• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ??

Diskutiere Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? im Tumore und Geschwürerkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; AW: @ Sylle und wenn er Dir als Trost geschickt wurde, von wem auch immer? Kennst Du das Testament einer Katze? Testament einer Katze (...
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #21
AW: @ Sylle

Daher habe ich jetzt so ein schlechtes Gewissen, ihn öfter reinzulassen mit dem Wissen, dass sie es nicht gewollt hätte....

und wenn er Dir als Trost geschickt wurde, von wem auch immer?
Kennst Du das Testament einer Katze?

Testament einer Katze ( Margaret Trowton)

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles was sie haben, denen zu hinterlassen die sie lieben.
Ich würde auch solch`ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.
Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebenden Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag bitte nicht:"Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh."

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib ihr meinen Platz. Das ist mein Erbe,
die Liebe, die ich zurück lasse ist alles, was ich geben kann.
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #22
Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für eure lieben Worte. Ja der kleine Katermann ist wirklich süß - er kommt mittlerweile, wenn ich von der Arbeit komme, genauso wie meine andere Dauerfreigängerin von irgendwoher angelaufen, wenn er mein Auto hört. Er gehört halt mit dazu, auch wenn er lieber draußen ist als drinnen. Aber er sieht sich als zur Familie gehörig und das zeigt er auch ganz deutlich.

ich glaube schon dass er ein Trost sein soll, allerdings bin ich noch nicht so weit, das annehmen zu können. Mein Mann ist schon am meckern, denn er will den Kater auf keinen Fall. Wir haben genug Viecher, meint er , und er hat ja auch recht. Aber ich konnte doch im Winter bei Minusgraden ein frierendes und hungerndes Kätzchen, das verzweifelt versucht hat an mir hochzuklettern, wenn ich draußen war, nicht einfach dort stehen lassen. Ich habe ja einige Tage gewartet, da ich weiß dass man fremde Katzen nicht anfüttern soll, wenn man nicht weiß ob sie jemandem gehören. Aber keiner wollte ihn und es war kalt.....allerdings frißt mir der kleine Kerl auch die Haare vom Kopf. Was der verputzt, ist unglaublich.
Heute morgen ist er mir in die Küche nachgelaufen, als ich Brote für die Kinder gemacht habe. Ich habe zwar Katzen, allerdings sind die alle aus dem Alter raus, dass sie auf der Küchenzeile rumspazieren - und davon abgesehen dürfen sie es auch gar nicht. Bis auf Jersey die letzten sechs Monate, aber die hatte seit der Diagnose auch VIP-Behandlung und durfte alles....
Auf jeden Fall hat der freche kleine Kerl, als ich ihm den Rücken zugedreht habe, sich Schafskäsewürfel aus der Verpackung!! geklaut - die Kinder haben so gelacht über ihn und ich konnte auch fast nicht böse sein - er holt einen schon ein bißchen aus der Trauer raus.

Ich hoffe ich darf mich noch ein bißchen ausjammern bei euch, denn wie ihr bestimmt alle selber wißt, verstehen nur Katzenhalter andere Katzenhalter. Mir wird zwar viel Mitgefühl entgegengebracht, aber da hört es dann auch schon auf.
Mein Mann hat mich am Montag begleitet und auch gestützt, soweit er das kann. Er kann sehr schlecht Gefühle zeigen und das ist mir auf dem Rückweg vom Arzt aufgefallen. Er hat kaum gesprochen und zuhause war das Thema für ihn durch. Wir haben sie schnell beerdigt, denn wir wollten das ohne die Kinder machen. Im Nachhinein ein Fehler - der Große hätte sie nicht sehen wollen, aber der Kleine fragt immer nach ihr, in welcher Decke sie eingewickelt ist und wollte sie schon ausgraben. Ich habe sie nur noch einmal gestreichelt, sie war ja noch gar nicht lang tot und noch warm. Montag kam es mir richtig vor, ich war so erleichtert und die Zeit drängte, gestern hätten wir den ganzen Tag keine Zeit gehabt sie in Ruhe unter die Erde zu bringen und heute auch nicht.
Mittlerweile bereue ich das - ich hätte sie noch mehr streicheln sollen, mich länger von ihr verabschieden sollen. Ich habe ihr nur noch mal die Ohren gekrault und ihr süße Träume gewünscht - vielleicht hätte ich sie mir noch mal auf den Schoß nehmen und mit ihr in Ruhe ausgiebig kuscheln sollen. Vielleicht ist es das was mir fehlt?? Ich komme mir fast vor, als hätte ich sie hopplahopp mal eben entsorgt und verscharrt und gut ist - versteht jemand wie ich das meine??

