Hallo lili_leon!
Deine Situations-Beschreibung kommt mir reichlich bekannt vor.
Wenn Leon am Kratzbaum ist, lass ihn besser ganz in Ruhe! Ich hatte auch mal einen Kater, dem durfte man nicht zu nahe kommen, wenn er "bei der Arbeit" war.
Das Getrampel auf der Bettdecke, bis der darunter Kuschelnde verschwindet, ist bei uns dasselbe. Das müssen die unter sich ausmachen. Ich finds nur immer schade, wenn meine "Wärmflasche" abhaut und niemand nachrückt...
Ich habe in meinem schlauen Buch gelesen, dass bei mehreren Katzen jede ihren eigenen Futternapf bekommen soll. Ich habe vorher auch bequem einen großen Teller gefüllt, aus dem sich alle bedienten. Bei uns bekommt jeder sogar seinen eigenen Trockenfutter-Napf (das darf ich nämlich nicht permanent anbieten, nur als kleinen Snack zwischendurch).
Wasser habe ich auch an zwei Stellen in der Wohnung verteilt, fernab vom Futter. Auch die Futternäpfe stehen nicht nebeneinander, sondern jeder isst in Ruhe für sich.
Auch die Katzenklos nicht nebeneinander, sondern getrennt aufstellen. Und zwar so entfernt voneinander, dass keiner den anderen auf dem Weg zum Klo behindern kann (was gab das schon Krieg...)
Das macht schon viel aus für ein entspanntes Zusammenleben.
Eine dritte Katze bringt nicht unbedingt den gewünschten Frieden. Zwar kommt es dann und wann auch noch vor, dass der jüngere Kater das Mädel verkloppt. Das geschieht aus Frust, weil die beiden Kater sich gegenseitig dominieren und der Unterlegene das nicht einfach hinnehmen will. Glücklicherweise passiert das nur noch selten.
Bevor ich das Klo- und Futter-Management neu geregelt hatte, sind sogar schon beide Kater auf das Mädel losgegangen. Sie haben sie in der Badewanne eingekesselt und es gab keine Chance zur Flucht, da bin ich dann schon dazwischen.
Oder ich kam morgens verpennt aus dem Schlafzimmer und stolperte im Flur über ein Knäuel sich prügelnder Katzen (alle drei!). Das kam seitdem nicht mehr vor.
Nur mehr als zwei möchte ich nicht mehr haben, heißt weniger Katzenklos, geringerer Kostenfaktor und Pflegeaufwand allgemein. Und ob sich das wirklich so verträgt, auch wenn ein junges Tier ins Haus kommt, dafür gibt es keine Garantie. Weniger Platz für zwei durch ein drittes Tier kann viel Stress für alle bedeuten. Und dann gehts erst richtig ab, gerade unter Katern und einem ohnehin schon reizbaren Haudrauf

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Zwei können sich immer gut aus dem Weg gehen, wenn sie Ruhe voreinander haben wollen.