Anfangs beobachten sich die beiden sicherlich und so nach und nach werden sie mutiger und gehen auf den anderen zu. Dass Dir das "arschig" erscheint ist auch völlig normal, denn unsereins kommuniziert verbal, Katzen mittels Körpersprache. Da geht es anfangs erst mal drum, den anderen "abzuchecken" und seine Reaktionen zu testen. Dann erst wird man auch mal in die Offensive gehen und eine Reaktion "herausfordern. ;-)
Also alles im grünen Bereich und Dein Partner braucht dringend ne Tafel Schoki für seine Nerven, damit er etwas gelassener wird. :lol: Die Fellzwerge werden das wirklich unter sich ausmachen, denn jegliche Unruhe der Menschen überträgt sich auf die Zwerge und diese Spannungen übernehmen sie dann mit in ihre Aktionen.
Ich erwähnte das Alter nur so deutlich, weil vielfach ein Alter genannt wird und sich später dann herausstellt, dass nicht Wochen sondern Monate oder gar Jahre gemeint waren. Jede Altersstufe hat andere Entwicklungsphasen und wenn die Zwerge nur ein paar Wochen -egal ob nun 3 oder 5 Wochen- auseinander liegen, dann sind die Voraussetzungen für ein neugieriges und spielerisches Aufeinandertreffen deutlich besser als bei Jungtieren von 13 bzw. 10 MONATEN, die dann vermutlich schon eine gewisse Zeit allein -also ohne Sozialpartner- gelebt haben.
Da Emma ja nun schon ein paar Tage bei Euch gelebt hatte, wird sie natürlich ihr Revier schon abgesteckt haben und sagt dem Neuankömmling erst mal, dass SIE das Sagen hat ... der Zwerg schaut sich das drei Tage an und sagt dann: komm her und lass uns das mal klären. Es sind halt Jungspunde, die sich ganz sicher schnell zusammen raufen.
Also Schoki für den Partner, gerne auch nen Baldriantee dazu ... auch wenn das Wetter derzeit eher nach kühlen Getränken lechzen lässt. :lol:
Du schriebst gerade "kleine Fleischhäppchen", habe ich das jetzt richtig verstanden das ich den beiden ruhig rohes Fleisch geben kann/ soll? Zurzeit bekommen Sie halt normale Katzenleckerlies oder Katzenpudding, jedoch kein Essen von "uns" sozusagen.
Ja, Du kannst auch gerne rohes Fleisch für die Jagdspiele geben (wie gesagt: KEIN Schwein) ... es spricht natürlich auch nichts gegen "normale" Katzenleckerlis.
Aber den Katzenpudding ... nun ja, DAS ist etwas, was eine Katze in der Natur auch nicht findet ... meistens mit vielen chemischen Mittelchen geschmacklich aufgepeppt und mit Zucker. Hier wäre eine leckere Alternative Ziegenmilch (ist laktosefrei und somit besser bekömmlich) oder gerne auch mal 40%igen Sahnequark mit etwas laktosefreier Milch bzw. Ziegenmilch verquirlt. Was auch häufig gerne genommen wird ist Hüttenkäse (körniger Frischkäse) ... natürlich alles geschmacksneutral ohne Zusatzstoffe.
Und da kleine Kätzchen futtertechnisch manchmal heikel sind und auf unbekannte Inhaltsstoffe schnell mal mit Durchfall reagieren, alles bitte nur in Maaaaaaßen ... jede Futterumstellung sollte langsam in steigender Dosierung erfolgen. Am besten ist ein gutes Nassfutter als Grundlage, zu dem dann in steigender Dosierung immer neue (getreide- und zuckerfreie) Marken dazu genommen werden können.
Ich bin bekennende Barferin, meine Fellnasen werden fast ausschließlich roh gefüttert. Dazu gehört aber ein klein wenig Grundwissen, wobei Kitten zwar meist relativ problemlos ans Rohfleisch zu gewöhnen sind, aber doch etwas speziellere Ansprüche als erwachsene Katzen haben.
Was das Problem der Schlafzimmertür angeht: hier hilft nur Konsequenz. Wenn das Schlafzimmer "katzenfrei" bleiben soll, muss die Tür zur Schlafenszeit IMMER verschlossen bleiben.
Eventuell kannst Du Kasimir das Kratzen ein wenig "verleiden" indem Du etwas Alufolie in Kratzhöhe anbringst ... Katzen mögen Alufolie häufig nicht. Und wenn er dann die geschlossene Tür akzeptiert hat, kann die Folie entfernt werden.