Bei meinem Mann habe ich das Gefühl er nimmt mir übel, dass er so sehr involviert war. Als Jersey die Sedierung nicht vertrug und ich rauslief um die Ärztin zu holen, mußte er sie für kurze Zeit halten und beruhigen, sie hat wohl ganz schön gekrampft. wir haben noch nicht wieder darüber gesprochen, er hat nur sowas in der Richtung fallen lassen, dass das meine Sache gewesen wäre. Aber einer mußte doch den Arzt holen??
Ich mag auch gar nicht mit ihm darüber reden, denn für noch mehr Vorwürfe gleich welcher Art bin ich jetzt noch nicht stabil genug.

Aber die Sedierung bringt mich zum nächsten Punkt, der mich beschäftigt. Ich hatte so Angst, dass ihr übel wird von der Narkose, ich wollte nicht dass sie Angst bekommt, wenn man ihr den Katheter legt. Ich wollte nicht dass sie stillhalten muß zum rasieren und wir sie festhalten müssen. All das wollte ich nicht, weil ich ihr keine Gewalt mehr antun wollte in ihren letzten Minuten. Und genau dadurch habe ich es für sie noch schlimmer gemacht. Kurz nach der Sedierung fing sie an zu würgen - raus kam nichts, aber es sah schlimm aus. Mein Mann meinte, sie hätte vielleicht die Kontrolle über ihre Zunge verloren. Ich bin schnell raus um die Ärztin zu holen und diese kam sofort und meinte, dass wir jetzt schnell handeln müssten. Und dann hat sie sie schnell raus aus der Box, hingelegt, Bein rasiert, Katheter gelegt und die erste Dosis Narkose gespritzt. Und die ganze Zeit mußte ich sie halten, sie hat miaut und noch versucht sich unter meinem Arm rauszuschummeln. Dann ging es zwar innerhalb von Sekunden, dass das Miauen aufhörte, aber DAS hatte ich mir doch anders vorgestellt.
Von meinen Frettchen kannte ich es so, dass die erste Dosis unter die Haut gespritzt wurde und davon waren sie recht schnell weit weg, dann kam der Rest.
Das wollte sie nicht machen, da sie meinte, dass es a) weh tun würde (stimmt, die Frettchen haben auch immer geschimpft) und b) es dann zu lange dauern würde, bis die Narkose wirkt und dann könnte es zu den befürchteten Nebenwirkungen wie Erbrechen oder Aufbäumen kommen.
Anscheinend habe ich in dem Punkt Pest gegen Cholera getauscht - aber ich mache mir Vorwürfe ihr die letzten Minuten ihres Lebens keine Liebe und Würde, sondern Stress und Panik mitgegeben zu haben. Und das für das Tier, was ich von meinem ganzen Zoo am meisten geliebt habe...ich fühle mich so schlecht.....

Und der letzte Punkt, den ich mir von der Seele reden möchte, ist dass ich mir selber die Schuld gebe an der Krankheit, die sie letztlich das Leben gekostet hat. Ich habe oft gelesen, dass das Risiko für Mammatumore bei nicht kastrierten katzen um ein vielfaches höher ist als bei kastrierten.
Jersey war zwar kastriert, aber erst spät. Ich habe vor vielen Jahren ein sehr geliebtes Frettchen durch eine Kastration verloren, sie ist in der Nacht nach der OP verstorben. Das hat mich so sehr traumatisiert, dass ich danach nur noch schon kastrierte Frettchen aus dem Tierheim aufgenommen habe, damit mir sowas nicht noch einmal passiert.
Die Kastration aller Katzen war kein Problem, aber bei Jersey war ich panisch. Ich hatte so furchtbare Angst sie zu verlieren, dass ich es Jahr um Jahr hinausgeschoben habe, bis sie eine Gebärmutterentzündung hatte und notoperiert wurde. Das war alles sehr dramatisch und sie hat auch etwas dran zu knabbern gehabt. Aber dann war alles wieder gut und ich hab gehofft sie könnte ewig bei mir bleiben. Und dann diese fiese Krankheit und ich hatte immer den Hintergedanken im Kopf, dass sie es nur hat, weil ich sie nicht eher haben kastrieren lassen. Das und alle anderen Gedanken drehen sich nur in meinem Kopf.....es geht mir zwar im Moment ganz gut, besser als ich gedacht hätte, aber ich denke dass das noch der Schock von Montag ist, der jetzt erst langsam weichen wird. Daher werden die Gedanken auch immer mehr.....ich vermisse ihr lautes Schnurren, wofür ich oft mit ihr gemeckert habe, weil sie abends auf mir lag und so laut geschnurrt hat, dass ich den Fernseher lauter stellen mußte :)

