Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka
Heute ist es genau ein Jahr her, das Du von uns gehen musstest. Aber es schmerzt noch immer. Zu Anfang habe ich, immer wenn ich an dich gedacht habe, geweint. Aber im Laufe der zeit ist es besser geworden und ich konnte ohne zu weinen an dich denken. Nur in diesem Moment wo ich dieses schreibe, da brauche ich wieder etliche Taschentücher.
Mein kleines Mädchen
Die ersten Tage nach deinem so plötzlichen Ableben, waren für mich die Hölle. Nie hätte ich gedacht das ein Tier, verzeihe mir diesen Ausdruck, aber ich weiß nicht wie ich es sonst schreiben könnte, sich so tief in mein Herz eingräbt. Bisher habe ich bei keinem Tier so gelitten wie bei dir. Auch als ich Paulinchen tot am Straßenrand gefunden habe, war das nicht so. Sicher, auch das hat mich sehr mitgenommen. Schließlich drei Tiere innerhalb eines Jahres zu verlieren ist heftig. Selbst bei Tiger, die schließlich fast 16 Jahre bei uns gelebt hat, tat es nicht so weh.
Meine kleine Stellinka
Solange wie ich lebe werde ich nie den Tag vergessen als ich dich zum ersten Mal auf den Arm hatte. Du hast gezittert vor Angst und als ich dich wieder von meinem Arm herunter ließ, bist Du auf den Schrank geflüchtet. Was mich aber erstaunt hat, war, das obwohl am nächsten Tag die Terrassentür weit auf stand und Du ganz alleine in dem Zimmer warst, Du nicht wieder geflüchtet bist. Irgendwie musste Du gemerkt haben, dass es dir bei uns gut gehen wird und darum bist Du wohl geblieben.
Lange Zeit bist Du auf dem Schrank geblieben wenn wir im Zimmer waren. Zwar bist Du nach einiger Zeit vom Schrank herunter gekommen wenn wir im Zimmer waren, doch sobald wir uns bewegt haben, warst Du wieder auf dem Schrank. Es hat Monate gedauert bis wir dich streicheln durften Aber deine Angst ist geblieben. Selbst als Du deine Kinder geboren hast, warst Du sehr ängstlich ob wir nun schimpfen werden. Aber nicht bei uns! Das hast Du aber wohl auch selber gemerkt, denn von einem auf den anderen Tag, war deine Angst verflogen.
Nun sind mir als Erinnerung an dich nur die vielen Fotos von dir, meine eigenen Erinnerungen und dein Sohn Peter geblieben. Nachdem Paula von einem Auto überfahren wurde, habe ich immer gegen Mitternacht nach deinem Sohn gesucht und ihn ins Haus geholt. Denn ich möchte nicht noch einmal eine meiner Katzen tot am Straßenrand finden. Inzwischen kommt dein Sohn aber fast jeden Tag von alleine um Mitternacht ins Haus. Er futtert dann etwas und legt sich anschließend zu deiner Dosine ins Bett. Er weiß schließlich, das wenn ich vom Zeitungsverteilen wieder nach hause komme, kann er wieder raus. Trotzdem liegt er fast jeden Tag bei mir im Bett und schläft, nachdem wir beide gekuschelt haben.
Meine Klitzekleine Stella
Heute schreibe ich zum letzten Mal hier in diesem Teil an dich. Aber ich werde noch oft an dich schreiben, denn ich werde ein Tagebuch hier für dich einrichten wo ich an dich Schreiben werde. Nicht jeden Tag, sondern nur wenn es etwas Besonderes zu Berichten gibt. Außerdem komme ich ja auch jeden Tag mindestens zweimal zu euch und rede mit euch. Das werde ich auf jeden Fall bei behalten.
Nun der letzte Tagesbericht hier an dieser Stelle.
Heute Morgen um 1.10 Uhr kam wieder einer dieser Starkregen, wovon wir in den letzten Tagen schon genug hatten, herunter. Ich war richtig froh, dass ich noch zu hause war. Um 1.20 Klingelte mein Telefon und mein Rennleiter teilte mir mit, dass ich losfahren kann, da die Zeitung in 15 Minuten vor Ort ist. Also rein in die Schuhe und durch den Regen zum Auto. Bis dahin sind es etwa 20meter. Trotz des kurzen Weges war mein T-Shirt klatschnass. Egal! Ich hätte ja auch einen Schirm nehmen können, aber dazu war ich zu faul. Während der fahrt ließ der Regen immer mehr nach und als ich bei der Ablagestelle der Zeitung war, hat es nur noch leicht geregnet. Nachdem ich 10 Minuten lang am Verteilen war, hörte es ganz auf zu Regnen und ich konnte die Regenkleidung wieder ausziehen.
Glori habe ich heute wieder nicht gesehen, aber sobald sie mir wieder über den Weg läuft, reiche ich ein Foto von ihr nach. Nur die Katze auf dem Foto unten die ist neu. Ich hatte sie vorher noch nie gesehen. Streicheln ließ sie sich aber nicht!
Von Peter habe ich heute auch einige Aufnahmen gemacht. Ich wollte eine machen, wie er in meiner Hose liegt, doch als ich mit der Kamera wieder ins Schlafzimmer kam, hatte er sich anders hingelegt. Nun lag er auf meinem T-Shirt und nur noch mit den vorderen Pfoten lag er in der Hose. Auch ein Vampirfoto habe ich von ihm gemacht. Überhaupt ist er heute über Tags nicht von meiner Seite gewichen. Nachdem ich heute Mittag meinen Kaffee getrunken hatte, kam er auch ins Wohnzimmer und legte sich neben mir. Als ich nach draußen ging, kam er mit. Dabei ist das Vampir Foto entstanden. Nur als ich einmal kurz weg war und ich wieder nach hause kam, lag er wieder im Bett. Dann ist er aber nach draußen und er kam wieder als deine Dosine mit dem Taxi wieder nach hause kam. Nun ist er auch draußen und wird wohl in etwa einer Stunde rein kommen.
Die fremde Katze
Peter, noch ein bisschen in meiner Hose
Peter der Vampir
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka! Ich werde Dich nie vergessen! Ich freue mich heute schon auf den Tag wo ich dich wieder Streicheln darf und Du mir Deine Krallen ins Knie haust!
In ewiger Liebe!
Dein Dosi Helmut