Purzel alias Tiger: Nachruf

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Tschikitta

Tschikitta

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Nachruf auf Purzel alias Tiger

Purzel alias Tiger. Als du am 12.04.1997 zu uns gekommen bist warst du noch nicht mal geboren.
Deine Mama brachte dich mit. Deine Mama war damals schon über 3 Jahre alt. Das deine Mama trächtig war, wussten wir. Aber wir haben sie trotzdem genommen, denn sonst wärst du im Tierheim geboren worden. Das wollten wir unserer damals 11 jährigen Tochter zuliebe nicht, da sie unbedingt deine Mutter Titus haben wollte.
Deine Mutter lebte sich sehr schnell bei uns ein. Sie wollte auch nie nach draußen, obwohl sie dieses hätte können. Denn die Terassentür stand auch damals schon immer auf.

Am 28.04.1997 wurdest du als drittes Kitten geboren. Zuerst kam dein Bruder Tarzan auf die Welt. Dann deine Schwester Lilli.

Bei deiner Geburt war deine Mutter so schwach, das sie die Nabelschnur nicht durchbeißen konnte. Da ich darin schon Erfahrung hatte, (ich war bei der Geburt meiner Kinder dabei und durfte bei zweien die Nabelschnur durchtrennen) trennte ich die Nabelschnur und legte dich zu deiner Mutter.

Meine Tochter nannte dich Purzel. Dieser Name gefiel mir überhaupt nicht, darum nannte ich dich TIGER. Du hörtest Zeit deines Lebens auf beide Namen.
Ihr drei wurdet wunderschöne Katzen. Groß und stark. Ihr saht alle drei gleich aus.

Nach und nach wurdet ihr 4 alle sterilisiert. Zuerst deine Mutter. Dann dein Bruder der das überhaupt nicht prickelnd fand. Deine Schwester und dann du.

Ein paar Wochen später lag deine Mutter dann plötzlich Tod in ihrem Bett. Warum sie gestorben ist, wissen wir nicht. Ihr ging es immer gut. Hat nie geklagt. Bis zum letzten hat sie gefuttert und getrunken. Du warst sehr traurig. Ein paar Tage bist du immer wieder zu ihrem Grab gegangen und hast dort geweint.
Dann passierte das unfassbare. Dein Bruder Tarzan wurde von zwei Hunden in der Nachbarschaft angefallen und gebissen. Trotz Tierarzt Besuch starb dein Bruder an dem Schock den er bekommen hatte.
Auch an dessen Grab hast du mehrere Tage geweint. Du verändertes dich. Du wurdest sehr anhänglich. Gings nur noch selten nach draußen. Deine Schwester war fast die ganze Nacht draußen, du warst jedoch nach einer Stunde wieder da.