Wer bis hierhin durchgehalten hat - vielen Dank fürs lesen. Ich wußte die letzten Tage vor ihrem Tod nicht wohin mit meiner Verzweiflung und jetzt ist es nicht viel besser, nur ist die Verzweiflung in Schuldgefühle und Gedankenversunkenheit übergegangen.

Vielleicht versteht mich ja jemand und mag was dazu sagen.

LG Silke
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #23
Liebe Silke,

ich habe bisher still mitgelesen, weil ich noch nicht in der Lage war etwas zu schreiben.
Ich habe meinen Kater am 21.06.2013 gehen lassen müssen, er hatte ein Lungenödem und wie sich später herausstellte auch einen Lungentumor.
Ich mache mir auch Vorwürfe, hätte ich es eher bemerken müssen, wären wir besser in eine TK gefahren usw.
Doch ich hätte ihn auch nicht weiter leiden lassen können, er wäre erstickt und das wollte ich nicht.
Ich denke wir dürfen und brauchen uns keine Vorwürfe machen, wir haben das beste für unsere Lieblinge getan und haben aus Liebe entschieden sie gehen zu lassen. Nun haben sie keine Schmerzen mehr und sind glücklich. Sie toben jetzt zusammen durchs Regenbogenland und wachen über uns.
Keiner der beiden wird böse sein, wenn ein anderes Kätzchen unser Herz erobert und uns ein wenig über die Trauer hinweg hilft.
Vergessen werden wir sie nie.

LG Anja
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #24
Liebe Anja,

vielen Dank für deine lieben Worte...

es tut mir sehr leid für dich und deinen Kater :-( es ist immer unfassbar schwer.....

Ich kann mir gut vorstellen, dass du noch nichts schreiben konntest zu diesem Thema. Mir fällt es auch noch schwer, sei es, weil ich mich einfach noch nicht auf das Schicksal anderer konzentrieren kann oder auch weil mir einfach noch die Worte fehlen, andere zu trösten.

Unsere Entscheidung war bestimmt richtig - ich zweifle auch nicht an ihr. Meine kleine Maus hat mich zuletzt mit riesigen Augen angeschaut, sie hat bestimmt sehr gelitten unter der schlechten Atmung. Aber das ganze drumherum - nun du hast es ja gelesen.

Wie alt war denn dein Katerchen - magst du ein bißchen von ihm erzählen??

Ganz liebe Grüße
Silke
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #25
Wer bis hierhin durchgehalten hat - vielen Dank fürs lesen. Ich wußte die letzten Tage vor ihrem Tod nicht wohin mit meiner Verzweiflung und jetzt ist es nicht viel besser, nur ist die Verzweiflung in Schuldgefühle und Gedankenversunkenheit übergegangen.

Vielleicht versteht mich ja jemand und mag was dazu sagen.

Silke ich kann Dich sehr gut verstehen und es ist einfach menschlich was Du fühlst, auch wenn es keinen Grund für Schuldgefühle gibt.
Wir können sehr lieben, das gehört zur unserer Natur, aber töten zu lassen was wir lieben geht völlig gegen unsere Natur, und auch die Erkenntnis das es eine Gnade ist unsere Tiere nicht leiden lassen zu müssen, setzt sich nur schwer und langsam dagegen durch.

Du hast Deiner Katze viel Liebe erweisen indem Du ihr Leid über das Deine gestellt hast und sie gehen lassen konntest, mehr Kraft und Mut kann man nicht zeigen.

Fühl Dich tröstend gedrückt, die traurigen Gedanken werden schwinden und nur die schöne Erinnerung an sie wird bleiben
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #26
Hallo Silke,

ich kann dich so sehr verstehen, genauso wie dir geht es mir. Die Vorwürfe/Gedanken, dass man sie doch nicht so ruhig/friedlich gehen lassen konnte wie man es gerne gehabt hätte (mein Pupi hat nicht gekrampft und gewürgt, aber sich bei der ersten Narkose in den Popo wahnsinnig aufgeregt) quälen auch mich.

