So ihr Lieben,
mein Partner und ich waren heute zum Tierheimtag im Tierheim. Dort traf ich eine Mitarbeiterin, mit der ich mich schon mehrmals über Mohrle unterhalten hatte. Nun weiß ich wo sich die Kleine aufhält, sie hat uns den Namen der Katzenpension gesagt, und google macht den Rest.
Ich bin so nervös, aber es wäre falsch einfach anzurufen oder ähnliches. Ich warte geduldig auf eine Antwort vom Tierheim und Bilder.
Wir haben auch gesagt, sollte die kleine Maus dort ihren Lebensabend verbringen dürfen, wir würden sie nicht aus dieser Umgebung reißen, zu mal wir nun eh 3 Katzen haben.
Außerdem hab ich mich irgendwie in eine Tierheim-Katze verliebt, und daher immer ein wieder auf die Tierheim Seite geschaut und mich auch wirklich gefreut als sie vermittelt wurde, da sie 2005 geboren ist und seit 2006 schon im Tierheim saß. Leider ist die Katze sehr sehr scheu, heute hab ich sie zum ersten Mal ganz real gesehen und sie war noch viel schöner.
Jedenfalls unterhielt ich mich ja mit einer Tierheim Mitarbeiterin und die erzählte mir tatsächlich das so mancher eine Katze auch schon nach 20h wieder abgegeben hat, weil sie sich nicht anfassen ließ.
Was glauben die Menschen eigentlich?
Hätten wir viel mehr Platz oder nicht so viele Katzen hätte ich wahrscheinlich die Kleine auch ein richtiges Zuhause gegeben.
Ich persönlich finde ja, dass es das schönste ist, wenn eine Katze nach langer scheu, ob es Wochen oder auch Monate dauert, irgendwann von ganz alleine kommt, einfach weil sie sich sicher fühlt und langsam vertrauen fasst.
Ebenso ist es doch auch schön zu beobachten, wie gerade Tiere aus dem Tierheim oder aus schlechter Haltung langsam wieder aufblühen. Ja, mich nervt es auch manchmal an wenn die "Terrorzeit" losgeht, aber ich habe lieber eine agile Katze die vielleicht auch mal was kaputt macht aus Unachtsamkeit, als eine verstörte die es nie schafft aus ihrer Angst heraus zu kommen, und die ihr Leben immer in innere Unruhe und Panik verbringt.
Garfield hat Wochen gebraucht ehe er das Vertrauen zu mir so hatte, das er auf Zuruf kam und nicht vor Angst davon lief.
Viele Menschen denken Katzen verstehen unsere Sprache, aber das tun sie nicht. Ich begrüße jeden früh meine Tiger mit einem guten Morgen und verabschiede sie mit einem gute Nacht. Ich rede mit ihnen, aber das einzige was sie verstehen ist der Tonfall der Stimme, oder eben Wortendungen, Dinge mit denen sie etwas verknüpfen können. Wenn uns unsere Stubentiger anmauzen, verstehen wir ja auch kein Wort. Aber das ist die Bindung zwischen Mensch und Tier, man muss nicht alles in Worte fassen, selbst ein sanft gesummenes Lied strahlt Ruhe aus.
Was ich damit sagen will... der Mensch sollte aufhören ein Tier zu vermenschlichen und sich lieber an die Zuneigung und dem Vertrauen der Tiere erfreuen, was sie uns auch ohne Worte zeigen können.