Unsere Suri haben wir aus ner ähnlichen Situation (monatelang allein, nur einmal am tag futter+kaklo saubermachen vom nachbarn) rausgeholt, sie kannte auch nichts ausser Wohnungen. Als wir den Balkon in der neuen Wohnung fertig hatten hat sie sich auch nicht rausgetraut. Über uns ist keine Wohnung mehr, d.h. der Balkon ist nach oben offen.
Sie sah original wie die Gallier bei Asterix aus: "Hilfe, der Himmel fällt mir auf den Kopf!"
Es hat ganz lang gedauert bis sie nicht mehr über den Boden kroch und anfing normal zu laufen. Noch länger bis sie sich getraut hat auf einen Stuhl, und dann nochmal Wochen bis sie sich getraut hat auf den Tisch zu springen.
Ich denke solche Tiere sind einfach so an Wohnungen und Decke überm Kopf gewöhnt das ihnen das Fehlen der Decke Angst macht. Sie hält sich nach wie vor am liebsten unter den Stühlen/Tisch auf und späht dann durch den 10 cm Spalt (ist natürlich auch abgenetzt).
Die Möglichkeit rauszugehen besteht ja, so wie ich das verstanden habe, dein Kater braucht einfach mehr Zeit.
Mit dem um 4 Uhr wecken bleibt euch nichts ausser ihn zu ignoriern, und das wird in diesem Fall bestimmt eine laaaaaange Lernphase.Hätte besser klappen können wenn ihr von anfang an nie um 4 reagiert hättet-aber hätte,wenn und aber nutzen ja nix. Jetzt sind gute Nerven gefragt. Wenn er ins Gesicht tatscht würd ich bestimmt "Nein" sagen (kein wort mehr!) und ihn wegschieben, ansonsten nicht reagiern, nicht aufstehn, stur liegenbleiben auch wenn ihr wach seid, schlafend stellen bis ihr normal aufstehn würdet. Vielleicht hilft es auch wenn ihr das ans Weckerklingeln koppelt, so das er lernt das der Wecker aufstehsignal ist.
Ich wünsche gute Nerven!
lg
Thylis und Suri