Kaufvertrag - wie weit darf es gehen?

  • Autor des Themas Kevy
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SoulDream

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Hallöchen!

Ich senfe mal dazu :mrgreen:
Die angesprochenen KLauseln wie auch die gesammten sogenannten "Schutzvertrge" sind für die Katz und weder Papier noch die Druckertinte wert. Habe in meiner aktiven Meerschweinzuchtzeit einige dieser Verträge selber gemacht, irgendwann hab ichs gelassen, weil
- will ich wirklich hunderte von Kilometern fahren um einmal ne Momentaufnahme zu sehen?
- kann ich wirklich nachvollziehen wie mit meinen verkauften Tiere umgegangen wird?
- kann ich es
tatsächlich verhindern das Tiere einfach abgegeben werden?
- etc.

Ne! Kann ich alles nicht. Klar sind Rassekatzen vom Züchter "teurer" als ein Meerschweinchen, aber dennoch. Ein Tier gilt vor dem Gesetz als Sache und wird dort als solche behandelt. Verkaufe ich als Züchter eine Sache, geht sie in das Eigentum des Käufers mit sämtlichen Rechten und Pflichten über! Punkt! ohne Disskusion!
Natürlich unterschreibt der Laie einen solchen Vertrag, warum auch nicht, in 8 Jahren Zucht wurde mir nicht ein einziges Mal mitgeteilt das jemand umzog (im Nachhinein sind ne Menge Leute umgezogen), lediglich ne handvoll hat Bescheid gesagt wenn ein Tier verstarb oder es abgegeben werden musste.
Nein, aus dem Augen aus dem Sinn nicht, aber ich bin abgestumpft. Zuletzt war es mir fast egal wohin die Tiere gingen, ich konnte leider eh nichts ändern :( Klar wünsche ich mir für meine Abgabetiere das Beste Zuhause und Pflege was sie bekommen können, dennoch kann nur jedem VOR den Kopf geschaut werden, nicht rein! Ich würde nur noch nach Gefühl gehen. Ist irgendwas koscher... sagt Nein! Das Recht habe ich mir als Züchter mehr als einmal herausgenommen und Leute wieder unverrrichter Dinge weggeschickt. Mir egal!


Wie es in anderen Ländern ausschaut weiß ich leider nicht.
 
Kevy

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So, wieder da. Hab mal schnell den Mietzen einen Katzenpool gebaut ;-)

Also Borealis scheint mit gutem Beispiel voran zu gehen :)!

Ich denke mir halt, man kann einfach nicht wissen was hinter solchen Klauseln steht.
So wie der Züchter nicht in den Kopf des Käufers schauen kann, kann der Käufer nicht in den Kopf des Züchters schauen.

Wie auch bei allen anderen Verträgen rate ich: Augen auf!! Man sollte in diesen Fällen nicht auf das Gute im Menschen vertrauen.

Ein bisschen schockiert mich mein Vertrag jetzt allerdings doch... Nur gut das jetzt mal für hoffentlich lange Zeit fertig bin mit der Zusammenstellung meines Katzenclans ;-)
 
