Die Wasserspritze bei Katzen steht für mich auf dem gleichen Niveau wie die "Rattle Bottle" bei Hunden. Dazu vielleicht dieser Video, was mir aus dem Herzen spricht:
[YOUTUBE]716Smdtc2PA[/YOUTUBE]
(Vielleicht hat es schon jemand erwähnt, ich hab nicht alles gelesen) Unsere Katzen sind ja nicht doof. Sie registrieren durchaus, dass ihr Mensch es ist, der sie da nass macht. Das kann das Verhältnis Mensch-Katze je nach Katze massiv schädigen und uns unberechenbar für Mietz machen. Mir ist das Risiko zu groß, so dass ich so was niemals einsetzen werde. Ja, manche Katzen finden das nicht schlimm, aber manche eben doch. Im Endeffekt muss jeder selbst wissen, was er seinen Katzen "antut". Zudem ist eine Strafe nur dann wirklich effektiv und wirksam, wenn sie jedesmal, wenn das Verhalten auftritt innerhalb von Sekundenbruchteilen im richtigen Maße (Stärke der Strafe) angewendet wird. Ansonsten lernt die Katze nur, "wenn ich das mache, macht das meinen Menschen wütend, also mach ich es nur, wenn er es nicht sieht". Oder noch viel schlimmer "neuerdings ist mein Mensch unberechenbar, er spritzt mich einfach so, ohne erkennbaren Grund nass, ich kann mich gar nicht mehr entspannen, weil ich nicht weiß, wann der nächste Angriff kommt." Katzen haben ne komische für uns teilweise schlecht nachvollziehbare Logik ...
Aber eine kleine Anmerkung habe ich dann trotzdem noch, und ich spreche aus eigener Erfahrung, also bitte nicht böse werden:
Unsere Katzen tun alles was sie tun aus einem Grund, vor allem wenn es darum geht, dass wir uns provoziert fühlen oder denken, "das weiß die ganz genau und macht das jetzt absichtlich ...". Soll heißen, ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich: ist die Katze vielleicht nicht ausgelastet? Fehlt es ihr an irgend etwas AUS IHRER SICHT. Freut sie sich grad so sehr, dass ich heimkomme, dass sie mir entgegen läuft? Ich würde immer versuchen, erstmal raus zu finden, warum meine Katze das was sie grad macht, WIRKLICH macht, und erst dann entscheiden ob ich strafe. Im Beispiel mit dem entgegenlaufen: ich will zwar nicht, dass sie raus rennt (machen meine z.B. sehr gern wenn ich nicht aufpasse), aber ich will sie auch definitiv nicht dafür strafen, dass sie mich vermisst hat und sich freut, dass ich jetzt da bin. Ich mache das z.b. so, dass ich sie mit dem Rucksack oder Einkaufstüten oder ähnlichem vorsichtig reindränge, so dass ich die Tür hinter mir schließen kann. Alternativ werfe ich ein Leckerlie in die Wohnung, oder ein Spielzeug, damit sie abgelenkt sind und ich rein kann.
Ich will nur sagen, ganz oft lohnt es sich, viel tiefer anzusetzen, nicht erst in der Situation in der man strafen würde, sondern viel früher, am Grund für das Verhalten ...