Barf Rezepte wirklich selber "erfinden"

Diskutiere Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" im Rohfleischfütterung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo, ich habe mal eine, wahrscheinlich blöde, Frage an die Barfer hier. Ich möchte ja auch mit Barfen anfangen und hab mir diesen Kalki mal...
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #1
DjangosMAMA

DjangosMAMA

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Hallo,

ich habe mal eine, wahrscheinlich blöde, Frage an die Barfer hier.

Ich möchte ja auch mit Barfen anfangen und hab mir diesen Kalki mal angeschaut. Man findet aber auch fertige Rezepte im Internet oder eure schon "erfundenen".

Jetzt zu meiner Frage. Muss man sich selber eines erstellen weil das dann auf die eigenen Tiere zugeschnitten sein muss oder kann man auch einfach schon vorhandene Rezepte verwenden ?

Woher weiß ich genau was meine nun brauchen ? Will ja auch nichts falsch machen ...

Vorallem hab ich sehr Angst was beim supplementieren falsch zu machen und meinen Mäusen dann mehr zu schaden als was gutes zu tun. ...
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #3
Ok, nun weiß ich man muss selber machen ABER woher weiß ich genau was meinen nun schadet oder was sie brauchen und wieviel davon ??

Sorry fühl mich schon selber sehr blöde das zu fragen aber hab echt Angst ...
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #4
Hallo,

gut dass du fragst, zu dem Thema gibt's nen eigenen Thread: ;)

Wenn du gesunde, ausgewachsene Katzen hast, die z.B. Pute mit Rinderherz mögen und vertragen, dann kannst du natürlich ausm Netz ein mit dubarfst-Kalki gerechnetes Rezept für Pute mit Rinderherz ziehen und das nachmachen.
ABER
- du weißt u.U. nicht genau, ob dieses Rezept für gesunde Katzen gerechnet wurde, oder vielleicht doch für welche mit Spezialbedürfnissen.
- du weißt nicht genau, ob genau die Supplemente verwendet wurden, die du auch hast (z.B. Knochenmehlmarke mit demselben Calcium- und Phosphorgehalt).
- deine Katzen kriegen von der Kombi aus rotem und weißem Fleisch vielleicht Kotzeritis.
- die Katzen des Rezepterstellers neigen zu Übergewicht, deshalb wurde das Rezept mit nem geringeren Fettanteil gerechnet, deine sollten aber zunehmen ...

Du merkst, da gibt's einige Fallstricke.
Voll und ganz abraten würd ich dir davon, irgendwelche Rezepte ausm Netz zu ziehen, bei denen du nicht weißt, mit welchem Sachverstand und nach welchen Grundsätzen sie erstellt wurden.
Es gibt leider immer noch genug Leute, die z.B. vergessen, dass Katzen auch Calcium brauchen (in Form von Knochen, Knochenersatz und/oder Calciumpräparaten).
Oder Leute, die Katzenbarf wie Hundebarf mit 20-30% Pflanzenanteil rechnen, während Katzen tatsächlich reine Carnivoren sind und (bis evtl. auf nen kleinen Anteil faseriges Gemüse als Ballaststofflieferant) überhaupt nix Pflanzliches brauchen, um optimal zu "funktionieren".
Oder Leute, die von irgend nem bestimmten Supplement (z.B. Grünlippmuschelextrakt oder Spirulina) total überzeugt sind und es immer in ihre Rezepte packen, ohne sagen zu können, wofür das eigentlich ganz genau gut sein soll und was für Wechselwirkungen ggf. mit anderen Nahrungsbestandteilen zu beachten sind.

Am besten, du beschäftigst dich erstmal mit etwas grundlegender Nährstoffkunde, damit du verstehst, welche Nährstoffe wichtig sind und aus welchen Nahrungsbestandteilen katz sie beziehen kann.
Lies mal z.B. hier ein wenig rum:

Wenn du Rezepte selber bauen willst, aber dich noch nicht an den dubarfst-Kalki rantraust, guck dir mal die Grundrezepte von dubarfst an ( ).
Aber auch die würd ich nicht nutzen, ohne vorher verstanden zu haben, was das ganze Zeugs da im Futter zu suchen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #5
Danke für den Link ich werds mir mal durchlesen.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #6
Edit: Jetzt bin ich schon wieder eins hinterher ;) Zu deinem zweiten Posting:

Es gibt mehr oder weniger wissenschaftlich ermittelte Nährstoffbedarfswerte für Katzen, angegeben pro Tag und kg Körpergewicht.
"Mehr oder weniger" deshalb, weil diese Bedarfswerte mehr als Anhaltspunkt zu sehen sind, nicht als Gesetz. Auch bei nem Menschen wird selbst ein Ernährungswissenschaftler kaum sagen können, wieviel Vitamin C der heute braucht - er kann sich den Menschen höchstens angucken und auf Grund irgendwelcher Symptome sagen, dass er derzeit nen besonders hohen Vitamin-C-Bedarf hat und mehr Obst essen oder Ergänzungsmittelchen einnehmen sollte.