Vison

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mal ein thema bei dem ich auch als "nicht katzenhalter" meinen senf dazugeben kann :mrgreen:
also,grundsätzlich ist es ein unterschied ob man einen Kaufvertrag oder einen Schutzvertrag macht.diese erfahrung musste ich schmerzlich machen als ich ein von mir vermitteltes Tier in einem grauenhaften Zustand (es war wirklich wie im fernsehen,nur noch gerippe mit verfilztem fell und verbogenen Krallen)zurückbekommen habe und ich vor dem Problem stand das die Halter mein anderes an sie vermitteltes Tier nicht rausgeben wollten.
Damals hieß es sobald auch nur ein euro gezahlt wurde ist es ein Kauf-kein Schutzvertrag mehr und eigentlich ALLES was darin steht ist unwirksam.den das Tier ist mit dem Kauf sein Eigentum geworden.
So musste ich damals in einem langwierigen Prozess über vetamt etc. und schließlich über eine List mein Tier wieder herrausbekommen und ich habe mir geschworen soweit kommt es nie wieder.
Danach habe ich mich lange damit beschäftigt wie ich soeine Situation in zukunft vermeide,und das geht im prinzip nur durch 2 Möglichkeiten.
entweder ich vermittel ein Tier völlig kostenlos oder ich bleibe Eigentümer und gebe laut Vertrag nur das Besitzrecht ab.
Diese Klausel ermöglicht mir nun in extremsituationen mein Tier zurückzuholen.
Natürlich herrscht bei der Klausel auch erstmal große skepsis und ablehnung.
die meisten denken sich sie wären dann nicht wirklich "die herrchen/frauchen" aber das ist blödsinn.das ist nur auf dem papier so damit man im ernstfall eingreifen kann.ich würde auch niemals auf die idee kommen und nun bei Xy einfach mal vorbeifahren ohne anmeldung und mal eben das tier wegnehmen weil die bude nicht aufgeräumt ist.es geht nur um die letzte sicherheit,die man sonst einfach nicht hat.ohne vermittel ich nie wieder ein Tier
 
Fundkatze

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Für mich sind solche Verträge ein klarer Grund, mir kein Zuchttier zuzulegen.
Nicht weil ich die Inhalte falsch finde - Im Gegenteil, das regelt eh nur, was zu einer guten Katzenhaltung dazu gehört - sondern weil es für mich doch sehr in eine Richtung der Bevormundung geht, die ich mit meinem Bedürfnis auf Privates nicht vereinbaren kann.

Auch wenn ich weiß, dass solche Verträge heute leider notwendig sind, sind sie für mich nicht tragbar. Das Tier ist nach dem Kauf MEIN Tier und ich werde, auch wenn das hart klingt, NIEMANDEM darüber Rechenschaft ablegen, wie ich das Tier behandle, ob ich umziehe oder welches Futter das Tier bekommt.

Ich sehe die Sinnhaftigkeit einer Vorkontrolle und einer Nachkontrolle. Aber der Rest ist für mich Vertrauenssache. Für mich.
Dass ein Züchter das anders sieht (sehen muss aufgrund von Erfahrung) ist mir auch klar.
Auch weiß ich, dass ich als Züchter sicher eine andere Sicht auf die Dinge hätte.

ABER: Was für mich NIE in Frage käme, wäre bestimmte Klauseln des Vertrages nicht zu erfüllen, weil sie rechtlich nicht bindend sind.
WENN ich einen Vertrag unterschreibe, halte ich mich an den Inhalt. Passt mir der Inhalt nicht, unterschreibe ich nicht. Und dann siehe erster Satz. ;-)
 
Vison

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oh,ich bin kein Züchter.
damit werden all meine abgabis vermittelt
 
Anjalie

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Hallo nochmal,


mein Gefühl solche Firmen/Züchter seien nicht seriös kommt eindeutig so zustande: ich gehe davon aus, dass ein Züchter wie auch eine Firma, sich schon im eigenen Interesse über die rechtliche Situation bei Juristen kundig macht. Somit gehe ich davon aus, dass sie wissen, dass rechtswidrige und/oder sittenwidrige Klauseln in dem Vertrag sind. Und sie gehen davon aus, dass ich als Kunde das nicht weiß. Ich soll also übervorteilt, behumpst, manipuliert werden.

Mein Vertrauen ist damit dann natürlicherweise gleich dahin !

Zu den konkreten Verträgen: Meine enthielten Deine Klauseln alle nicht. Wir hatten aber in einmal eine Klausel drin, dass die Katze spätestens im Alter von einem Jahr kastriert werden müsse und wir die Kastration nach einem Jahr bei der Züchterin nachweisen müssen, sonst sei eine Strafe zu zahlen (Höhe habe ich vergessen, aber auch etwa wie Deine). Auch dürfen wir die Katze nicht ohne Zustimmung der Züchterin verkaufen.
Meines Wissens sind beide Klauseln nicht rechtens.

