Huhu,
also aussperren ist der falsche Weg - der Kater kapiert garnicht, was Du von ihm willst, und warum er jetzt nicht mehr dabeisein darf.
Mein Rat wäre vielmehr: werde offener, und lass es zu, dass die Katze DICH erzieht.
Ein Beispiel...
Ich muss dafür zugeben, dass ich oftmals sehr zerstreut bin, ich vergesse alles....wenn mein Kopf nicht angewachsen wäre, hätte ich ihn sicher schon irgendwo liegengelassen.
Das heisst in der ersten Zeit mit meinem Sammy (Rabauke, 9 Monate alt, als er zu mir kam - seine Kumpeline ist anders...nicht so verfressen und nicht so frech...) hab ich vieeeel Lehrgeld bezahlt...
- Smee stellt was zu nah an den Rand vom Regal ? Fünf Minuten später holt Smee nen Handfeger.... und räum alles andere weiter zurück in die Regale (sodass ne Katze davorpasst) oder gleich hinter verschlossene Türen.
- Smee nimmt ihr Essen mit ins Wohnzimmer und vergisst die Gabel ? Smee geht Gabel holen, kehrt nach drei Schritten um, nimmt den Teller mit in die Küche und holt die Gabel.
- Smee stellt den Schinken nicht gleich wieder in den Kühlschrank ? Smee kann Butterbrot essen, der Schinken klebt nämlich halb auf dem Küchenboden und halb an Kater's Zähnen....nimm ihm den mal wieder ab - nächstes Mal stellt Smee den Schinken sofort wieder in den Kühlschrank und erinnert sich dran, dass Jod brennt und Katzenbisse gefährlich sind.
-Smee muss dringend Papierkram fürs Finanzamt machen - Smee breitet die Papiere auf dem Tisch aus, und das Telefon klingelt. Smee geht 15 Minuten telefonieren. Anschliessend schreibt Smee drei Firmen an, und fordert Rechnungskopien und lässt sich von Ihrem Arbeitgeber die Lohnabrechnungen für ein halbes Jahr nochmal ausdrucken, weil sie nicht angekaute zerfetzte Unterlagen beim FA einreichen will - ab jetzt mach Smee die Bürotür hinter sich zu, wenn was wichtiges auf dem Schreibtisch liegt.
Mittlerweile weiss Smee, was sie "darf" und was der Kater "darf" - wir leben ganz entspannt zusammen und Smee freut sich drüber, dass ihre Wohnung jetzt viel aufgeräumter ist, als bevor Katzen eingezogen sind.
ABER - und das ist das WICHTIGSTE an der Sache: der Kater kann nix dafür - er ist ein TIER - er versteht nicht, dass man mit Papier A spielen darf, Papier B aber wichtig ist.
Er versteht auch nicht, dass da "Beute" unbewacht auf dem Tisch steht, er sie aber nicht fangen und essen darf.
Man kann ihm das auch nicht erklären. Man kann ihn konditionieren ("immer wenn ich auf den Tisch hüpfe, kommt Dosi und nimmt mich wieder runter, sie ist auch noch anders als sonst (entschiedenes nein) - auf den Tisch hüpfen ist doof - die Beute, die da steht, krieg ich sowieso NIE") kann funktionieren, aber es ist hierfür Wichtig dass man IMMER den Kater mit dem gleichen Wort runtersetzt - IMMER und IMMER und IMMER wieder, bis er es selber doof findet (Meiner geht inzwischen nicht mehr auf die Arbeitsplatte, aber meine Hand ins Feuer legen würde ich nicht dafür...).
Absolut wichtig ist auch, dass er satt ist. Ich hab anfangs instinktiv wohl zuwenig gefüttert, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass der kleine Kerl SO viel Futter braucht (waren damals 600g HOCHWERTIGES Nassfutter/Tag) da wollte er einfach ALLES fressbare klauen, sogar Obst. Tat mir das leid, als ich nach zwei/drei Tagen kapiert hatte, dass er wirklich noch HUNGER hat. Also ruhig fressen lassen, bis nix mehr reingeht (aber natürlich nur
Nassfutter und da am Besten was gescheites (siehe Nassfutterliste).....
Das sollte helfen
LG
Smee