toilette. Damit kann man recht gut leben, das stört uns also nicht weiter.
Auch sonst benimmt sie sich oft wie die "Prinzessin auf der Erbse", aber das macht ihren besonderen Charme aus.
Was jedoch zunehmend zum Problem wird: Perlchen hat einen regelrechten Tapetenfimmel. Sie zerkratzt im ganzen Haus die Wände, bis die Fetzen runterhängen. Sie hat keine bestimmte Lieblingsstelle, sondern wo es sie grad überkommt, hängt sie sich an die Wand und kratzt los. Das macht es schwierig, "erzieherisch" (z.B. mit einer Wasserspritze) einzugreifen, da ich sie in dem großen Haus ja nicht ständig beobachten kann.
Anfangs dachten wir, wir könnten der Sache begegnen, indem wir mit Sisal bespannte Kratzbretter an den Wänden befestigt haben - aber denkste, meine Perlie ist ja nicht dumm und kratzt jetzt halt direkt neben den Brettern die Tapete von der Wand
Um das noch mal zu verdeutlichen: Sie kratzt nicht nur "ein bisschen", so als ob sie ihre Krallen schärfen wollte - sie reißt und zupft so lange, bis die Fetzen runterhängen, die sie dann mit dem Maul noch weiter abreißt. Das ist ihr absolutes Lieblingsspiel.
Uns ist natürlich klar, dass sie als frei geborene Katze vermutlich ihr Leben lang einen gewissen Freiheitsdrang in sich tragen wird - man merkt das auch, sie nutzt jede sich ihr bietende Gelegenheit, um nach draußen zu entwischen. Und möglicherweise würde Freigang ja auch ihren Tapetenfimmel heilen ... aber da mir vor einigen Jahren eine Katze überfahren wurde, habe ich große Angst, sie rauszulassen.
Unser "großer" Kater ist Freigänger, er kennt sich mit Autos aus und um ihn mache ich mir keinerlei Sorgen, weil er sehr souverän ist und sich nicht in Panik versetzen lässt. Perlchen jedoch ist fremden Menschen gegenüber ausgesprochen scheu und rennt dann panisch los, ohne nach links und rechts zu schauen.
Habt ihr einen Rat für mich, wie wir diesen Tapetenfimmel auch ohne Freigang in den Griff bekommen können?