Wir haben um des lieben Friedens willens nach der Kastration die Tierarztrechnung an die Züchterin geschickt. Verkaufen wollen wir sie sowieso nicht und auch kastriert hätten wir sie sowieso.

Aber auch hier: Der Vertrag hat mich eher gegen die Züchterin eingenommen und der Kontakt besteht nicht mehr.

LG,
Seidenschnabel
Ich lese das hier ganz interessiert. Habe noch keinen "Kaufvertrag" für eine Katze abgeschlossen, aber wohl für 2 Rassehunde (waren vom VDH, aber verschiedene Rassen).

Aber vom Gefühl her (das ist jetzt keine rechtliche Beratung, obwohl ich in dem GEbiet auch "bewandert" bin, weil deutsches Recht zu meinem Beruf gehört), ist mir ein Züchter lieber, der 1. einen Vertrag macht, 2. eine Kastrationsklausel in den Vertrag setzt und diese dann nachzuweisen ist und 3. sich evtl. ein Vorkaufsrecht einräumt. Allein die letzten 2 Punkte zeigen mir, dass der Züchter seriös ist und sich ernsthaft Gedanken über die Zukunft des Kittens gemacht hat und er sie auf jeden Fall sogar zurücknehmen wird, wenn es aus irgendeinem Grund die Haltung der Katze auch nach Jahren nicht mehr möglich ist.

Ein Züchter kann doch nicht hinter die Stirn der Interessenten gucken. Ich finde es auch absolut normal und angemessen, dass der Züchter mich mehrfach besucht, sowohl vor als auch nach der Abgabe, um sicherzustellen, dass es der Katze gut geht.

Ich habe in der Hundezucht bei einer BEkannten miterlebt, wie sich manche Menschen verstellen können. Sie ist sogar soweit gegangen, dass sie zur Bedingung gemacht hat, dass alle Welpenkäufer mit ihr JEDEN Sonntag auf den Hundeplatz gekommen sind, sie wollte, dass gerade die Anfänger wissen, wie man mit einem Hund umzugehen hat. Dafür konnte man sie auch bei jeder Frage, Tag und Nacht anrufen und hatte immer Hilfe.

Mir persönlich ist so ein Züchter wirklich lieber, als einer, der alles "locker" sieht. Inwieweit manche Sachen rechtlich haltbar sind, das müßte man einen Fachanwalt für Tierrecht fragen. Ich glaube es gibt einen in Frankfurt/M. .
 
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lalelu

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Interessantes Thema...

ich z.B. frage mich schon länger was mit meinem Vertrag vom Tierheim ist, in dem steht, dass meine Mii regelmäßig geimpft werden muss. Ich bin gegen jährliche Impfungen (Grundimmunisierung vorausgesetzt natürlich), habe erst alle 3 Jahre geimpft, mittlerweile komplett auf Impfungen verzichtet, aus Überzeugung, nicht zuletzt durch Infos aus diesem Forum und auch persönliche Erfahrung mit dem Thema.

Könnten die mir jetzt wirklich rein rechtlich die Katze wegnehmen, weil ich sie nicht vertragsgemäß geimpft habe?

Nicht dass sich das Tierheim die letzten 6,5 Jahre dafür interessiert hätte was mit der Katze los is, aber gerade das Impfthema beschäftigt mich öfter gedanklich.
 
Anjalie

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Jeder TSV hat solche oder ähnliche Klauseln in seinem Vertrag. Das man sie im Zweifelsfall nicht durchsetzen kann ist auch jedem Tierschützer bewußt. Nur wer von vorneherein nicht bereit ist diese dinge zu unterschreiben, bekommt (zumindest bei mir) kein Tier.
Bei Tierschutzverträgen nimmt das fast jeder als "normal" hin, warum nicht bei züchtern?

