Hallo zusammen,
vor einem knappen halben Jahr wurde bei meiner Süßen (09/03) ein Mammatumor diagnostiziert.
Aufgrund der relativ schlechten Prognose und weil sie auch die Kastration nicht so gut verkraftet hat,
habe ich mich damals gegen eine OP entschieden. Damals waren auch schon vereinzelt Metastasen in der Lunge auf dem Röntgenbild zu erahnen. Um das sicher zu wissen, hätte man ein CT machen müssen, da ich aber eine OP ausgeschlossen hatte und ihr lieber ein paar schöne Monate machen wollte, haben wir darauf verzichtet.
Ihr ging es auch die ganze Zeit gut, sie bekam getreidefreies Futter und hat dies verschlungen - in Folge dessen hat sie auch ein paar hundert gramm zugenommen

ich habe sie fressen lassen, wußte ich doch dass die Zeit kommen wird wo sie es nicht mehr tut :.-( sie bekam Metacam, um evtl. Schmerzen vorzubeugen und weil manche Tumore darauf ansprechen und das Wachstum verringern. Sie sind allerdings weiter gewachsen, ob es ohne Metacam schneller oder mit Cortison langsamer gewesen wäre, weiß man ja leider nicht.
so und jetzt begann es letzte Woche, dass sie schwer atmete. Ich war mir nicht sicher, ob es am Wetter lag, war es doch so extrem heiß an diesen Tagen. ich bin Donnerstag mit ihr zum
Tierarzt, sie hat sie abgehört und meinte, Herznebengeräusche wären nicht zu hören und sie würde befürchten, dass es nicht am Wetter liegt. Das Röntgenbild ergab, dass der Brustkorb voll sitzt. Womit kann man ja auf dem Röntgenbild schlecht sehen. Sie befürchtet Tumore bzw. Metastasen. Das Herz ist kaum noch zu sehen und auch nur noch ein kleiner freier Teil Lunge.
Sie hat ihr dann, weil sie noch fraß, auf Verdacht Entwässerung und AB gespritzt. Abends bekam sie dann noch eine Entwässerungstablette und schon am späten Abend und dann am Freitag ging es ihr um Längen besser. Die Atmung wurde etwas leichter, aber noch viel wichtiger war, dass sie wieder kam, wenn man sie rief und auch Antwort gab. Das hörte nämlich in den TAgen zuvor auf.
Die Freude darüber währte aber nur kurz, denn schon Freitag abend und Samstag ging es ihr wieder schlechter. Am Sonntag dann hörte sie auf zu fressen. Ich hab mich dann in der Packungsbeilage des Dimazon zum entwässern belesen und habe die Dosis verdoppelt, denn ich befürchte, dass die Dosis zu gering war und es ihr deshalb wieder schlechter ging. Heute mittag werde ich bei der Ärztin anrufen und mich mit ihr besprechen wie es weitergeht, so hatten wir es am Donnerstag vereinbart.
Heute morgen fraß sie wieder etwas und war auch kurz draußen. Sie kam auch gestern wieder zu mir auf die Couch. Allerdings atmet sie immer noch schwer und relativ schnell (zw. 45 und 50 Atemzügen habe ich gezählt). Sie schnurrt nicht mehr und ist sehr ruhig geworden. Allerdings sucht sie unsere Nähe, das werte ich immer noch als positiv.
Aber - ich will sie nicht quälen. ich liebe sie unendlich und bin total verzweifelt, denn ich habe so wahnsinnige Angst vor dem Moment, in dem ich sie gehen lassen muss. Ich habe immer gedacht, ich merke wenn es so weit ist und dann kann ich mich auch guten Gewissens dafür entscheiden. Aber so ist es nicht - als sie mir heute morgen um die Beine strich, liefen mir die Tränen. Und als sie dann noch fraß - wenig aber immerhin - habe ich wieder Hoffnung geschöpft. Aber ich will auch nicht das Risiko eingehen, dass sie mir jämmerlich erstickt, nur weil ich zu lange gewartet habe.
Wer kennt sich damit aus - wie ist die Prognose, wenn man nicht sicher weiß, was ihr das Atmen so erschwert?? ist meine Hoffnung auf Wasser im Bauchraum doch nicht ganz verkehrt?? Ich möchte sie jetzt auch nicht jeden zweiten TAg zum
Tierarzt schleifen, das stresst sie immer ungemein und nach dem Röntgen am Donnerstag hat sie durchs Mäulchen geatmet, so sehr hat es sie gestresst.
Bitte helft mir - ich bin so unsicher, ich habe so wahnsinnige Angst das Falsche zu tun und ich kann mir nicht vorstellen dieses Zauberwesen gehen lassen zu müssen.
LG Silke