Bei meinem Kater besteht die Kruste seit 1/2 Jahr und geht immer wieder ab, so daß es blutet, ein Geschwür hat er gottseidank noch nicht, es wäre also noch ein guter Zeitpunkt für Bestrahlungen. Meine ersten beiden TÄ waren schon sehr besorgt und auch gar nicht optimistisch. Jetzt bin ich beim dritten Tierarzt und der sagt, daß die täglichen Bestrahlungen mit jedesmaligen Narkosen einhergehen müssen, da die Katze sonst nicht stillhält und das wäre eine extreme zusätzliche Belastung für den kleinen alten Katzen-Organismus. Werde jetzt mal in Hofheim weitere Informationen einholen - seufz
LG
Wir hatten genau dieselben Befürchtungen zum Thema Bestrahlung (
ganz besonders wegen der täglichen Betäubung!). Es war klar, dass Bestrahlung wirklich die letzte und radikalste Option sein wird.
Nichtsdestotrotz: Die Betäubung bei Precious (ebenfalls jeden Tag!) ist sehr milde. Es ist nicht dieselbe Narkose wie bei einer OP.
Die eigentliche Bestrahlung dauert nur ca. 1 Minute. Somit ist der Patient nicht sehr lange betäubt. Die ganze Prozedur inklusive Vorbereitung, Betäubung, Bestrahlung und Beenden der Betäubung (in unserem Fall mit Gas) dauert nur 15-20 Minuten, danach dauert es nochmal ca. 30 Minuten bis Precious wieder voll "einsatzfähig" war.
Sie musste natürlich vor der Narkose fasten und bekam ca. 12 Stunden lang vorher nichts zu fressen. Dafür hatte sie nach jeder Bestrahlung grossen Hunger und hat viel gefressen.
Unser Onkologe hat uns versichert, dass die Therapie abgebrochen wird, falls es irgendwelche Bedenken gibt z.B. Nebenwirkungen (Übergeben,
Lethargie, keine Verbesserung (erkennbar nach frühestens 10 Behandlungstagen - bei Precious sogar erst etwas später!).
Katzen tolerieren die Bestrahlung allgemein recht gut. Im Einzelfall kann das natürlich abweichen aber das steht ja auch auf jeder Aspirinpackung ;-)
Im Fall von Precious hast sie die ganze Therapie sehr gut gemeistert. Keinerlei Auffälligkeiten, ständig Appetit gehabt, normaler Stuhl, viel getrunken und die wöchentlichen Blutwerte waren ebenso ok.
Es ist dennoch eine radikale Therapie, das darf man nicht vergessen und wir haben Precious nach 4 Wochen schon angesehen, dass sie etwas mitgenommen war. Sie war trotzdem sehr happy uns zu sehen und endlich nach Hause zu gehen aber sie hat etwas Gewicht verloren und auf Dauer ist es schon anstrengend für den Körper.
Sie ist auch nicht mehr die Jüngste (mind. 14 Jahre alt - kann aber auch 17 sein!!!) und hat ausserdem chronische Sinusitis. Sie hatte das, solange wir sie kennen und sie kommt gut damit zurecht. Diese chronische Entzündung hatte auch eine
Anämie zur Folge aber das war laut unserem
Tierarzt kein ausschlagenbender Faktor um die Therapie nicht durchzuführen.
Sie war somit nicht der absolute Idealkandidat für die Bestrahlung aber der Onkologe hat uns doch grünes Licht gegeben.
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In Ihrem Fall würde ich versuchen herauszufinden, ob eine fotodynamische Therapie nicht noch möglich wäre aus folgenden Gründen:
1. Die fotodynamische Therapie ist im frühen Tumorstadium sehr erfolgreich und kann kurativ wirken.
2. Sie ist weniger radikal und erfordert nur eine oder zwei Therapiesitzungen (ebenfall recht kurz - mit Betäubung!)
3. Die Kosten betragen nur einen Bruchteil im Vergleich mit zur traditionellen Bestrahlung.
Bei weiteren Fragen, bitte einfach posten
P.S. Könnten wir ein Foto von Ihrem Kater sehen?
P.S.S. Ich bitte etwaige Rechtschreibfehler und grammatische Ausartungen aufgrund meines längerwährenden Auslandsaufenthaltes zu entschuldigen. Danke. :-D