Paule,

das sehe ich genauso, da gebe ich dir 100% recht!

LG,
anjalie.
 
Fundkatze

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ich z.B. frage mich schon länger was mit meinem Vertrag vom Tierheim ist, in dem steht, dass meine Mii regelmäßig geimpft werden muss. Ich bin gegen jährliche Impfungen (Grundimmunisierung vorausgesetzt natürlich), habe erst alle 3 Jahre geimpft, mittlerweile komplett auf Impfungen verzichtet, aus Überzeugung, nicht zuletzt durch Infos aus diesem Forum und auch persönliche Erfahrung mit dem Thema.

Könnten die mir jetzt wirklich rein rechtlich die Katze wegnehmen, weil ich sie nicht vertragsgemäß geimpft habe?

Nicht dass sich das Tierheim die letzten 6,5 Jahre dafür interessiert hätte was mit der Katze los is, aber gerade das Impfthema beschäftigt mich öfter gedanklich.
Nein, ich denke nicht, dass das TH dir die Katze wegnehmen könnte, wenn es hart auf hart käme.
ABER du bist vertragsbrüchig. Das würde mir wesentlich mehr Kopfschmerzen bereiten.
Warum hast Du den Vertrag unterschrieben, wenn Du dich dann an die Bestandteile nicht hältst?
 
saurier

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Ich hatte irgendwo noch mal ein anderes Urteil gesehen - finde das leider aber nicht mehr - aber zum Thema Vertrag und Freigangklausel zumindest schon mal das: *klick*
 
Maddin83

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Also ganz ehrlich, Kastrationsklauseln, Klauseln über artgerechte Haltung und ähnliches finde ich, egal ob sie gerichtlich durchsetzbar sind oder nicht, sehr gut. Sie müssen aber wirklich dem Wohle des Tieres deinen und nicht dem des Züchters. Auch den Stammbaum oder die Papiere einer Rassekatze einzubehalten, bis eine bestätigte Kastration erfolgt ist, finde ich gut. Wobei viele Züchter ihre Kitten ja auch schon kastriert vermitteln.
Lieber unwissende zum Wohle des Tieres durch Verträge und Klauseln etwas "einschüchtern" als die Tiere einfach ins blaube herzugeben.
Aber trotzdem ist eine vorherige Absprache und ein vorheriges Kennenlernen des neuen Besitzers das wichtigste, und eine gute fachliche Aufklärung durch den hoffentlich fachkundigen Züchter VOR dem Verkauf der Kitten.

Und rechtlich sind Tiere zwar Gegenstände, aber dann doch nicht auf dem selben Level wie ein Stuhl oder ein Tisch.
 
Seidenschnabel

Seidenschnabel

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Hallo zusammen,

mir fällt auf, dass inzwischen zwei Dinge hier sehr vermischt werden und diese Vermischung zu Verwirrung führt.

Das erste ist, was in einem Kaufvertrag rechtens ist und was nicht. Und das andere ist der Inhalt der eventuell nicht rechtmäßigen Klauseln.

Mir persönlich stoßen bewusst unrechtmäßige Klauseln in Verträgen aus den von mir mehrfach genannten Gründen sauer auf und nehmen mich gegen den Verkäufer ein. Dafür ist es auch egal, welchen noch so edlen Zweck der Verkäufer verfolgt. Denn für mich heiligt der Zweck nicht die Mittel.

Und das ist unabhängig vom Inhalt der Klausel.

Wenn ich auch die Inhalte der Klauseln in unserem Katzenkaufvertrag abgelehnt hätte, hätte ich - wie Fundkatze - den Vertrag nicht unterschrieben.

Aber ich erwarte, dass man mir erstmal ehrlich entgegen tritt und mich nicht z.B. wie Maddin83 schreibt "einschüchtern" will und mir etwas als rechtens vorspiegelt, was es nicht ist und auf mein Unwissen hofft.

Dann denke ich eben, dass man mir vielleicht auch sonst etwas vorspiegeln will und darauf hofft, dass ich es nicht merke.

