ich weiss ich bin nervig

, ...Du willst diesen kleinen Kater retten Bat, also musst Du auch bereit sein ihn zu behalten, ohne wenn und aber.
nein - du bist nicht nervig, vielleicht empfinde ich das ein bißchen vorwurfsvoll. Daher erkläre ich mal. Ich hatte anfangs keine Ahnung und wollte nur Rat, ob so ein Tier wirklich getötet werden "muss". Da bin ich eines Besseren belehrt worden.
Es ist nicht so, dass ich ihn um jeden Preis "retten" will. Sollte sich herausstellen, dass er kein lebenswertes und glückliches Leben haben kann oder Schmerzen hat, dann ist das etwas ganz anderes. Alles was ich will, ist dass er eine faire Chance erhält.
Ich vergleiche das jetzt mal mit einer Katze, die ich verletzt finde. Ich bringe sie zur Versorgung, ein Bein kann nicht gerettet werden. Jeder sagt, die kann auch gut mit drei Beinen leben, es wird eine Amputation durchgeführt und keiner will sie sofort einschläfern. Stimmt, oder? Das war bestimmt auch vor einigen Jahrzehnten anders. Muss ich diese Katze dann auch zwangsläufig aufnehmen, weil ich sie gerettet habe und sie vielleicht schwerer zu vermitteln ist als ein gesundes Katzenbaby?
Ich weiß, dass das eine Verantwortung ist sich um ein behindertes Tier zu kümmern, ich habe ein krankes Tier. Aber habe ich nicht dann irgendwie schon eine Verantwortung übernommen, als ich ihn aufgelesen habe? Ich habe mich auch noch nie vorher mit sowas beschäftigt. Zuallererst ist mir wichtig, dass er überhaupt eine Chance erhält. Nachdem ich mich mit der Erkrankung auseinander gesetzt habe und auch mit Leuten gesprochen habe, die da wirklich Erfahrung haben und selbst solche Tiere besitzen, weiß ich, dass es zumindest einen Versuch wert ist ihm die Chance zu geben. Und dass so kleine Tiere oft enorme Fortschritte machen. Aber ich finde er hat die Chance verdient zu zeigen, ob er es schafft. Und diese Chance sollte zumindest einen vernünftigen Zeitrahmen haben. Daher setze ich mich dafür ein, dass er nicht sofort abgeschrieben wird. Im Moment ist er bei seiner Mama und seinen Geschwistern, ausser ein bißchen Fürsorge, Kontrolle und Vitamingabe braucht er nicht viel mehr als die anderen Babys, die betreut werden.
Diese Zeit hat er einfach verdient. Wenn er später so leben kann, wie z.B. eine Katze, die nur drei Beine hat, dann ist das doch ok.
Klar bin ich emotional involviert, ist ja auch logisch und wenn ich mir hier vielleicht öffentlich Gedanken gemacht habe, ob ich ihn nehmen könnte, dann hängt das nicht davon ab, ob ich die Verantwortung übernehmen will, sondern ob ich die Möglichkeiten habe (eventuelle Zusammenführung mit meinen Katzen, Grad der verbleibenden Behinderung, Einschränkungen, Sicherheitsvorkehrungen). Falls das meine Möglichkeiten übersteigen sollte würde ich ihm kein Leben im Tierheim zumuten, sondern mich intensiv um eine Vermittlung kümmern, die bei diesen Tieren meistens überregional erfolgt. Die Kontakte dazu habe ich bereits.
Ich habe lernen dürfen, dass es viele Menschen gibt, die sich sehr liebevoll um solche Tiere kümmern und speziell solche Tiere aufnehmen.
Ich hoffe, dass damit alle Unklarheiten beseitigt sein sollten?