Hallo ihr Lieben!
Ich wünsche mir hier evt. Jemanden zu finden, der mir weiterhelfen kann oder evt. Erfahrungen mit folgendem Problem hat. Verzeiht, wenn ich erstmal ein wenig aushole um meinen Findling vor zu stellen:-D
Letzte Woche Montag ist mir eine Katze zugelaufen. Völlig ausgehungert, fürchterlich gestunken, dreckiges, verfilztes Fell. Habe ihr erstmal ein wenig Nassfutter angeboten und gemerkt, dass die arme ihren Kiefer nicht auf bekommt. Also ab mit ihr zum Tierarzt. Man bemerke, dass ich bei meinen Eltern zu Besuch war (wohnen ca. 50km entfernt) und wir zu der Tierärztin meiner Eltern fuhren. Die war völlig entsetzt. Die "Kleine" war völlig ausgehungert (wog nur noch 2kg), ausgetrocknet, völlig vermilbt, verfloht, verwurmt. Natürlich weder gechipt, noch tätoowiert und in der Gegend ist auch keine Katze vermisst gemeldet. Sie wurde untersucht und die Ärztin stellte fest, dass Leonie (wie wir sie später tauften - Leonie Löwenherz - die kleine Kämpferin), den Kiefer verdrahtet hatte und deswegen nicht aufbekam. Und zwar bereits solange verdrahtet, dass mitterweile alles verwachsen und verknorpelt war, sodass es unmöglich war, den Draht ohne Vollnarkose zu entfernen. Wir bekamen Peppelnahrung mit und eine 1ml Spritze (mehr passte nicht ins Mäulchen) und haben Leonie dann erstmal eine Woche lang aufgepeppelt, entfloht, entfilzt, gewaschen, was sie alles freudig und geduldig annahm. Dankbar, dass sie endlich sauber und satt war und ein warmes Plätzchen im Trockenen hat. Am Montag kam dann endlich der scheiß Draht raus. Meine Tierärztin hat alles so gedeichselt, dass der Tierschutz die kompletten Kosten für OP und Kastration übernahm. Es stellte sich heraus, dass die Kleine anders wie bisher vermutet wohl schon eineinhalb Jahre alt ist und zu unserem Entsetzen auch schon geworfen hat. Wenn sie dann schon verdrahtet war, haben die Jungen mit Sicherheit nicht überlebt.
Das Schreckliche ist allerdings, dass Leonie eine Kiefersperre hat und an den Seiten alles verknorpelt und verwachsen ist. Zu unserer Entlastung schafft sie es zwar püriertes Nassfutter aufzunehmen, sie bekommt allerdings nicht mal ihre Zunge richtig raus, was zur Folge hat, dass sie nach dem Fressen von Kopf bis Fuß voller Fressen hängt und das komplette Zimmer versaut ist. Sie kann sich nicht selber sauber machen. Diesen enormen Aufwand können wir auf Dauer nicht gewährleisten, da mein freund und ich beide berufstätig sind. Ich habe jetzt erstmal drei Wochen Krankenschein, da ich morgen selbst operiert werde.
Meine Tierärztin meint, dass man sonst nichts machen könnte, außer den Kiefer erneut brechen und da seien die Erfolgschancen sehr gering. Die Tierärztin meiner Eltern sprach davon, ein Stück aus dem Gelenk zu entfernen, damit sie wenigstens ihr Mäulchen aufbekommt, dann könne sie zwar nie mehr richtig zubeißen, aber wenigstens breiige Nahrung zu sich nehmen und sich putzen. Ich bin völlig ratlos. Aber man merkt dem Tier an, dass sie leben möchte. Ich würde alles, was in meiner Macht steht auf mich nehmen, um ihr zu helfen.
Hat Jemand von euch evt. Erfahrungen mit Kiefersperre bei Katzen und kann mit Ratschläge geben? Wäre euch sehr dankbar.
Liebe Grüße
eine verzweifelte Katzenmama