So geschehen bei ebendem geschilderten Kauf. Der Vertrag enthielt diese Klauseln. Das Kitten hatte ein Gesundheitszeugnis. Und es hatte Giardien. Ich hatte mich gewundert, wieso die Katze beim Abholen so parfümiert roch. Man sagte mir es sei ein spezielles Katzenparfüm. Ich habe mich SEHR gewundert. Inzwischen ahne ich, dass damit schon ein wohl bereits vorhandener Giardien-Durchfall-Geruch (sehr stinkend) überdeckt werden sollte.
Das zu der Seriösität der Züchterin mit dem erwähnten Vertrag.

Ich erwarte Ehrlichkeit. Und ich bin ehrlich.

Da gibt es so ein hanseatisches Kaufmannsethos.... ist aber leider auch in HH inzwischen selten geworden.

LG
Seidenschnabel
 
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SoulDream

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Mir persönlich ist so ein Züchter wirklich lieber, als einer, der alles "locker" sieht. Inwieweit manche Sachen rechtlich haltbar sind, das müßte man einen Fachanwalt für Tierrecht fragen. Ich glaube es gibt einen in Frankfurt/M. .
Ich habe JEDEM Interessent Hilfe zugesagt zu fast jeder Tages und Nachtzeit, Urlaubspflege angeboten, Futterkauf, Zubehör, Fell-/Krallenpflege... leider haben es nur wenige genutzt. ;) Das handhabe ich heute noch so, wenn ich vermittlungstiere aufnehme.


Ansonsten it es schon Recht... Kaufverträge und Schutzverträge sind 2 Paar Schuhe. Man kann sich so einen vom Anwalt aufsetzen lassen, kostet allerdings ne Kleinigkeit, ob es einem das wert ist bleibt jedem selber überlassen. Ich habs gelassen.
 
sturmhund

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Ich habe jetzt den dritten Katzenvertrag unterschrieben, alle drei lauteten in etwa gleich.
Inklussive der zum Teil umstrittenen Klauseln.
Ich gehe davon aus, das viele Züchter ähnliche Klauseln haben.

Mein Wunsch war eine Katze mit der Möglichkeit zum Freigang.
Einen Züchter zu finden, der das erlaubt ist schon schwer, wenn ich dann noch einen finden wollte der den perfekten Vertrag hat, das ist denke ich unmöglich.

Ich habe aber meiner Züchterin gesagt, das ganz viele ihrer Klauseln nicht rechtens sind und sie wollte sie überprüfen lassen.

Ich habe nicht vor den Vertrag zu brechen, es steht nichts drin, was ich nicht einhalten möchte aber rechtens ist er darum nicht.
 
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SoulDream

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Das viele Züchter gleich bzw. ähnliche Verträge haben liegt allein daran, das es diese zu Hauf im Internet als freien Download gibt oder man sich bei der Konkurrenz was abschaut etc. :cool:


Ist ja auch hops wie gesprungen, finde es wichtiger auf den gesunden Menschenverdstand und seinen Bauch zu hören, egal ob nun als Käufer oder Verkäufer. Passt beides nicht, sollte man lieber nein sagen und weiter suchen nach seiner Traumkatze oder seinem Traumkater.
 
Westpark-Nic

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Das viele Züchter gleich bzw. ähnliche Verträge haben liegt allein daran, das es diese zu Hauf im Internet als freien Download gibt oder man sich bei der Konkurrenz was abschaut etc. :cool:
Das liegt aber auch daran, dass viele Züchter von rechtlichen Aspekten Null Ahnung haben und auch überhaupt kein Interesse aufbringen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen (ist ja dröge und langweilig).

Ich habe selbst mal vor einigen Jahren eine Art Kompaktseminar über Kaufverträge für Katzenzüchter angeboten - und die Resonanz war gleich Null (ok - kann ja nun auch an mir, und nicht nur am Desinteresse der Leute liegen :mrgreen: )

Nein - aber Spaß beiseite: die meisten Züchter finden das blöde und langweilige. Schreiben sich da irgendwas zusammen und werden erst dann wach, wenn sie richtig auf die Schnauze fallen.

