Alle Gute Rudirabbit, Daumen sind gedrückt, dass es "Nur" eine Lungenentzündung ist. Die kann man antibiotisch behandeln. Infusion ist immer gut.
CNI ist nicht heilbar, CNI schreitet immer weiter fort, egal, was man tut.
Allerdings kann man das Fortschreiten etwas verlangsamen, wenn die Katze auf Therapien anspricht und mitmacht.
Wichtig ist, dass man die Flüssigkeitszufuhr erhöht, damit mit dem Urin stickstoffhaltige Endprodukte der Proteine herausgeschwemmt werden. Bleiben sie im Körper, kommt das Säure-Basenverhältnis aus dem Ruder , der Katze ist schlecht und sie wird nicht fressen. Übelkeit tritt immer bei CNI auf. Appetitanreger nutzen da leider nicht. Auch kein homöpathisches Mittel, wenn akut die Azotämie eingesetzt hat.
Zur Notfalltherapie gehören in disem Falle Infusionen, ähnlich wie einer Dialyse beim Menschen. Damit bekommt man sie wieder auf die Beine.
Aber damit es nicht so schnell zu diesem Zusatand kommt, muss man über die Diät einwirken.
Man füttert Dinge, die nicht diesen Stoffwechselmüll machen. Also auf keinen Fall Wh...und Co. Die verstoffwechselten Inhalte (Getreide; Nebenerzeugnisse minderer Qualität) führen zu einem Anstieg urämischen Giftstoffe im Blut. Folge...ihr ist wahnsinnig schlecht, weil der Körper das nicht ausgeschwemmt bekommt, also die Nieren es mit der gerigenen Leistung nicht mehr filtern können.
Es gibt zwei Arten der Ernährung.
Zum einen ist das das proteinreduzierte Diätfutter von RC, Kattovit, Beaphar und Co. Zur Not geht auch Seniorfutter, weil es von vorn herein einen niedriegen Proteingehalt hat.
Zum anderen (das ist meine favorisierte Art) füttert man sehr hochwertiges Nassfutter oder sogar Barf.
Hochwertig heisst, beste Zutaten, fleischlastig, wie z.B. Ropocat, Macs, Amora, Vet Concept oder ähnliches. Dazu reicht man einen Phosphatbinder.
Ein hoher Phosphorspiegel im Blut bindet Calcium. Diese Phosphorcalziumverbindung schädigt die Nieren weiter. Manchmal entwickelt sich dadurch zusätzlich eine Nebenschilddrüsenüberfunktion.
Phosphorbinder gibt es, wie z. B. ipakitine, das übers Futter gestreut wird. Oder Renalzin ist eine Paste, feline vet sind Tabletten.
Was auch immer man nimmt, es muss von der Katze akzeptiert werden. deshalb tendiere ich zum gewohnten Futter, aber mit Phosphorbinder angereichert.
Aber es ist wichtig, dass man bei einer Linie bleibt. Es macht überhaupt keinen Sinn, wenn man aus Liebe zur Katze Leckerchen oder das geliebte Müllfutter gibt.
Diese Dinge sollte man sich für grenzwertige Behandlung lassen, wenn nichts mehr geht. Und leider, leider kommt dieser Zeitpunkt.
Homöopathisch kann man CNIchen mit SUC Cocktails und Oraganum Quatroplex, begleiten. Heilen wird nichts davon. Aber eventuell ihr eine bessere Lebensqualität geben.
Manche katzen sollten aauch einen ACE Hemmer einnehmen, das senkt u.a. den Druck in den noch vorhandenen Nierenkörperchen. Dadurch wird nachweislich die die übermäßige Ausscheidung von Eiweiß über den Urin gedämmt. Und die Katzen bekommen besseren Appetit und legen an Gewicht zu.
Ich habe das alles ausprobiert bei meinen vielen Fällen im Laufe der Jahre. Aktuell habe ich gerade wieder eine 14jährige Katze, die bei einem Seniorencheck mit 30% Nierenleistung diagnostiziert wurde. Das war noch bevor sie mir auffällig erschien.
Alles Gute, aber nimm es nicht auf die leichte Schulter. Deine Katze ist richtig krank und braucht Dich.