Mit Momo und deiner Schwester hast du viel gespielt. Auch mit den Hunden hast du getobt. Dabei gingen auch mal ein paar Sachen kaputt. Aber das nahmen wir Menschen euch nicht krumm.
Eines Tages waren du und deine Schwester Lilli verschwunden. Wir haben euch Stundenlang, nein Tagelang, gesucht. Doch leider nicht gefunden.
Nach einer Woche rief dann der Tierarzt an. Du warst, dank deiner Tätowierung im Ohr, gefunden worden. In einem Nachbarort bist du hungrig zu einer Frau gegangen. Diese hat deine Tätowierung gesehen und sofort unseren Tierarzt, bei dem sie auch war, angerufen. Dadurch bist du wieder zu uns gekommen. Deine Schwester ist leider nie wieder aufgetaucht. Hoffentlich hat sie ein gutes Zuhause gefunden.
Der Tierarzt meinte, dass eine Katze nie von allein so weit von ihrem Heim weggehen würde. Er vermutete das du und Lilli entführt worden seid und dann einfach ausgesetzt wurdet. Das glaubten wir auch. Schon allein aus deinem Verhalten heraus. Du bist nie mehr über den Zaun zu einem unserer Nachbarn gesprungen. Was du sonst immer gemacht hast. Du hast dort immer deinen Hundefreund besucht. Nun nicht mehr.
Nie werde ich vergessen als meine Frau und ich für 14 Tage zu unserer Silberhochzeit in Urlaub gefahren sind. Nach Dänemark, wo wir ein Haus gemietet hatten. Täglich haben wir abends dein Frauchen angerufen um zu erfahren ob irgendwas los ist. Am 9ten Tag erfuhren wir dass du eingeschläfert werden solltest. Der Tierarzt hatte gesagt dass du schwer erkrankt wärest. Wir verboten natürlich das einschläfern. Dann packten wir unsere Sachen. Wir wollten sofort zurück nach Hause. Leider mussten wir bis zum nächsten Tag warten, weil wir ja den Hausschlüssel abgeben mussten.
Bei dem Büro wurden ich natürlich gefragt warum wir den Urlaub abbrechen. Ich sagte nur dass in der Familie ein schwerer Krankheitsfall vorliegt. Das war so OK und wir fuhren so schnell wir durften und konnten Richtung Heimat. Von unterwegs riefen wir unseren Tierarzt an. Dieser wusste nicht dass du eingeschläfert werden solltest. Wir sollten sofort mit dir vorbeikommen, damit er dich untersuchen Kann. Ich sagte ihm daraufhin dass wir noch in Dänemark sind. Daraufhin einigten wir uns darauf, dass wenn wir zu Hause sind, wir sofort mit dir kommen sollten.
Anschließend rief ich dein Frauchen an um zu erfahren welcher Tierarzt denn das einschläfern empfohlen hat. Wir erfuhren dass meine Eltern mit dir zu einem anderen Tierarzt gefahren waren und dieser das gesagt hatte.
Nachdem wir in Deutschland waren, konnte ich endlich richtig Gas geben. Teilweise sind wir mit weit über 200 durch die Gegend gefahren. (ich hatte damals ein Auto das 245 Km/h lief) Wir wollten nur nach Hause.
Als wir abends ankamen haben wir dich sofort geschnappt und sind zu unserem Tierarzt gefahren.
Du hattest nur eine starke Erkältung. Naja, war ja schließlich auch schon Oktober.
Was waren wir froh. Dein junges Frauchen (meine Tochter, altes Frauchen meine Frau) hat geweint vor Glück.
Schon ein paar Tage später warst du wieder gesund und munter.
Du hast nie bei deinem jungen Frauchen geschlafen! Nein, sondern immer bei uns im Bett. Dein Lieblingsplatz war das Kopfkissen von mir oder deinem alten Frauchen. Da ich aber tagelang nicht zu Hause war (Fernfahrer), schliefst du immer bei deinem alten Frauchen auf dem Kopfkissen.
Wenn du angefangen bist zu schnurren war nicht mehr an schlafen zu denken. Dein geschnurre war so laut wie ein Presslufthammer. (Wenn sie es richtig vorhatte, war das geschnurre 3mal so laut wie normal) Gestört hat uns das nicht großartig.
Jeden Sonntag wenn ich wieder zur Arbeit musste, hast du mich zum Auto gebracht. Wenn ich dann freitags oder samstags wieder zurückkam, hast du mich vom Auto abgeholt und dich riesig gefreut dass ich wieder da war.
War ich krank hast du mich gewärmt. Als ich mehrmals an den Knien operiert wurde hast du dich schützend vor meine Knie gelegt, damit kein Hund daran kam.
Oft hast du bei Madame (das war ein Schäferhund/Leonberger Mischling mit 65 KG Kampfgewicht), in den Vorderpfoten gelegen und geschlafen.
Nach und nach sind alle Hunde die hier im Haus waren gestorben. Du warst immer sehr traurig. Das merkten wir, weil du tagelang zu ihrem Grab gegangen bist und dich dort hingelegt hast.
Als meine Mutter hier im Wohnzimmer gestorben ist, hast du mich getröstet. Du bist gekommen und hast an meinem Ohr geknappert. Das hat mir sehr geholfen.
Als ich dann wegen meiner Krankheit (vor 7 Jahre erkrank, bis heute noch keine Diagnose was das ist!) zu Hause bleiben musste, warst du da.
Auch als dein altes Frauchen so krank wurde, warst du immer für sie da.

