Das tut mir leid, dass du deinen Kater durch
FIP verloren hast

Bei mir sind auch 3 oder vier daran gestorben.
Allerdings habe ich noch nie davon gehört, dass es erblich ist. Könnte der
Tierarzt gemeint haben, dass Katzen aus bestimmten HAUSHALTEN anfälliger sind? Denn klar, wenn in einem Haushalt die
FIP krassiert, ist eine Katze in oder aus diesem Haushalt gefährdeter, als eine, die nicht mit kranken Tieren in Kontakt gekommen ist. Noch gefährlicher ist es, wenn eine Mutterkatze erkrankt oder FC-positiv ist und ihre schwachen Kitten damit infiziert - das ist aber keine Genetikfrage, sondern funktioniert in etwa wie HIV. Das hat man "zufällig" und überträgt es, wie Viren sich nunmal übertragen - die freuen sich über den zufälligen, schwachen Wirt und fertig.
Ein schwaches Immunsystem, bzw. die Empfänglichkeit für ein Virus könnte erblich sein (bei Menschen und HIV jedenfalls, wurde entdeckt, dass Kaukasen resistenter sind, als Farbige).
Aber, das ist gleichzeitig traurig und beruhigend, Feline Corona ist nicht gerade selten. Viel mehr Katzen haben es, als tatsächlich an
FIP erkranken. Stress, ein schwaches Immunsystem etc. begünstigen die
Mutation. Das heißt, wenn eine gesunde, robuste Katze mit dem Virus in Berührung kommt, ist die Wahrscheinlichkeit einer
Mutation nicht so groß, wie wenn ein schwaches Tier es sich einfängt. 100% ausschließen lässt sich das Risiko nie.
Allerdings weiß ich nicht, ob du aus dem Haushalt deiner Züchterin noch einmal eine Katze nehmen solltest. Er ist eindeutig kontaminiert. Bei einem Züchter leben viele Katzen auf engem Raum zusammen (alles relativ zu sehen!), und so spielen sie praktisch mit ihren Viren Pingpong. Gleiches Klo, gleicher Napf, gleiches Blut, das Risiko wäre mir da zu hoch.
Aber die Angst vor einer Krankheit sollte dich nicht daran hindern, ganz auf Katzen zu verzichten. Deine nächste Katze erkrankt vielleicht nicht an
FIP, sondern an Krebs. Oder hat einen Unfall. Oder erblindet. Es kann immer irgendetwas trauriges passieren, das ist im Leben leider so, aber noch trauriger ist es doch, aus Angst davor auch auf die vielen glücklichen Momente zu verzichten.