Was das frühe Entwöhnen betrifft, hier einmal ein Auszug aus einem WWF-Essay:
Im Alter von etwa drei Monaten beginnen die Jungen, mit ihrer Mutter umherzuziehen. Allmählich lernen sie von ihr die verschiedenen Beutetiere und Jagdtechniken kennen.
Im Alter von etwa sechs Monaten sind die Jungkatzen in der Lage, sich selbstständig durchzuschlagen.
Komplett zu lesen bei:
http://www.markuskappeler.ch/tex/texs2/wildkatze4.html
Zur Erklärung: im Alter von drei Monaten beginnen sie umherzuziehen = mit 12 Wochen sind sie in der Lage, erkunden zu gehen.
Von diesem Tier stammen unsere ab. und egal, wie stark der Mensch durch Züchtung eingegriffen hat, die Gene bleiben. Und die Instinkte auch. Und die Entwicklung eines Lebewesens ist sowohl genetisch als auch instinktiv verankert. Davon abgesehen, wäre das der einzige Fall, bei dem Laufe der Domestikation die Entwicklung beschleunigt worden wäre! In Obhut des Menschen verlangsamt sich über Millinen von Generationen die Entwicklung eher!
Was die Inzucht betrifft: ja, sie kommt in allen Züchtungen je nach Rassen unterschiedlich häufig vor. Und warum? Weil man einerseits den nötigen
Rassestandard bestmöglich erhalten will (positiv), weil man den
Rassestandard versucht, noch besser zu machen (nicht um jeden preis positiv, siehe Persernasen) und weil es oft genug zu wenig reine, gesunde und dem Standard entsprechende Vererber gibt (negativ).
Und warum ist letzteres so? Weil es in vielen Fällen zu viele Interessenten an der Rasse, zu viele Hobby-Vermehrer, aber zu wenig seriöse und anerkannte ECHTE Züchter gibt.
Ich werde schon wahnsinnig, wenn ich von
Chinchilla-Hobbyvermehrern erfahre! Die finden sich dann irgendwann zum Großteil in den Tierheimen! Ein Billigtier wieder abzugeben fällt nämlich viel leichter, als eine teure Rassekatze abzuschieben.
Argumentationen wie Monas, die eigentlich keine richtigen und belegbaren sind, das sind die Argumentationen, die Leute suchen, die zwar was schönes wollen, aber kein Geld dafür ausgeben möchten. Status ja, Invest nein.
Da es in diesem Fall um Lebewesen geht, nicht um Autos, finde ich diese Ansicht sehr einseitig und unverantwortlich.
Mag ja sein, dass man keinen Stammbaum braucht. Aber wenn man keinen Stammbaum braucht, warum geht man dann icht direkt über LOS ins nächste Tierheim? Da sitzen lauter Stammbaumlose! Aber die SIND geimpft, entwurmt und da wird darauf geachtet, wo sie hinkommen!
Als nächstes fragt noch einer nach nem Billigkind...