@admin: Sorry für's Thread-Kapern, wenn ihr der Meinung seid, dass der Post in einem eigenen Thread besser aufgehoben wäre, bitte einfach verschieben.
hatte die "stärkere" katze irgendwann mal hunger leiden müssen? also nicht nur kohldampf weil dosi zu lamh ist sondern hunger, weil es lang nix mehr gab. das sind nämlich dann sehr oft diese nimmersatt-raupen.
versuch mal, ihr so viel anzubieten, bis sie tatsächlich nicht mehr mag. wichtig: es muss immer was übrig sein. und wenn gekötzelt wird, wird gekötzelt. das macht sie nicht lange.
wenn sie sieht: aha, es ist immer noch was da, wenn ich fertig bin, entwickelt sie auch ein sättigungsgefühl.
Hallo,
da ich neu hier bin, vorweg eine kurze (Edit: ok, ist wohl doch länger geworden) Vorstellung:
Ich heiße Markus, meine Freundin Sabine und ich sind seit Mitte Mai im Besitz einer Katze.
Lexi kam im geschätzen Alter von 5-6 Monaten zu uns aus dem Tierheim, zusammen mit ihrer Schwester Ginny; beide waren Fundkatzen vom Rand einer Bundesstraße, beide ziemlich verhungert und dementsprechend unterentwickelt.
Im Tierheim waren beide noch geimpft, entwurmt und kastriert worden. Ausserdem hatten sie sich dort anscheinend
Giardien eingefangen, was dazu führte, dass Ginny schon mit einem Durchfall hier einzog, der dann innerhalb einer Woche so schlimm wurde, dass wir sie zum Tierarzt in Pflege geben mussten (1,3kg sind sehr wenig für eine 6 Monate alte Katze, die wg. Durchfall nichts bei sich behalten kann - beim
Tierarzt bekam sie Infusionen). Nach weiteren 2 Wochen musste sie dann eingeschläfert werden.
Lexi war bis dahin soweit fit, auf Anraten des
Tierarzt wurde sie (ohne vorherigen Test) ebenfalls auf
Giardien behandelt (mit Spartrix). Damit begann allerdings auch bei ihr der Durchfall, dazu hatte sie plötzlich ständig einen furchtbar aufgeblähten Bauch und hat ständig gepust. Blut- und Kotprobe (auch ELISA) waren negativ.
Gefüttert hatten wir beide am Anfang mit Cachet Select (morgens und abends je 100g) sowie Trockenfutter zur freien Verfügung, so waren sie das aus dem Tierheim gewöhnt; im
Tierheim hatten sie allerdings wohl Whisk*s Kitten-
Trockenfutter, bei uns gab's RC Kitten 36.
Mit den Durchfällen sind wir dann recht bald auf Animonda Integra Protect Intestinal umgestiegen, dazu gabs ab und zu RC und Hills Intestinal
Nassfutter und
Trockenfutter, welches wir vom
Tierarzt bekommen hatten. Da beide so abgemagert waren, haben wir auf Empfehlung des
Tierarzt die
Nassfutter-Menge auf 4x100g täglich und mehr erhöht (Zitat: "Dann bleibt hoffentlich was hängen"). Auch nachdem Ginny weg war, haben wir das für Lexi beibehalten, da sie ja dann ebenfalls den Durchfall hatte.
Damit begann das Drama.
Lexis Kot wurde dann zwar besser, war aber immer noch hell und breiig; als nach 3 Wochen keine Besserung eintrat und das Integra anfing ins Geld zu gehen, haben wir auf Rat der Katzenmami von Tierschutzverein auf Cachet High Premium Pute umgestellt. Ausserdem haben wir mal testhalber das
Trockenfutter weggelassen, da ich inzwischen den Verdacht hatte, dass dieses für die Blähungen verantwortlich ist. Ergebnis: Keine Blähungen mehr, aber dafür eine furchtbar hungrige Katze - auch, wenn wir ihr 5 oder 6 Schälchen am Tag hingestellt hatten, hat sie noch ständig gebettelt.
Zwischenzeitlich war der Kot auch mal halbwegs in Ordnung, zwar noch keine richtig festen Köttel, aber zumindest mittelbraune Farbe und einigermaßen geformt. Promt bekam die kleine Maus Schnupfen, dagegen Antibiotikum und davon natürlich wieder Durchfall...
Zur Darmsanierung haben wir Benedyn und danach Perenterol gegeben.
Nach vielen Stunden Lesen in diesem und anderen Katzenforen haben wir begonnen, auf hochwertiges Futter umzustellen.
[ich bin ja immer noch nicht ganz schlau, wie denn das Aldi-Futter so einzustufen ist - oft wird geschrieben, dass zumindest das Shah (Cachet Select-Vorgänger, wenn ich das richtig verstanden habe?) ein eigentlich ganz ordentliches Mittelklasse-Futter (gewesen) sei. Aber gilt das auch noch für Cachet Select?]
