• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle

Diskutiere Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle im Sonstige Erkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebes Forum, ich war zu Weihnachten bei meiner Familie, dort wohnt eine Epi-Katze...er ist ein wirklich Lieber, alles war eigentlich in...
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #1
Anay

Anay

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Hallo liebes Forum,

ich war zu Weihnachten bei meiner Familie, dort wohnt eine Epi-Katze...er ist ein wirklich Lieber, alles war eigentlich in Ordnung, Anfälle nur alle zwei Wochen. Ansonsten, war er immer fit.
Da der Kater kurz vor meiner Ankunft einen Anfall hatte, wollte meine Mutter auf Grund seiner herausgerissenen und entzündeten Krallen unbedingt zum Arzt. Die beiden fuhren los - alles schien ok, bis die Ärztin ihm an den Hinterlauf fasste, er schrie, laut Erzählung meiner Mutter, ganz ganz schlimm, und kaum behandelbar dadurch.

Er bekam trotzdem Metacam und Antibiotika mit.

Danach fing es an - die Anfälle häuften sich, 2-3 am Tag, in Abständen von 7-10 Stunden...heute sogar innerhalb 4 Stunden 2 Anfälle...
Zum ersten Mal bekam ich mit dem Kater alleine einen Anfall mit, es war grausig, ich hatte solche Angst um ihn, heulte Rotz und Wasser, hatte Angst, dass er mir wegstirbt...es ist so schlimm...

Und das Ganz muss er so oft durchleben...

Bisher wurde nur mit Homöopathie behandelt, es wird gesagt, dass er wohl an primärer Epilepsie leidet, verursacht durch einen Gendefekt.

Aber wie kann das sein, dass der kleine Fritz innerhalb kürzester Zeit so viel mehr leidet, die Anfälle sich ver 10-fachen....was kann man tun, bis auf die chemischen Hämmer, die auch den Charakter beeinflussen...

Es wäre so schön, wenn wir ihm irgendwie helfen könnten...dieses Weihnachten stand für ihn unter so einem schlechten Stern...wir leiden alle mit ihm und die Hilflosigkeit schmerzt...
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #2
Also ich konnte mit den Luminaletten keine Charakterbeeinflussung sehr wohl aber eine Steigerung der Lebensqualität feststellen.
Wenn die Homöopathie offensichtlich nicht greift, solltet ihr dem Kater zuliebe zu den Mitteln der Schulmedizin greifen. Denn solche Anfälle kosten sehr viel Kraft.
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #3
Das war auch die nächste Überlegung, wir konnten nur noch kein Arzt auffinden, der sich mit der Thematik näher befasst hat...


Wir dachten auch schon an die Schmerzmittel oder Antibiotika, zwecks Vertragen..

Man merkt ja richtig, wie anstrengend das Ganze für den Körper ist...

Meine Mutter hat total Angst vor der Wesensänderung...sie kann sich noch nicht so ganz darauf einlassen, dass dies vielleicht dann doch nicht der Fall sein wird, besser gesagt, sie möchte zuerst die Alternativen durchforsten..
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #4
also ganz ehrlich, bei mehren Anfällen pro Tag hätte ich mehr Angst, dass er wirklich mal nicht "zurückkommt" aus eine Anfall oder eine Wesensänderung durch die häufigen Anfälle eintritt.
Ganz davon abgesehen, dass er vermutlich dauernd Schmerzen hat, weil die ja kaum abklingen bis zum nächsten Anfall und dann mit Metacam vollpumpen ist wesentlich schlimmer als ein schulmedizinisches Medikament gegen die Anfälle zu verwenden.
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #5
Und was sollen AB und Metacam dabei bringen? Metacam werden meine Katzen nie bekommen, es ist bekannt dafür, dass es die Nieren schädigt.

So wie es sich liest, wollt ihr das Tier mit aller Gewalt kaputt machen :sad:

Es ist euch hoffentlich bekannt, dass der Kater in einen Daueranfall fallen kann? Dann bleibt nur noch einschläfern, aus so einem Anfall kann man sie nicht mehr zurückholen.
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #6
Ich habe auch einen Epi-Kater und er nimmt jetzt schon fast 2 Jahre seine Tabletten. Eine Wesensänderung habe ich nicht fest gestellt. Schlimmer war es, wenn er Anfälle hatte. Außerdem können bei den Anfällen, Gehirnschädigungen auftreten. Da finde ich, sind die Tabletten das kleinere Übel.

Mein Tierarzt hat einen 20jährigen Kater in der Praxis der schon seit ganz langer Zeit Luminaletten bekommt und super damit lebt.

Es dauert zwar ein bißchen, bis die Katze eingestellt ist, aber das bekommt man gut in den Griff.