Auch ich hab angefangen mich nach einer knappen Woche zu fragen ob es gut war, ihn direkt vom Tierarzt zum Krematorium zu bringen und beim Tierarzt wie auch im Krematorium jeweils nur kurz nochmal ihn zu streicheln und nicht mehr. Ich meine, ich hatte ihn im Auto, ich hätte nur zwischendrin anhalten und die Kiste aufmachen müssen und hätte alle Zeit der Welt gehabt. Dann denke ich wieder dass es auch nichts geändert hätte. Aber vielleicht ja doch?

Hast du auch das Gefühl, möglichst viele Eindrücke halten zu wollen? Ich glaube daraus resultiert dieser Gedanke, sich nicht ausgiebig genug verabschiedet zu haben. Ich habe Angst, Erinnerungen, Gefühle, Gerüche, ja sogar seine Haare in der Wohnung nach und nach zu verlieren und dass die Erinnerungen immer mehr verblassen.

Auch das mit den Vorwürfen, schuld zu sein an der Krankheit, kenne ich. Ich hab am Anfang als ich meine Katzen bekam noch in meiner Wohnung geraucht. Tja, mein Pupi hatte Knochenkrebs im Kiefer. Und Rauchen und Krebs...ja, es kann sein dass ich schuld bin. Es hätte aber auch ohne mein Rauchen kommen können.

Glaub mir, ich mache das gleiche durch, ich fühle genauso. Und trotzdem versuche ich mir zwischendrin zu sagen dass es jetzt so ist wie es ist, man kann es nicht mehr ändern. Und im nächsten Moment reißt es mir wieder den Boden unter den Füßen weg.

Unsere beiden Lieblinge (auch mein Pupi war mein allerliebster Schatz, so wie deine kleine Maus) waren unheilbar krank, hätten nur noch gelitten. Wir haben mit Sicherheit das Richtige getan. Und ich glaube irgendwann können wir das auch uneingeschränkt so sehen. Zumindest hoffe ich das.
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #27
@ russian
Das hast du sehr schön formuliert. Ich glaube du hast recht. Und ich bin auch immer noch überzeugt davon, dass die Entscheidung die richtige war. Dann lasse ich einfach die Zeit für mich arbeiten und hoffe, dass ich mich bald nicht mehr so mies fühle.....danke dir für deine Worte!!

@lalelu
Auch wenn es dir wohl nicht hilft, mir tut es gut zu sehen, dass ich nicht alleine so fühle. Diese Zweifel, die wir haben, sind wohl normal. Und ich glaube, dass russian da recht hat mit ihrer Aussage. Wir wissen beide dass es richtig war, aber weil das Töten eines geliebten Tieres nicht richtig sein kann und darf, suchen wir die Schuld bei uns, an vermeintlichen Fehlern, die realistisch betrachtet keine waren. Aber wer trauert kann wohl nicht klar denken....

Die zehn Jahre mit Jersey waren jetzt viel zu schnell vorbei, ich habe das Gefühl als hätte ich sie nicht richtig genutzt. Weil ich mir nie bewusst gemacht habe, dass sie auch einmal sterben wird.
Was mich so beschäftigt, ist wohl auch, dass meine Erleichterung schon bald größer ist als meine Trauer. Die
Angst vor dem Tag X, die ich seit sechs Monaten mit mir herum trug und die zum Schluss unerträglich wurde, ist weg. Denn ich HABE rechtzeitig reagiert, ich habe es geschafft mich zu lösen um ihr zu helfen. Das sage ich
mir seit Montag und versuche mich damit aufrecht zu halten. Obwohl ich denke dass noch ein Einbruch
kommen wird.



Was die vielen Eindrücke angeht ...... mein Sohn sagte zu mir, dass er Angst hat, dass wir mal vergessen dass wir die Jersey hatten. Das wird wohl nie passieren, mir zumindest nicht. Aber das zeigt, dass es nicht nur mir so geht....
Ich habe, als wir dann gingen, das abrasierte Fell vom Katheter legen eingepackt.....mein Mann hat nur den Kopf geschüttelt, aber ich wollte diese Erinnerung mitnehmen. Ich werde noch ein Bild von ihr aufstellen und die Haare auf die Rückseite kleben.....was bleibt uns sonst noch von ihnen....

