Hallo Odile,
an der Medikation von Amlodipin ändert sich mit dem Gewicht nichts, das ist davon unabhängig. Die Medikation richtet sich allein nach dem Blutdruck. Wenn der bei 160 liegt, ist es alles andere als überdosiert. Meine Gina haben wir auf 130 runtergeregelt und zwischen 2,9 und 4,2 kg hat sich an der Medikation nichts geändert. Die Unregelmäßigkeiten im Kotabsatz werden mit den Medikamenten nichts zu tun haben. Wie schon geschrieben, sie können mit der CNI selbst zu tun haben, mit schwankendem Wasserhaushalt, mit irgendeinem unerkannten Entzündungsprozess... wer weiß. Probier den Flohsamen doch mal aus, der sollte bei der Kotbeschaffenheit deutlich Abhilfe schaffen.
Ehrlich gesagt, ich habe in diesem Jahr zum allerersten Mal eine Phase gehabt, in der ich mit Gina erst nach 3 Monaten mal wieder zum Tierarzt hin bin. Ansonsten, gerade als es darum ging zu schauen, ob der Blutdruck stabil ist, waren wir auch jeden Monat da und je nachdem, welche aktuten Probleme noch vorlagen, umso häufiger. Die regelmäßige Kontrolle finde ich nicht schlimm. Es gilt da ja vieles im Auge zu behalten, insbesondere auch was das Zusammenwirken von allem anbelangt. Du kannst ja mal ansprechen, dass Du die Kontrollabstände nun gern etwas dehnen würdest.
Was Deine Frage zu SUC anbelangt, so schaue mal nach dem Link, den Tex und ich beide weiter oben eingestellt haben. Druck das mal aus oder schicks Deinem Tierarzt per Email zu und besprich das mal. Aber machs nicht auf eigene Faust. SUC kann durchaus helfen den Fortschritt der CNI zu verlangsamen, insbesondere kann es aber das Wohlbefinden der Miez deutlich steigern. Bei Gina habe ich diesen Eindruck ganz deutlich.
Was das Nierendiätfutter anbelangt: mein Tierarzt sagt, an der Ernährung muss man nicht unbedingt schrauben, solange Harnstoff und Kreatinin noch nur moderat erhöht sind (hier kommts ja auch immer auf die Kooperation des Tierchens an). Ein (alternativ) Phosphatbinder sollte nur zum Einsatz kommen, wenn Phosphat auch erhöht oder aber zumindest ziemlich in der Nähe des oberen Referenzbereichs angelangt ist. Gina bekommt aktuell immer noch ganz normales Futter (wird auch so bleiben, was anderes nimmt sie eh nicht), ich füttere sie aber so hochwertig wie möglich. Hochwertige Eiweiße sind wichtig, weil die Hauptarbeit dann vom Darm übernommen wird und weniger Giftstoffe an die Nieren gelangen.
Prinzipiell gilt bei der Fütterung: alles ist besser als gar nichts! Fehlende Futteraufnahme kann weitaus mehr Probleme provozieren als eine nicht ganz so gut geeignete Fütterung. Wann immer Gina Hilfe brauchte, damit sie nicht oder nicht so stark abbaut, bin ich sogar soweit gegangen, ihr laktosefreie Kaffeesahne (10%) zu geben, so viel, wie sie davon haben wollte.
Um ehrlich zu sein, nach dem, was Du von der TK berichtest, scheints mir nicht, als könntest Du den TÄ dort nicht vertrauen. Dass sie von Ernährung keine Ahnung haben und den Märchen der großen Futtermittelkonzerne vertrauen... das ist nichts neues, das gilt für die meisten Tierärzte. Das ist aber auch nicht der wichtigste Aspekt, denn um Fütterung kann man sich selbst kümmern (informieren). Wichtiger ist, dass sie ordentlich untersuchen und auch, wenn der Tierhalter das eigentlich nicht möchte, Kontrollen anberaumen, denn gerade bei solchen Erkrankungen kann zwischendurch viel verschütt gehen. Du solltest das mal in Ruhe mit dem Tierarzt besprechen, ob es nicht möglich ist, die Abstände auszuweiten, weil es für Daisy so viel Stress ist. Und Du solltest auch mit ihnen besprechen, was Du zuhause tun kannst (ggf. zB subkutane Infusionen selbst legen oder derartiges). Aber entziehe ihnen nicht Dein Vertrauen, nur weil sie sich kümmern.
Kommunikation ist ein ganz entscheidender Punkt im Verhältnis zwischen Tierhalter und Tierarzt. Der Tierhalter sollte alles fragen, was ihm auf dem Herzen liegt und sich über jeden Schritt informieren lassen. Was nicht verstanden wird --> nachfragen. Das ist nicht nur im Interesse des Tierchens, das dient auch dem besseren Verständnis des Tierhalters für die Entscheidungen des Tierarzts.
Liebe Grüße