Liebe Forum-Mitglieder,
ich bin neu hier und hoffe sehr, dass mir jemand helfen kann, da ich - bzw. mein Kätzchen - ein Problem habe/hat.
Hier kurz die Vorgeschichte: Vor einiger Zeit ist meine ältere Nachbarin nach einem Schlaganfall in ein Seniorenheim gezogen und konnte ihre 2 Jahre alte Katze nicht mitnehmen. Da wir immer einen netten Kontakt hatten und ich mit Katzen aufgewachsen bin, bat sie mich, ihr "Finchen" zu mir zu nehmen. Nach langem Überlegen habe ich mich dazu entschlossen. Es brauchte viel Geduld und Spucke, das neue Kätzchen und meine schon etwas betagte Katzendame "Edith" aneinander zu gewöhnen, aber mittlerweile verstehen sich die beiden sehr gut (Edith putzt Finchen gelegentlich und sie toben zum Teil lautstark durch die Wohnung). Allerdings gibt es ein Problem: Finchen ist bei der älteren Dame sehr(!) isoliert aufgewachsen und hat vor allen anderen Menschen (v.a. Männern) - außer mir - furchtbare Angst. Ich lebe auch allein, habe aber natürlich ab und an Besuch. Es braucht nur an der Tür zu klingeln und schon verschwindet sie knurrend und aufgeplustert unter dem Bett, wo sie sich ewig und drei Tage versteckt. Wenn der Besuch weg ist, kommt sie erst nach einer ganzen Weile wieder vor, ist dann aber nicht verstört oder so. Stubenrein ist sie auch, wobei ich mir immer Sorgen mache, dass sie - wenn sie so lange unter dem Bett sitzt - noch Probleme mit den Nieren oder der Blase bekommt.
Nun meine Frage: Wie kann ich ihr helfen, entspannter mit der Situation umzugehen? Leckerlies oder dergleichen funktionieren nicht, weil sie in dem Moment natürlich nichts fressen möchte. Versteht mich nicht falsch: Ich erwarte nicht, dass sie fremden Leuten auf den Schoß springt! Ich möchte nur, dass es ihr, wenn ich Besuch habe (seelisch) gut geht und sie die Situation als nicht bedrohlich erlebt.
Ich bin über jeden Tipp dankbar! Wirklich!
Viele Grüße, Mieke-Sophie