• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Wann sollte man seine Katze "erlösen" ?

Diskutiere Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr, ich bin seit heute bei euch angemeldet und zwar leider wegen eines traurigen Anlasses. Meine 13 jahre alte Katze ist seit ca. 2 Jahren...
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #1
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Nika0077

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Hallo ihr,

ich bin seit heute bei euch angemeldet und zwar leider wegen eines traurigen Anlasses. Meine 13 jahre alte Katze ist seit ca. 2 Jahren an Fibrosarkomtumoren erkrankt. Den ersten Tumor habe ich operativ entfernen lassen. Er kam aber sehr schnell wieder, aber nicht nur das, sondern auch noch 2 weitere Tumore.
Nun hat sie einen Apfelsinen großen Tumor im Nacken und einen an der Wange der auch schon sehr groß ist und sich langsam auf den Hals ausbreitet,zudem wächst nun auch noch einer am Bauch. Ich habe zusammen mit dem Tierarzt entschlossen sie nicht mehr operieren zu lassen sondern nur noch zum einschläfern zu kommen wenn ich merke das die Zeit da ist.
Nun merke ich das meine Katze immer schwächer wird, sie kommt überhaupt nicht mehr zum schmusen frisst und trinkt nur wenn ich ihr das Futter hinstelle, sie geht also nicht mehr zum Fressplatz. Ihr Gangbild ist sehr verändert und sie kriegt ein Auge kaum noch auf, aufgrund des Tumors.
Sie schnurrt aber noch wenn ich mich neben sie setze und sie streichel..
meine Frage ist nun wann sollte ich sie erlösen? Wer hat erfahrungen damit? Der Tierarzt meint ich merke den Zeitpunkt.. aber ich weiß nicht, ist das nun der Zeitpunkt? Oder soll ich ncoh warten? Der Gedanke an Einschläfern quält mich..
Wer hat Ratschläge und Erfahrungen??
 
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #2
Hallo, Nika

erstmal Willkommen im Forum, auch wenn dich ein sehr trauriger Grund hier her gebracht hat.

Ich nehme an, du hast ein gutes wenn nicht sogar inniges Verhältnis zu deiner Katze. Sie wird dir sagen wann der Moment gekommen ist.

Bei unserem Felix hab ich es im Inneren gespürt, die Blicke mit denen er mich angesehen hat, irgendwie war da etwas wie ein Gespräch im Geiste. So richtig beschreiben kann ich es nicht.

Ich hab es auch schon Wochen vorher gespürt, Felix hat sich anders verhalten. Er machte den Eindruck als ob er sich von allem verabschiedet, alles noch mal bewusst aufnimmt. Noch mal besonders innig schmust und kuschelt.

Vertraue auf dein Herz und dein Gespür, dann findest du den richtigen Zeitpunkt.

Es wird ein sehr schwerer Weg werden, aber mach dir keine Vorwürfe. Du ersparst deiner Katze Schmerzen und Leiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #3
Das tut mir Leid :( Ich weiß garnicht, was man da Beruhigendes sagen könnte.

Ich berichte dir mal von meinem Hund Nele. Sie hatte auch Tumore. Überall, war ganz komisch aufgedunsen. Da ich mir keine andere Wohnung leisten konnte (OP-Kosten hatten mich aufgefressen, dann noch andere geldraubende Dinge + Studienanfang, bescheidene Zeit) und meine im 4. Stock war, musste sie ihr letztes Jahr bei meiner Ma leben.
Irgendwann im Sommer sagte meine Ma am Tel zu mir, dass der Tierarzt gesagt hat, dass sie bald gehen wird, sie weiß nicht, ob sie jetzt nochmal zum Tierarzt soll oder nicht, weil sie so gut wie nichts mehr fraß oder trank. Aber sie hat immer mal wieder mit dem Schwanz gewedelt, wenn man sie gestreichelt hat, hat die Augen zugemacht und es genossen, Schmerzen hatte sie keine.
An Weihnachten, also 6 Monate auf und ab später, als ich nach Hause kam, ist sie sogar aufgestanden. Wegen genau dieser Momente war es für uns unmöglich zu sagen "Und jetzt erlösen wir sie", es kam uns einfach nicht richtig vor.
An Heiligabend ging es ihr richtig schlecht, unser Tierarzt war nicht zu erreichen, wir wollten sie nicht zu einem Wildfremden bringen, keine Angst die letzten Momente.
Aber da haben wir einfach gemerkt, dass es jetzt der Moment wäre. Sie hat auf nichts mehr reagiert, nach etwa einer Stunde bin ich meiner Mutter und mir ein Glas Wasser holen gegangen, als ich zurück ins Wohnzimmer kam, war sie schon weg.

Du wirst es wirklich einfach merken, das kann man nicht beschreiben, es gibt keine rationalen "Festmacher", irgendwann wird der Moment kommen, wo du einfach weißt, dass es jetzt besser wäre.
Eventuell findest du einen Tierarzt der nach Hause kommt, ich fand es schön für Nele zuhause weggegangen zu sein. Grässlich war nur der nächste Tag, als sich unser Tierarzt endlich gemeldet hatte.
Und gib dir Zeit, lass Trauer zu. Ich konnte einen Monat nicht arbeiten oder in die Uni, vorher war es auch schon schwer, wollte niemanden sehen, habe etwas Seelsorge per SMS von lieben Freunden bekommen.
Und ich musste ein Jahr später noch immer weinen, wenn ich Leckerlis in einer Jacke hatte oder irgendwas Zerkautes wiedergefunden habe.