Ich sehe das ja etwas anders: Als Katzenzüchter habe ich vielfältige Aufgaben - und dazu gehört eben nicht nur die Haltung und Pflege der Katzen, die Begleitung trächtiger Katzen bei der Geburt, die Aufzucht von Kitten usw. .... dazu gehört viel, viel mehr und das hat etwas mit Verantwortung zu tun. Und der kann man nur gerecht werden, wenn man Ahnung hat, von den Dingen, die man da tut. Das fängt mit medizinischen Kenntnissen an, geht über Genetik - bis hin zur Vertragsgestaltung, weil eben auch das Verkaufen von Katzen dazu gehört.

Und wenn ich den lachhaften Mist sehe, den sich so manche Züchter da zusammen schreiben ... Himmel!

Und am schönsten sind solche Themen dann immer in Foren oder bei fb ... wo wirklich jeder Depp meint, seinen Senf dazugeben zu müssen ... so von wegen "Rechtsgefühl" - ohne die geringste Ahnung vom Thema zu haben. Da hat man mal was aufgeschnappt und kennt noch einen, dessen Nachbarn einen Cousin hat, der mal ein Buch gelesen hat - und schwupps - schon ist man Experte und macht im Forum Rechtsberatung! Da kriege ich echt Pickel!!
 
Seidenschnabel

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Ich hatte irgendwo noch mal ein anderes Urteil gesehen - finde das leider aber nicht mehr - aber zum Thema Vertrag und Freigangklausel zumindest schon mal das: *klick*
Hallo saurier,

das ist ein interessanter Link. Danke für Deine Mühe, ihn herauszusuchen. Da scheint es sich genau um so einen Vertrag zu handeln, wie Vision ihn beschreibt, wo die Katze gar nicht Eigentum der neuen Besitzerin geworden war:


...

Danach habe ich mich lange damit beschäftigt wie ich soeine Situation in zukunft vermeide,und das geht im prinzip nur durch 2 Möglichkeiten.
entweder ich vermittel ein Tier völlig kostenlos oder ich bleibe Eigentümer und gebe laut Vertrag nur das Besitzrecht ab.
Jetzt habe ich den Impuls, meinen Vertrag herauszusuchen und zu schauen, ob ich überhaupt Eigentümerin bin....;-)
Nein, ich weiß, dass ich fomal sowieso nicht Eigentümerin bin, denn buchstäblich unterschrieben hat letztlich mein Mann.



LG
Seidenschnabel
 
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Laut dem Schutzvertrag von Milky bin ich auch nur Besitzer und kein Eigentümer. Am Anfang war ich schon etwas verwundert, aber sind wir doch mal ehrlich: Ich kann den Tierschutzverein verstehen. Außerdem hab ich eh nicht vor gegen den Vertrag zu verstoßen und fühlte mich dort immer sehr gut beraten und unterstützt. :)
 
Krabbentier

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..ich habe von der Züchterin auch abstand genommen..bei meinem kleinen Kater, wird Vertraglich sogar erwartet, dass ich ihn mit 6 Monaten kastrieren lasse..ich wollte ihn sowieso kastrieren, aber wann würde ich schon gern selbst entscheiden!..mit dieser Züchterin hab ich aber auch gar keinen Kontakt mehr, da sie sich für mich in weiteren Punkten als absolut unseriös erwies...
Was sind denn solche Punkte, aus denen man erkennen kann, dass die Züchterin unseriös ist? Ich bin ja auf der Suche nach einem Kumpel für Krabbe, da würde mich mal interessieren, worauf ich achten muss!
 
sturmhund

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Das wäre ein Punkt, den ich nie unterschreiben würde.
Wenn, dann wird es voll und ganz mein Tier und nicht nur halb.
 

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