Hier geht es ja um Lebensqualität
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #7
Und was sollen AB und Metacam dabei bringen? Metacam werden meine Katzen nie bekommen, es ist bekannt dafür, dass es die Nieren schädigt.

So wie es sich liest, wollt ihr das Tier mit aller Gewalt kaputt machen :sad:

Es ist euch hoffentlich bekannt, dass der Kater in einen Daueranfall fallen kann? Dann bleibt nur noch einschläfern, aus so einem Anfall kann man sie nicht mehr zurückholen.


Nein, wir wollen das Tier nicht kaputt machen, bitte unterstelle uns das nicht - gerade ich handle von 360km Entfernung und erkundige mich, was man tun kann - da es bisher einfach nicht so weit kam und alles ok schien. Wenn es sich ruckartig so verschlimmert ist man natürlich erstmal überfordert - und gerade da die vermehrten Anfälle nach dem Tierarztbesuch auftauchten, wollen wir nicht wieder direkt zum Arzt.

Metacam habe ich meiner Mutter ausgeredet, auch meine bekommen das auf Grund der Nebenwirkungen nie. Die Antibiotika wollte sie weitergeben, da sich der Hinterlauf so sehr entzündet hat. Heute klappert sie jetzt Heilpraktikerinnen ab, bespricht aber parallel mit der Tierärztin das weitere Vorgehen. (Sie selbst kann ja nicht einfach die Tabletten kaufen und dosieren wie sie will) ...

...das Problem ist eben, dass sie in ihrer Gegend keinen Tierarzt gefunden hat, der Ahnung beweist.

...aber was mir echt weh tut, dass Du sagst, dass wir das Tier kaputt machen wollen - da kommen mir die Tränen in die Augen, ich versuche hier gerade alles zu durchforsten, wir haben 24 Stunden auf den Kleinen aufgepasst, Metacam und Antibiotika recherschiert. Bitte sag sowas nicht!

Ich habe auch einen Epi-Kater und er nimmt jetzt schon fast 2 Jahre seine Tabletten. Eine Wesensänderung habe ich nicht fest gestellt. Schlimmer war es, wenn er Anfälle hatte. Außerdem können bei den Anfällen, Gehirnschädigungen auftreten. Da finde ich, sind die Tabletten das kleinere Übel.

Mein Tierarzt hat einen 20jährigen Kater in der Praxis der schon seit ganz langer Zeit Luminaletten bekommt und super damit lebt.

Es dauert zwar ein bißchen, bis die Katze eingestellt ist, aber das bekommt man gut in den Griff.

Hier geht es ja um Lebensqualität

Danke für die Antwort - ich leite meiner Mutter die Erfahrungen mit den Lumitabletten weiter.

Ich selbst würde den Kater wohl jetzt im akuten Zustand auch so behandeln.

Wie ist es eigentlich mit der Ursachenforschung, man sagt ja, dass primäre Epilepsie nicht so häufig wie die sekundäre Auftritt, bisher wurde ja primäre vermutet. Als kleiner Kater ist er wohl auch vom "Schopf" der Aufzuchtsfamilie gefallen- eine Erklärung wäre noch, dass er davon einen Gehirnschaden bekommen hat und dadurch die Epilepsie zu stande kam...
 
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  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #8
Hallo Anay,

ich würde bei dem behandelnden Tierarzt gegebenenfalls auch eine Behandlung mit Ronaxan (Doxycyclin aus der Gruppe der Tetracycline, ein Antibiotikum mit sehr breitem Wirkungsspektrum und guter Organverträglichkeit) ansprechen. Wir haben damit auch bei Katzen mit epileptiformen Anfällen bisher viele positive Erfahrungen gemacht.


Grüße
Melissa
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #9
Meine Mutter hat total Angst vor der Wesensänderung...sie kann sich noch nicht so ganz darauf einlassen, dass dies vielleicht dann doch nicht der Fall sein wird, besser gesagt, sie möchte zuerst die Alternativen durchforsten..

eine Wesensveränderung ist eher zu befürchten, wenn die Anfälle weiter anhalten, und es besteht sogar Lebensgefahr.
Eine Epilepsie ist nicht homöopathisch behandelbar, aber unzählige betroffene Katzen leben sehr gut wenn sie mit den üblichen Barbituraten behandelt werden, nur muss der Tierarzt etwas Ahnung haben, denn man muss sich an die Dosis herantasten, die das Tier anfallsfrei hält.

Schmerzmittel oder AB sind bei Epilepsie wenig hilfreich, es geht darum die Häufigkeit und Stärke der Anfälle zu reduzieren.