Wenn ich zum Zeitung tragen wegfuhr hast du mich zum Auto gebracht. Natürlich warst du auch wieder da wenn ich zurückgekommen bin. Immer hast du mich freudig begrüßt.

Hunderte von Mäusen hast du gebracht. Bei unzähligen hast du Stolz daneben gesessen und auf ein Lob und Streicheleinheiten gewartet. Immer hast du diese bekommen. Dann warst du jedes Mal glücklich. Wir haben es an deinem Verhalten gemerkt. Schnurren wie ein Weltmeister, mit dem Kopf stoßen.
Da du schon immer langsam gegessen hast, haben wir nichts von deiner Krankheit bemerkt. Du hast lieber 10mal am Tag was gegessen als einmal den ganzen Napf leer zu essen. Auch hast du immer sehr langsam und mit Genuss gegessen. Fast wie eine Diva.

Wir konnten es nicht merken, weil in deinem Essverhalten sich nichts geändert hatte.
Am 11.02 merkten wir dann das du sehr krank bist. Wir haben getan was wir konnten. Doch leider konnte dir nicht mehr geholfen werden.
Als ich dich in der Nähe deines Lieblingsplatzes beerdig habe, hörte ich zum ersten Mal wieder dein Schnurren. Da wusste ich dass du gut über die Regenbogenbrücke gekommen bist.
Während ich dies schreibe höre ich immer wieder dein lautes Geschnurre. Doch du bist nicht mehr da sosehr ich auch nach dir suche.

Irgendwann stehe ich an der Regenbogenbrücke und werde dich rufen. Du wirst dann mit Sicherheit mit allen deinen Freunden kommen und mich abholen. Wir beide werden uns riesig freuen und herumtoben wie früher. Keiner kann uns dann mehr trennen.

Mach et jut, mein kleines Mädchen!

Bis irgendwann mal!
 
  • Purzel alias Tiger: Nachruf Beitrag #2
Es tut mir sehr leid , was mit deiner Purzel passiert ist . Mein Beileid .

Liebe kleine Purzel ; Komme gut ins Land hinter der Regenbogenbrücke . Dort geht es dir wieder gut und Du kannst wieder herumtollen und spielen wie früher .
Grüße mir meine kleine Mautzi und meinen kleinen Hermann von mir .

Lebe wohl kleine Purzel

Das Sichtbare ist vergangen .
Es bleibt nur noch die Liebe und die Erinnerung .

In Liebe

Tommy , Tina , Lisa , Mitzi , Mincky , Regenbogenkatze Mautzi 2004 - 8/2011 und
Hermann 2000 - 7/2011

und Deddy !
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  • Purzel alias Tiger: Nachruf Beitrag #3
Huhu,

mach et jut Purzel/Tiger. Wir alle trauern mit Deinem Dosenöffner, der immer so wunderschöne Geschichten schreibt.

LG
 
  • Purzel alias Tiger: Nachruf Beitrag #4
Deine Purzel wird ganz gewiss eines Tages an der Regenbogenbrücke auf dich warten, zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder, mit denen sie jetzt wieder zusammen ist.

So eng, wie ihr das ganze Leben lang und auch über den Tod hinaus verbunden seid, wird sie genau wissen, wann dieser Tag gekommen ist und dich dann liebevoll begrüßen.

Bis dahin aber wird sie dich weiter begleiten, als dein Schutzengelchen, das dir leise ins Ohr schnurrt, wenn du ihre Hilfe brauchst.
 
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Purzel alias Tiger: Nachruf

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