Grundsätzlich müssen die Streuner, die schon kastriert wurden, irgendwie gekennzeichnet werden. Und da ist der kleine Cut ins Ohr ein durchaus gängiges Mittel, was dem Tier nicht schadet.
Deutschland hat inzwischen weit über 2 Millionen (geschätzt) wilde Katzen. Viele davon, weil irgendwelche Menschen ihre Gesellschaft leid hatten und sie ausgesetzt haben, nachdem sie sich vorher schon nicht um sie gekümmert haben. Sprich die Tiere sind selten geimpft, geschweige denn kastriert. Und dann kommen eben die ehrenamtlichen Tierschützer, die versuchen, das "Problem" noch irgendwie im Griff zu behalten. Die Tierärzte leisten hier wirklich auch viel Gutes, in dem sie sehr billig, teilweise sogar kostenfrei kastrieren, impfen und entwurmen.
Ich vermisse seit 20.02.2011 meinen Schmusekater Toni. Er ist kastriert, gechippt und sehr gepflegt. Trotzdem konnte er bis heute nicht aufgefunden werden, keine Info, einfach wie vom Erdboden verschluckt. Eine Garantie gibt es nicht, aber trotzdem sind alle meine Tiere gechippt! Denn nur so können sie bei Auffinden auch wieder zugeordnet werden. Zusätzlich ein Tattoo hilft gegebenenfalls, wenn das Tier überfahren wird. Denn die Bauhöfe, die die Tiere einsammeln, schauen, wenn überhaupt, bisher nur nach einem Tattoo. Da läuft man gegen Wände, wenn man für die Gemeinden Chip-Lesegeräte fordert.
Wir haben da noch viel, viel Arbeit, auch in Deutschland. Aber wichtig ist, dass die Streuner versorgt und kastriert werden - denn sie stecken auch die Freigänger an, wenn sie Krankheiten haben. Und anstatt die Tiere auszusetzen, sollte man immer nach einer Lösung suchen. Alle Tierschutzvereine werden irgendwie versuchen zu helfen....nur aussetzen ist immer die mieseste Lösung!