Was man aber wissen muss, ist das Barbiturate, die ja bei Epilepsie durch die dauerhafte stundengenaue Eingabe in relativ hoher Dosis verabreicht werden auf die Dauer die Leber belasten, alle epilepsiekranken Tiere gehören deshalb in eine konstante Leberüberwachung
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #10
Danke für die Antworten - das Antibiotika wurde aufgrund der entzündeten Hinterläufe gegeben, da er damit ja auch ins Katzenklo etc. geht. Allerdings wusste die Ärztin wohl nicht so genau, dass das Mittel bei Epi-Katzen weitere Vorfälle hervorrufen kann. (Habe ich jetzt durch Internetsuche herausgefunden)
Da vertraut man dem Arzt und wird dann so enttäuscht.
Ich habe auch schon im Tierarztbereich eine Suche gestartet, vielleicht kennt ja wer einen Arzt mit Ahnung.
Am Montag kommt zusätzlich noch eine Tierheilpraktikerin direkt nach Hause.

Natürlich ist es für mich nicht ganz einfach, das alles auf 360km weiter zu reichen, vor allem nicht, da ich ihn ja jetzt nicht mehr sehe - die Entscheidungen liegen dann doch immernoch beim Frauchen.
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #11
Ich habe auch schon im Tierarztbereich eine Suche gestartet, vielleicht kennt ja wer einen Arzt mit Ahnung.

in welchem Ort lebt der Kater?. dann könnten wir vielleicht bei der Tierarzt Suche helfen
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #12
PLZ Bereich 7 wäre am sinnigsten. Rund um die Karlsruher Gegend. Zu lange darf es ja auch nicht sein, der letzte Besuch hat dem kleinen ja ganz schön zugesetzt....
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #13
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #14
Ah ok, ich kannte bisher nur die andere Tierklinik in Karlsruhe auf der Kaiserallee, da bin ich mal hin, als ich mit Mizu einen Notfall hatte. Von der anderen Klinik habe ich noch nicht viel gehört.
Ich gebe die Adressen meine Mutter weiter.

Hofheim muss ich mal googeln, wie weit die weg ist. Davon haben wir auch noch nie gehört...Ärzte gibt es ja wirklich viele, die Frage ist dann nur immer, welcher in welchem Bereich spezialisiert ist, und wie er behandelt...

Dank Dir!
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #15
Ärzte gibt es ja wirklich viele, die Frage ist dann nur immer, welcher in welchem Bereich spezialisiert ist, und wie er behandelt...

Eine Klinik sollte alle Bereich abdecken, wobei Hofheim die Spezialisten im Bereich der Onkologie hat.
Aber Dr. Eberhard scheint sich auch in Epilepsie gut auszukennen
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #16
Ich habe jetzt mal die Entfernung nach Hofheim angeschaut, da kommt wohl eher die Tier-Klinik in Karlsruhe in Frage. 160km kann man dem Kleinen kaum zumuten, da er sehr stressanfällig ist.
Schade - aber man kann leider nicht alles haben. Ich leite die Adresse weiter und hoffe, dass es bald Besserung gibt!
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #17
Kleine Aktualisierung:

Die plötzliche Häufung der Anfälle kam von den Antibiotika....die Tierärzte haben einfach Mist gebaut...trotz des Wissens, dass es ein Epi-Kater ist. Der Kleine ist jetzt auch seit 4 Tagen wieder komplett Anfallsfrei und heute war eine Tierheilpraktikerin da. Sie wird jetzt ein "Medikamenten-Programm" entwerfen...

Bin ich froh, dass es dem Kleinen besser geht! Und danke auch hier für das Feedack!
 
  • Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle Beitrag #18
Hallo :) ,
mein Name ist Fabienne und ich bin 15 Jahre alt .
Meine Katze hat schon seit fast 2 Jahren Epilepsie und sie ist 5 Jahre alt .
Ihre Epilepsie ist laut Arzt angeboren und bekommt Tabletten.
Während ihres Anfalles wird sie immer herumgeschleudert , speichelt und uriniert .
Aber ihre Anfälle haben sich deutlich vermindert nachdem sie die Tabletten bekommt .
Man muss aber die bestimme Dosis finden für seine Katze.

Meine bekommt :

Morgens : Eine halbe LUMINALETTE ( sind für Hunde weil es für Katzen keine Medikamente gibt )
und dazu eine viertelte LEVETIRACETAM AUROBINDO ( für Menschen )

Das gleiche bekommt sie Mittags

und Abends bekommt sie auch eine viertelte von den LEVETIRACETAM und eine ganze LUMINALETTE.

Wir geben sie ihr meistens mit ihren Lieblingssticks :)

Und wenn das nicht funktioniert dann verarbeiten wir ihre Tabletten zu Pulver und schmieren ihr es mit Sahne auf das Fell :)

Mit dieser Dosis geht es ihr richtig richtig gut , sie ist wieder wie früher :)

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

Bei weiteren Fragen melde dich bei mir :

[email protected] (doofer E-Mail Name :D )
 
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Epilepsie, schlagartige Häufung der Anfälle

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