Ihr Lieben, ich wünsche euch eine gute Nacht.....

Silke
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #28
Hallo Silke,

das verstehe ich. Zwei Tage nach Pupis Tod saß ich aufgelöst bei meiner Mama und hab ihr erzählt, dass ich jetzt ein kleines Döschen habe, in dem ich alle Haare von Pupi die ich noch finde sammeln will. Damit ich möglichst viele noch erwische, bevor sie weggesaugt, weggewaschen oder einfach durch die Tür rausgeweht werden. Meine Mum hat nur entsetzt den Kopf geschüttelt und meinte ich soll nicht völlig durchdrehen. Bisher sind 2 Haare in dem Döschen, ich kann einfach nicht sammeln. Ich bin mittlerweile nur noch gelähmt. Aber zu Beginn war das "Erinnerungen halten" ganz heftig bei mir. Ob ich noch welche sammle, weiß ich noch nicht, seinen Lieblingsschlafplatz habe ich bisher unangetastet gelassen (auf dem Schrank ein Bettchen), dort finden sich auch in ein paar Wochen noch mehr als genug Haare.

Ich habe immer noch das Gefühl ich muss möglichst viel von ihm halten, aber bin momentan unfähig, es zu tun. Ich kann auch nicht mehr viel tun. Es hängt eine Bilderkollage von ihm über meinem Bett, im Wohnzimmer zwei Fotos und seine "Urne", ich habe schon immer die ausgefallenen Schnurrhaare der beiden gesammelt und erkenne seine heraus. Die habe ich also auch. Seinen Geruch werde ich leider nicht behalten können, das geht nicht. Und das Gefühl, ihn zu kuscheln, ihn bei mir zu haben, hoffe ich dass ich so tief verankert habe, dass ich es niemals vergessen werde. Und dann meine ich wieder das reicht alles nicht, ich möchte noch mehr. Mir geht es wie deinem Sohn, so geht es wohl vielen. Nur wissen wir eigentlich, dass wir sie nicht vergessen werden. Und trotzdem ist das Gefühl da.

Ich fand auch, die sechs Wochen vor Tag X waren das Schlimmste, sie haben mir sämtliche Kräfte geraubt, dieses hoffen und bangen. Der letzte Tag an dem der Termin feststand war unerträglich, es hat mich kaputtgemacht. Aber der Termin an sich war dagegen harmlos. Es war nicht schön, aber nicht so schlimm wie die Wochen davor. Danach und davor, das macht einen so richtig fertig.

Und natürlich hat Russian recht. Es geht gegen die eigenen Gefühle, sich das Liebste was man hat nehmen zu lassen. Ich sage zurzeit immer, ich habe ihm einen Liebesdienst erwiesen, aber mir damit mein Herz rausgerissen.

Es ist einfach nicht fair.
 
  • Mammatumor und jetzt Metastasen in der Lunge ?? Beitrag #29
Liebe Andrea,

nein fair ist es nicht. Und es tut weh und - was das schlimmste ist - wir müssen Entscheidungen treffen, die wir nicht treffen wollen und deren Tragweite wir manchmal nicht abschätzen können. Ich weiß nicht, ob meine Entscheidung gegen eine OP richtig war, ich weiß nicht ob Cortison besser gewesen wäre .....
Das sind die Dinge die mich belasten, du hast auch Dinge die dich belasten und im Endeffekt haben wir uns überhaupt nichts vorzuwerfen.....außer die Liebe zu unseren Tieren, die uns jetzt so fertigmacht....

Ich habe mir überlegt, noch einen Brief an meine Miez zu schreiben, um diese Gedanken noch mal loswerden zu können, und diesen in den Bilderrahmen zu klemmen. Nur leider habe ich im Moment so viel um die Ohren, dass ich noch nicht mal die Bilder entwickeln lassen konnte.....

Du hast Schnurrhaare gesammelt?? Das entlockt mir wirklich ein Lächeln :) bei sechs Katzen ...oder jetzt nur noch fünf :sad:.....hätte ich da viel zu tun gehabt :)

ich drücke dich mal ganz fest - ich fühle mich im Moment recht stabil und damit auch in der Lage dich zu trösten.....

Ganz liebe Grüße
Silke
 
Thema:

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