Ich kann dir bei einer 10jährigen Katze nur ganz dringend von einem Kitten abraten. Sowas wie Welpenschutz gibt es bei Katzen nämlich nicht. Außerdem haben Kitten ein ganz anderes Spielbedürfnis als eine Katze im ruhigeren Alter.
Das wird, spätestens wenn die Kleine in die Pubertät kommt, zum Problem. So eine kleine Tobewutz und eine Dame ist ungefähr so, als wenn du ein Neugeborenes auf eine Ü30-Party mitnimmst und erwartest, dass die die gleichen Interessen haben.
Such dir wie schon gesagt eine erwachsene Katze mit ähnlichem Charakter aus einer Pflegestelle. Sonst kann ich dir nur zu 2 Kitten raten, damit deine Katze nicht alleine ist, aber die Kleinen sich zum spielen haben, wenn die Dame keine Lust hat. Wäre das eine Option, wenn es unbedingt Kitten sein sollen?
*unterschreib*
Ich halte das auch für keine gute Idee.
Und ich kann auch wirklich nicht verstehen, dass die meisten TÄ offensichtlich nicht dazu in der Lage sind einfach mal zu sagen:
Davon habe ich leider keine Ahnung. Mein Job ist es KRANKHEITEN bei Tieren zu behandeln, was nicht automatisch auch beinhaltet sich mit dem VARHALTEN jeder Tierart bis ins Kleinste Detail auszukennen und hier auch "pyschologisch" kompetenten Rat geben zu können.
Bitte wenden sie sich an jemanden, der sich damit auskennt...
Batidor hat es ja schon gesagt: Welpenschutz gibt es nicht und Muttergefühle??? - also bitte!
Der Pflegeinstinkt bei werdenden Katzenmüttern ist hormonell gesteuert und entwickelt sich während der Trächtigkeit. Wo soll deine Katze denn jetzt Muttergefühle herholen?
Klar kann es sein, dass sie ein neues Kitten gut leiden kann, oder auch nicht. Das hat etwas mit Symphatie und Antipathie zu tun, die es auch unter Katzen gibt und die man auch als Mensch nicht beeinflussen kann, egal wie "gut" man auswählt.
Aber man kann trotzdem sein möglichstes tun, damit es klappt.
Dazu gehört schon, was oben gesagt wurde:
Man versucht Katzen mit ähnlichen Interessen und gleichem Spielverhalten zusammenzuführen.
Es ist schon richtig: eine Zusammenführung mit einem Kitten geht meist schneller als mit einer erwachsenen Katze. Kitten haben einfach noch nicht so das Problem sich noch einmal neu einzugewöhnen und sind sie gut sozialisiert und haben noch nichts Schlimmes erlebt, dann sind sie meist offen für Neues.
ABER: Es gibt ein Leben nach der Zusammenführung und DAS muss funktionieren.
Auch wenn die Katzen sich gut leiden können und z.B. gerne miteinander kuscheln, wird es Probleme geben, wenn z.B. ein quiriles Kitten eine ältere Dame immer wieder dazu auffordert mit ihm zu spielen und die ältere Dame da keine Lust mehr zu hat.
Ein gut sozialisiertes Kitten wird vielleicht irgendwann aufhören Oma zu nerven, denn es versteht schon, dass die andere Katze nicht so mag wie es selbst, aber dann hat man ein absolut unterfordertes Kitten. Will man das wirklich?
Daher auch der Rat: wenn dann zwei Kitten. Katzen sind nicht wahllos. Sie verstehen schon: mit dem einen darf ich spielen und mit dem anderen kann man super kuscheln. Deshalb ist auch meist die Sorge unbegründet, dass dann zwei Kitten die ältere Katze gemeinsam nerven.
Bist du denn genug zu Hause für Kitten? Die brauchen nämlich öfter Futter. Ich meine gelesen zu haben, dass ihr 8-9 Stunden außer Haus seid. Das finde ich für Kitten eindeutig zu lang.
Das mit dem Futter lässt sich aber regeln.
Puh, ist irgendwie lang geworden. Dabei wollte ich doch batidor nur zustimmen ;-)...