Die Katzen-Bedarfswerte findest du z.B. im dubarfst-Kalki gespeichert, der rechnet mit denen.
Außerdem enthält der Kalki ne Datenbank mit den Nährstoffgehalten aller möglicher Fleischsorten und Supplemente (das können natürlich auch nur Durchschnittswerte sein).
Mit diesen Angaben kann man schon theoretisch ein exakt an den Nährstoffbedarf angepasstes Futter berechnen - praktisch gibt's natürlich immer Schwankungen, die der Körper aber problemlos ausgleichen kann. Es ist ja schließlich auch nicht in jeder Maus gleich viel von allem drin.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #7
Dann sollte ich den Kalki wohl mal etwas genauer studieren.

wie ist es wenn ich jetzt ein Rezept hätte für nen gesunden 3 jährigen 8kg Kater.

Darf dann die 5 jährige 2,5kg katze genau dasselbe futtern ? Oder braucht die dann was anderes ?

Und wie ist es mit einem fast einjährigen sehr schlankem Mäuschen das ruhig zunehmen dürfte ?

Sollte ich dann verschiedene Rezepte machen und verfüttern ??
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #8
Das kommt (wie immer) drauf an ;)
Prinzipiell können ausgewachsene, gesunde Katzen ein und dasselbe Futter bekommen. Da ist es auch nicht anders als bei Dose - wer mehr wiegt, der frisst eben entsprechend mehr.
Für die kleine Miez, die zunehmen soll, könntest du spezielles Futter mit höherem Fettgehalt zubereiten. Aber vielleicht ist sie auch so wild auf Rohfleisch, dass sie von Normalbedarf-Futter einfach deutlich mehr frisst und auf diese Weise von allein zunimmt. (Allgemein werden Katzen von Barf muskulöser, das ist ne deutlich gesündere Form des Zunehmens, als wenn man NUR Fett ansetzt.)
Was da das Beste ist, kann man letztlich nur durch Beobachten der eigenen Katzen und durch Ausprobieren rausfinden. Keine Angst, sooo viele Stellschrauben gibt's dann auch wieder nicht.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #9
Ok dann werd ich mir auf jedenfall jetzt mal deinen Link durchlesen und den Kalki nerven ;-)
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #11
Nun noch mal ne Frage ...

Fressen total Rohfleisch verweigernde Katzen das Fleisch eher wenn Supplemente dran sind ?
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #12
Kommt drauf an. Einige Sorten kann man supplementiert gut untermogeln. Aber auch das ist von der jeweiligen Katze abhängig.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #13
Also für richtiges Barfen mit Supplementen bin ich viel zu unwissend bisher aber kann man denn mit zb Easy barf schonmal testen ob die Fleischverweigerer das überhaupt annehmen oder ist der Unterschied zu richtigen Supplementen doch zu groß ?
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #14
Fertigsupplemente schmecken deutlich anders als natürliche. Manche Katzen mögen nur eins von beidem.
Manche Katzen mögen auch Fertigsupplement A, aber nicht B. Oder A nur frisch und B nur dann, wenn es ein paar Tage lang mit dem Fleisch eingefroren war. (Biester.)

Was Unwissenheit angeht - dem kann man ja abhelfen ;)
Kennst du z.B. die ? Wenn du einfach mal ein Kilo vom am wenigsten abgelehnten Fleisch nach Grundrezept fertigmachst, für drei Tage einfrierst (damit die Supplemente schön einziehen) und dann hinstellst, machst du nix falsch.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #15
Du kannst problemlos die ersten Sorten mit Felini Complete oder easybarf machen. Wobei ich Felini ganz für den Anfang besser finde, weil man nix mehr zugeben muss.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #16
Also bei meinen ist es ein sehr großer Unterschied zwischen den natürlichen und dem Felini Complete. Das Felini Complete wird gerne gegessen hingegen die einzelnen Zusätze nicht so wirklich.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #17
Das liegt aber meist nur an einem oder zwei der natürlichen Supplemente, die manche Katzen nicht mögen. Denn Salz, Taurin, Calcium-und Phosphorsuppi sind im Felini auch nicht anders. Daher würd ich evtl auf Lachs, Leber, Fortain oder Seealge tippen.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #18
Die 4 sind manchmal echt problematisch, vor allem Fortain und Seealge. Leber und
Lachs kommen ja wirklich nur wenig rein und riechen nicht so extrem, wie fortain oder Seealge.
 
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #19
Das liegt aber meist nur an einem oder zwei der natürlichen Supplemente, die manche Katzen nicht mögen. Denn Salz, Taurin, Calcium-und Phosphorsuppi sind im Felini auch nicht anders. Daher würd ich evtl auf Lachs, Leber, Fortain oder Seealge tippen.

Stimmt soweit habe ich gar nicht gedacht. Ich tippe mal das es die Seealge und das Fortain ist. Eine liebe Forine hat den Test gemacht immer ein Zusatz in einem kleine Stück Fleisch und dann alle nebeneinander gestellt, so hat sie raus bekommen was gemocht wird und was nicht. Hm sollte ich auch hier mal machen. Vielleicht hilft das auch dir DjangosMAMA :)
Wobei man ja das Fortain gegen Blut tauschen kann, das hier auch angenommen wird zumindest das bisschen was noch beim auftauen raus kommt.
Aber gibt es ein Ersatz für Seealge?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Barf Rezepte wirklich selber "erfinden" Beitrag #20
Hier geht alles, egal ob Blut, Fortain, Seealge oder sonstwas. Aber ich nehm da auch keine Rücksicht. Alles was mal gegessen wurde gibts auch wieder zu essen.
 
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