Ich denke, daß viele Probleme immer noch eine Frage der Aufklärung sind. Trotz Internet und Massenmedien haben viele Menschen von den modernen Erkenntnissen der Katzenhaltung nicht den leisesten Schimmer. Als ich vor zwei Jahren unseren neuen Nachbarn von unseren beiden Katzen und ihren gesicherten Freigang im Garten erzählt habe, da wurde ich von ihnen angeschaut als ob ich werweiss was gesagt habe. Vollkommenes und komplettes Unverständnis. "äh ... weshalb sperren sie ihre Katzen im Garten nochmal ein und wozu soll das gut sein???" Wer so etwas nicht begreift, der dürfte auch sicher mit so etwas wie einer Katzen-Kastrations und Registrierungsverordnung seine Probleme haben.
Das ist natürlich ein schlagkräftiges Argument, gar nichts zu regeln. Weil die Leute keinen Schimmer haben.
Wer seine Katzen nicht unters Volk läßt, muss sie im übrigen nicht kastrieren und registrieren lassen. Und kann dann auch zu hause lustig weiter vermeh....äh "züchten".
Wenn einer seiner Hauskatze Freigang gewährt - insbesondere einem Kater - der muss dafür Sorge tragen, dass sich dieser nicht unkontrolliert vermehrt. Das ist nicht zuviel verlangt. Wer ein Tier hält, muss auch in der Lage sein, die Kosten einer Kastration zu tragen.
Interessanterweise kommt eine Diskussion und somit auch die gewünschte Aufklärung am besten dann zustande, wenn es politisch diskutiert wird. Der Tierschutzverein hier klärt natürlich seit Jahren auf und wen interessierst? Die, die es eh schon wissen. Verantwortungsvolle Tierhalter kastrieren ihre Tiere sowieso. Spätestens dann, wenn sie informiert sind. Und bei den anderen dann an Aufklärung und Vernunft appellieren? Kann man vergessen.
Aber da du es ja anders siehst, würde ich gerne wissen, was du als geeignetes Mittel ansiehst, des Problems Herr zu werden? Es werden - so kann man im Internet nachlesen - jährlich ca. 200.000 Katzen ausgesetzt und 250.000 erschossen. Darunter sind natürlich auch Katzen mit Heim. Aber trotz dieser "Verluste" und den etlichen tausend Kitten, die jedes Jahr erschlagen, erstickt, ertränkt oder sonstwie abgemurkst werden und denen, die erfrieren, verhungern oder an Krankheiten verrecken wächst die Zahl kontinuierlich an. Wenn man kritisiert, sollte man auch einen brauchbaren Gegenvorschlag machen. Ansonsten kann ich Kritik nicht ernst nehmen. Weil sie dann nicht konstruktiv ist.
super bei uns im nachbarkrei ist es auch shocn pflicht bei uns leider noch nicht.
bin ja auch für ne impfpflicht bei freigängern damit mal katzenseuche und so eingedämmt werden können.
aber wie überprüft ihr das? also ob sie gechippt sind und kastriert
Es ist hier erstmal nicht beabsichtigt, die Katzenbesitzer rechtlich zu "verfolgen". Da würde auch die Akzeptanz fehlen. Es soll zunächst so laufen, dass die Stadt alle Einwohner über ein Merkblatt aufklärt, dass die Verpflichtung nun besteht. Bei vielen ist es tatsächlich Unkenntnis. Wenn man über diesen Weg schon mal viele dazu bringt, die Katze zu kastrieren, ist viel gewonnen. Es soll nicht so sein, dass jemand rumgeht und es aktiv kontrolliert. Oder aber es gibt Hinweise, z.B. aus der Nachbarschaft. Dann kann man den Tierhalter schriftlich auffordern. Es soll nicht sofort mit Bußgeldern u.ä. gearbeitet werden. Das bringt vielleicht eher das Gegenteil.