AW: Was ist los mit meiner Flecki?
Es gibt positve Neuigkeiten von Flecki, die mich allerdings auch ein wenig ins Grübeln bringen.
Seit etwa 1 Woche ist Flecki verändert, positiv verändert. Zunächst zu dem, was sie an Medikamenten und Co. bekommt: Zylkene, nur noch jeden 2. Tag, 3 x täglich Bachblüten, damit sie einen freien Kopf bekommt und sich selbst keinen Stress macht und in regelmäßigen Abständen Folsäurespritzen. Am 6. Mai steht die nächste an, die Abstände werden größer und es wird dann zur Kontrolle noch ein Blutbild gemacht um zu sehen, ob die Katze gut eingestellt ist. Außerdem steckt noch Feliway in der Steckdose, aber da die Balkontür hier viele Stunden auf ist, wird das auch immer wieder ausgesteckt.
Momentan frisst sie gut, kotzt nicht, der Kot riecht immer noch nicht nach Rosenblüten, aber es wird. Das Fell sieht super aus. Aber die markanteste Veränderung ist ihr Verhalten. Sie ist eher ängstlich, wenn es um Unbekanntes geht, verdächtige Geräusche, neue Menschen. Gestreichelt werden ist nicht ihr Ding, vor allem nicht am Kopf. Zumindest war das bisher so.
Seit letzten Samstag ist vieles anders. Wenn es an der Tür klingelt lässt sie sich nicht mehr mit Leckerchen ins Wohnzimmer locken. Sie muss dabei bleiben und schauen, wer denn da kommt. Oder wie sich Mensch draussen die Schuhe zubindet. Oder wie groß das Paket ist, dass der Bote bringt. Dabei verlässt sie die Wohnung nicht. Normalerweise war das Treppenhaus immer gruselig, weil da komische Geräusche herkamen...
Die neuen Katzensitter hat sie am Sonntag nicht unterm Sofa begrüsst sondern hat sich an beide rangeschmissen. Ist um die Beine gestrichen. Hat sich streicheln lassen. Mein Staunen wurde immer größer. Auch dem Besuch eines Nachbarn gegenüber (den kannte sie allerdings schon), war sie sehr aufgeschlossen.
Mir gegenüber ist sie sehr anhänglich geworden. Sie schnurrt viel mehr als sonst. Sie besteht auf ihr Clickertraining. Sie geniesst es gestreichelt zu werden :shock:. Und so langsam lässt sie mich ihr Auge mit einem Wattepad reinigen, ohne sauer zu sein.
Irgendjemand hat eine andere Katze in Fleckis Fell gesteckt. Und das ist es, was mir zu denken gibt. Ich weiss, dass Katzen es gut verbergen können, wenn sie krank sind. Und das wir an eine sehr gute Tierärztin geraten sind, die den Folsäuremangel diagnostiziert hat, war ein Riesenglück. Denn der kann sich negativ auf die Nerven der Katze auswirken. Ich freu mich riesig, dass ich höchstwahrscheinlich jetzt die "wirkliche" Flecki sehe, die mit wenig Stress, viel Lebensfreude und einer Menge Flausen im Kopf. Aber hätte ich es womöglich früher erkennen und ihr einiges ersparen können? Wahrscheinlich hat sie durch die Entzündung der Bauchspeicheldrüse auch Schmerzen gehabt, da wäre ich auch schlecht gelaunt und würde es nicht toll finden, wenn mich dann auch noch jemand streicheln will. Und wer weiss, wie lange sie das schon hatte...
Mein Verstand sagt mir, dass diese Gedanken erstens unnütz sind und zweitens hätte ich es eben nicht früher sehen können, da die Symptome sehr diffus waren. Deshalb werde ich zusehen, die Gedanken aus dem Kopf zu kriegen und Fleckis Lebensfreude zu genießen.