Verehrte Leser und liebe Katzenfreunde,
ich möchte an dieser Stelle (insbesondere für Leser aus dieser Region) die aktuelle Situation darstellen, was einem Hilfesuchenden in der Hansestadt Stade widerfahren kann, wenn hier jemand versucht Hilfe und Unterstützung in Tierschutzangelegenheiten zu bekommen.
Öffentlichkeit lässt sich in diesem Falle wohl nur im Internet herstellen, da hier die örtlichen Tages- und Wochenblätter scheinbar kein Interesse haben diesbezüglich ihre Leser zur Aufmerksamkeit zu ermuntern. Stattdessen bleiben die wahren Problemverursacher der unkontrollierten Katzenvermehrung ungeschoren. Durch eine einseitige Berichterstattung werden dann Tierhasser fast noch angeleitet - auf welche Art und Weise Tierhelfer anzugreifen und zu entmutigen sind. Menschen, welche sich um das Wohl der Tiere sorgen deren Elend und Not andere angerichtet haben, werden in der örtlichen Berichterstattung meist als Sonderlinge diffamiert und in ihrem Bemühen allein gelassen, anstatt die wahrhaft Verantwortlichen konsequent zur Rede zu stellen. Das hier Zeitungen einmal zur Mithilfe oder zum Hinschauen aufrufen, hat es in dieser Stadt meines Wissens nach noch nicht gegeben.
Zudem möchte ich Katzenhalter mit Freigängern in dieser Gegend auf bestehende Gefährdungen an den unten genannten Örtlichkeiten hinweisen.
Der hier vorgetragene Fall begann Anfang August 2012. Bis zum heutigen Datum hat weder das Ordnungsamt der Hansestadt Stade noch das Veterinäramt des Landkreises Stade irgendetwas
unternommen, weder um die Tiere zu schützen noch um einer weiteren Vermehrung Einhalt zu gebieten. Die Vorgänge wurden den Behörden mehrfach vorgetragen.
Es geht in diesem Falle darum wie sich Katzenbesitzer der Verantwortung für ihre freilaufenden, unsterilisierten Katzen entziehen. Die Tiere vermehren sich dann in den Grünanlagen dieser Wohnanlage. Da die dann auftauchenden Welpen von den Anwohnern und der Hausverwaltung dieses Grundstückes unerwünscht sind, wird unter anderem versucht diese mit Hilfe von Hunden aus den Grünanlagen zu jagen (die Kätzchen sind Gottseidank zu schlau und zu schnell, und ich stell mich wenn ich diese Aktionen denn mitkrieg in den Weg). Im Gespräch alternativ eine Lösung zum Wohl der Tiere zu finden, wird von der Hausverwaltung abgelehnt. Eine natürliche Lösung des Problems (also die Tiere verhungern lassen) durch Aussprechen eines Fütterungsverbotes wird angestrebt. Diese Lösung wird auch von der Stadtverwaltung und dem Veterinäramt des Landkreises Stade angestrebt. Das Veterinäramt geht sogar soweit das es diese Katzen als Wildtiere einstuft und jedes Eingreifen ablehnt.
Die zuständig Hausverwaltung hat dem Tierschutz den Zutritt zum Gelände verweigert, ein Einfangen der Tiere ist deshalb nicht möglich.
Da diese scheuen Tiere ausserdem nicht vermittelbar sind, hat die Tierhilfe Stade dann diesen Fall zu den Akten gelegt.
Vom Deutschen Tierschutzbund, den ich jetzt um Hilfe in dieser Angelegenheit angeschrieben habe, erwarte ich eine ähnliche Antwort, leider.
Es ist ohne jegliche Unterstützung trotzdem gelungen, 3 der 6 Tiere durch den Winter zu bringen, trotz Fütterungsverbot, und Behinderungen duch die Anwohner. Bei den verschwundenen 3 Katzen, hoffe ich das sie vielleicht anderwo versorgt und angenommen wurden. Da die Tiere unbedingt sterilisiert/kastriert werden müssen, habe ich im Frühjahr erneut die Behörden angeschrieben. Diesmal habe ich sogar die Frau Bürgermeisterin der Hansestadt Stade angeschrieben. Leider ohne Erfolg.
Ein weiterer Versuch - ein Schreiben an den Rat der Hansestadt Stade mit der Anregung ob die Einführung einer Kastrationspflicht für freilaufende Katzen in Stade, vielleicht einmal zu überdenken wäre, ist zur Zeit noch unbeantwortet.
Um auf die Eingangs erwähnte Gefahr für hiesige Freigängerkatzen zurück zu kommen. Da die genannten Anwohner in unbeobachteten Momenten nicht davon ablassen werden, weiterhin hier die Katzen in den Grünanlagen zu verschrecken auf welche Art und Weise auch immer, kann wahrscheinlich davon ausgegangen werden, das bei solchen Aktionen nicht nur die ohnehin scheuen, ängstlichen freilebenden Katzen (wenn auch nur vorübergehend) verjagt werden, sondern das womöglich auch anwesende Hauskatzen bei solchen Vorkommnissen die Orientierung verlieren könnten und dann nicht mehr nach Haus finden.
Deshalb dieser Hinweis, insbesondere an die fürsorglichen Katzenbesitzer mit Freigängern, die Augen aufzuhalten im Bereich der Grünanlagen gegenüber dem PENNY-Markt im Bielfeldtweg in Stade. Vielleicht hat ja sogar der eine oder andere, die Möglichkeit und das Interesse irgendetwas für die hier freilebenden Kätzchen zu tun.
Meine Hochachtung und Respekt an diejenigen, die in ihren Städten und Gemeinden im Zusammenhang mit der Kastrationspflicht etwas erreichen konnten.
Ich wäre erstmal schon froh wenn ich die 3 Katzen in Sicherheit bringen könnte.
Mit freundlichen Grüssen
Rasmuss