Also: Orijen
Trockenfutter, Grau und Mac's
Nassfutter bestellt und das Futter in einigen Tagen umgestellt. Nach der Umstellung haben wir erst mal ca. 60-80g Orijen sowie 4x50g Grau täglich gefüttert.
Das Ergebnis: Innerhalb weniger Tage wurde der Kot fast so, wie man ihn sich wünscht: Fest und dunkel. Allerdings war jetzt die Katze wieder ständig hungrig... also haben wir zuerst die
Trockenfutter-Menge erhöht. Nun war die Katze zwar nicht mehr hungrig, hat sich aber bis zum Anschlag mit
Trockenfutter vollgestopft und musste mehrmals täglich würgen (ohne Erbrechen). Ausserdem war sie dann so vollgefressen, dass sie den ganzen Tag nur noch lethargisch herumgelegen ist und auch Bauchschmerzen zu haben schien.
Also haben wir das
Trockenfutter endgültig gestrichen (naja, zumindest steht nicht mehr ständig ein Napf herum; ab und zu für Jagdspielchen gibt es noch ein paar Brocken, und wenn wir mal tagsüber nicht da sind werden auch so 20g hingestellt). Dafür gab es jetzt 3-4x täglich 100g Grau oder Mac's
Nassfutter - aber dass macht die Kleine noch lange nicht satt, ständig wird gebettelt und miaut.
In der Zwischenzeit (vor einer Woche) ist bei uns ein kleiner Kater (12 Wochen) eingezogen. Spot ist ein ganz unkomplizierter Esser, er frisst wenn es was gibt und hört auf wenn er satt ist. Allerdings hat er sich von Lexi sehr schnell die Essensbettelei abgeschaut, jetzt stehen halt beide da und maunzen mir die Ohren voll (wobei ich glaube, dass es bei Spot eher ein Spiel ist - wenn dann nicht auf Anhieb was gibt, wird es ihm schnell zu blöd und er zieht wieder ab oder fällt über Lexi her). Jedenfalls haut er zwar auch ordentlich rein, es macht ihm aber auch nichts aus was stehen zu lassen, und er bleibt trotzdem mächtig agil. Ach ja, kastriert ist er noch nicht, da ist noch nix zum Kastrieren.
Da man ja immer wieder liesst, dass Kitten fressen dürfen, soviel sie wollen, haben wir am vergangenen Wochenende begonnen, die festen Fütterungszeiten und -mengen durch All-You-Can-Eat zu ersetzen. So haben wir dann gestern 1200g Mac's an die beiden Katzen verfüttert, wobei Lexi sicherlich mindestens 2/3 davon gefressen hat - schonmal 250g zum Frühstück, und dann Mittags nochmal 250-300g.
So sah sie dann auch aus - von oben betrachtet hatte sie die Form eines Flugzeugträgers, von der Seite sah sie aus als hätte sie einen Handball verschluckt. Nachdem Spot sie nicht in Ruhe lassen wollte (der kleine Rabauke bamst sich immer an sie ran, fängt an ihr den Kopf zu putzen, nur um sie dann irgendwann ins Ohr zu zicken), hat sie sich dann für etliche Stunden in den Keller verzogen und lag dort im hintersten Eck, ausgestreckt, schwer und schnell atmend, und hat versucht den Handball zu verdauen. Besonders viel Bewegung war dann auch nicht mehr angesagt.
Auch heute früh haben 400g für zwei Katzen nicht gereicht, nachdem die zweite Dose offen war hat Lexi sich davon sicherlich nochmal 100g eingepfiffen - Spot hat nur ein kleines bisschen genascht, vermutlich eher aus Neugier.
Und jetzt liegt Lexi schon wieder mit so einem Handballbauch herum und verdaut sichtlich schwer. Insgesamt sind schon wieder innerhalb von 4h ca. 700g weggegangen (ok, bei der nächsten Bestellung nehm ich die 800g-Dosen).
Der Kot ist immer noch meistens fest, allerdings kommen jetzt wieder ziemlich dicke Würste; und heute Morgen kam auch noch eine Portion wieder etwas breiiger nach (etwa die Konsistenz und Farbe von Mousse au Chocolat).
@Stulle: hast Du das schon mal praktiziert? Wie lange dauert es, bis die Katze das Sättigungsgefühl entwickelt? Und: wie und wann stelle ich dann wieder auf feste Fütterungszeiten um?
Ich verstehe ja, dass sie von der Zeit auf der Straße ein Hungertrauma hat, und einiges nachzuholen hat sie auch (1,8kg sind für eine 8 Monate alte Katze immer noch sauwenig), also habe ich auch keine Angst, dass sie übergewichtig werden könnte; aber wenn man sie lässt, stopft sie sich immer so voll, dass ich Angst habe, dass sie bald platzt, und das kann ja auch nicht so sonderlich gesund sein, oder?
Ring frei zur Diskussion -
liebe Grüße,
µ.