So, und jetzt muss ich ins Bad, sonst wundern meine 3 Männer sich noch, warum das Internet mich so traurig macht.
Ich wünsche euch eine schöne restliche Zeit und dir viel Kraft, es bestmöglich zu machen. Und denke nie an Schuldgefühle, du hast deiner Katze ein wunderbares Leben gegeben, das kann nichts kaputtmachen.
 
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #4
Hallo Nika,
erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

Der Anlass ist zwar traurig, aber du findest hier
sicherlich Menschen, die diese Erfahrung mit dir
teilen, die dir Ratschläge geben können und die
dich unterstützen können.

Ich denke auch, dass unsere Tiere uns spüren lassen,
wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist.

Manchmal hört man, dass sie am Ende noch einmal
ihre Kräfte mobilisieren und wacher sind als zuvor,
aber in der letzten Phase zeigen sie meist, dass sie
keine Kraft mehr haben.

Wichtig ist, dass deine Katze keine Schmerzen hat -
ich hoffe, dein Tierarzt hat sie so mit Medikamenten
versorgt, dass sie trotz der Tumore nicht leidet.

Ich fände es auch besser, wenn du am Ende nicht
mit ihr zum Tierarzt fahren musst, sondern er zu dir
nach Hause kommt, das erspart der Katze viel Stress.

Ich wünsche dir viel Kraft, für das was vor dir liegt
und deiner Katze noch eine schöne, liebevoll umsorgte
Zeit bei dir.
 
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #5
Danke für die schnellen Antworten :) naja ich sehe das Lucy sehr rapide abbaut. Noch vor ein paar Wochen lag sie immer auf der Fensterbank und hat dort geschlafen, aber sie schafft es nicht mehr hoch zu springen und sich dorthin zulegen. Jetzt hat sie sich einen Platz unter meinem Bett gesucht, sie schafft es nicht mehr zu laufen, also nur noch minimale strecken. Würde ich ihr nicht Futter und Wasser bringen würde sie nichts zu sich nehmen. Aber ich denke solange sie noch frisst und sofort schnurrt sobald sie merkt das ich da bin, ist der Zeitpunkt noch nciht gekommen.
Von Außen kann ich nicht festellen das meine Katzen schmerzen hat, sie jammert oder maunzt wirklich nie! Sie schläft mittlerweile nur fast 24std. Der Tierarzt meinte auch er glaubt nicht das sie Schmerzen hat laut ihm bräuchten wir keine Schmerzmedikation. Naja ich weiß das es nicht mehr lange dauern wird, ich gehe jede Stunde gucken ob sie noch atmet.. vlt hat sie noch ein paar Tage.. aber Wochen oder Monate denke ich nicht. Mein größter Wunsch wäre es natürlich auch das sie einschläft bei mir und nicht mehr aufwacht, so dass ich nicht Herr über Leben und Tod sein muss.
Wenn der Tag gekommen ist, möchte ich auch das sie Zuhause eingeschläfert wird, Gott sei dank ist das ja möglich.
 
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #6
Ich kann Dir von Whisky berichten. Er war ein Zulaufkater meines Mannes und hat 6 Jahre auch mit mir gelebt. Er hatte ein Plattenepithelkarzinom am Oberkiefer und nur noch max. 12 Wochen zu leben. Nach 8 Wochen hat er plötzlich kaum noch gefuttert, trotz Schmerzmedikation. Er sah fürchterlich aus, wir mussten dem Krebs beim Wachsen hilflos zusehen.

Er kam auf meinen Schoß gehupft. Ich habe ihn angesehen und gefragt, ob er gehen wolle. Er zwinkerte mir mit beiden Augen zu. Ich hatte im Vorfeld schon mit ihm gesprochen und ihm gesagt, er solle mir Bescheid geben, wenn er genug habe und wir begleiten ihn bis zum Schluß.

Er ist dann friedlich in meinen Armen eingeschlafen.

Was mich damals irritiert hat ist, daß ich gelesen habe, Katzen würden sich zurückziehen. Bei ihm war es genau das Gegenteil, er hat unsere Nähe gesucht, das Kopfkissen mit mir geteilt, war immer in unserer Nähe.

Was ich damit sagen will: Verlaß´ Dich auf Dein Gefühl. Beobachte Dein Schätzchen gut und wenn Du zweifelst, frag´ sie ruhig. Das ist völlig o.k..

Ich habe mir vor Whisky´s Tod auch einen Haufen Gedanken gemacht und bin zu dem Schluß gekommen, daß man sich kaum vorbereiten kann. Genießt die gemeinsame Zeit. Ich drück´ Dich ganz lieb!

Sisja
 
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #7
Hallo,

ja ich bin ja froh das wir so viele schöne Jahre hatten, habe sie seit dem sie Baby war. Gestern Abend hat sie zwei Stunden geschnurrt, habe viel mit ihr gesprochen. Mich beruhigt es das sie wenigstens keine Schmerzen hat. Zumindest wirkt es auf mich so.
Auf den Abschied kann man sich wohl wirklich nicht 100% vorbereiten, aber so finde ich es doch etwas einfacher, da ich weiß das die Zeit nun langsam gekommen ist. Auf der anderen Seite ist es doch ungerecht das sie die Tumore hat, da sie doch noch nicht soo alt ist. Habe noch eine andere Katze die ist älter und zum Glück noch sehr Fit. Aber nunja ist bei uns Menschen ja auch unterschiedlich..

Traurige Grüße

Nika
 
  • Wann sollte man seine Katze "erlösen" ? Beitrag #8
Ich drück´ Dich einfach ganz lieb und Deiner Süßen mindestens 1000 Nasenküsschen!

Lieben Gruß,
Sisja
 
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