Ja, außer Fleisch ist so ziemlich alles anders
Katzen sind im Gegensatz zu Hunden reine Carnivoren, also Beutetierfresser. Sie können mit pflanzlichen Nährstoffen wohl nochmal um einiges weniger anfangen als Hunde.
Außerdem ernähren sie sich in der Natur von kompletten kleinen Beutetieren, während Hunde ja im Rudel größere Tiere erlegen und davon mal diesen, mal jenen Teil abbekommen. Deshalb geht man davon aus, dass die Nährstoffbilanz bei Katzen innerhalb kürzerer Zeiträume ausgeglichen sein sollte als bei Hunden.
Und deshalb gibt es bei den Katzenbarfern eine große Fraktion, die auch hier vertreten ist, die bei der Zusammenstellung der Rationen (die hier übrigens "Rezepte" heißen) nicht die "pi-mal-Daumen"-Methode anwendet, wie es bei Hundebarfern üblich ist, sondern zumindest für die wichtigsten Nährstoffe genau ausrechnet, wieviel von welchem Nährstoff im Futter sein muss, und täglich (der Absicht nach) ausgewogene Rezepte füttert.
Daher gibt es auch einiges mehr an Supplementen, die praktisch immer verwendet werden.
Versandshops für Hundebarffleisch fallen mir immer als a) rindlastig und b) gewolftes-Fleisch-lastig auf - Katzen sollten nicht nur Rind, sondern einen abwechslungsreichen Mix an Fleischsorten bekommen, und in Sachen Zahnpflege ist stückiges Fleisch besser als gewolftes. (Man füttert Katzen ja keine großen fleischigen Knochen zum Abnagen. Gegen einen Hühnerflügel ab und zu spricht nix, aber damit kann man nicht die ganze Zahnpflege bestreiten, zumal Katzen oft auch mal gar keine ganzen Knochen mögen.)
Pflanzliches kommt nur in kleinen Mengen als Ballaststoff ins Katzenfutter, um verdauliche Kohlenhydrate braucht man sich gar keinen Kopf zu machen. Pflanzenöle und ähnliches Zeug haben gar nix drin zu suchen, Getreide auch nicht.