Ich würde euch gerne eine Geschichte aus meinem Bekanntenkreis erzählen, die mich sehr entsetzt und an dem Verstand von Tierheimbetreibern zweifeln lässt:
Eine Bekannte von mir (73) ist seit vielen Jahren Hundehalterin und körperlich fit. Ihr letzter Hund ist gestorben, so dass sie sich einen neuen aus dem Tierheim holen wollte. Dort hat sie sich einen siebenjährigen Hund angeschaut, der schon länger im Tierheim ist (ca. 2 Jahre). Er hat ihr so gut gefallen, vor allem, weil er schon so lange im Tierheim war. Außerdem lebte der Hund vorher ebenfalls bei einer Seniorin, die plötzlich verstorben war.
Das Tierheim lehnte meine Bekannte aber mit der Begründung ab, dass sie zu alt sei, um einen Tierheimhund aufzunehmen.
Das ist für mich total unverständlich. Wieso sind die Tierheimleute nicht froh, einen älteren Hund, der schon längere Zeit im Tierheim lebt, an eine erfahrene Halterin abgeben zu können?! Der Hund scheint ja nicht so leicht zu vermitteln sein, wahrscheinlich wegen seines Alters. Warum soll man mit 73 keinen siebenjährigen Hund mehr übernehmen dürfen?! Immerhin liegt man unter dem Durchschnittssterbealter. Und selbst wenn meine Bekannte in ein paar Jahren nicht mehr in der Lage sein sollte, einen Hund zu halten (was angesichts ihres familiären Rückhalts nicht passieren würde), dann hätte der Hund doch wenigstens ein paar schöne Jahre bei ihr. Wie lange behält ein Tierheim einen Hund, der sich nicht vermitteln lässt, bis er eingeschläfert wird?!
Dabei geht es zwar um einen Hund und nicht um eine Katze, aber es geht ja um das Prinzip, was dahinter steht. Was haltet ihr davon?