Woher welche Katzen nehmen?

Diskutiere Woher welche Katzen nehmen? im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Naja - alles gut ist relativ... Katzen sind sehr leidenfähig und anpassungsfähig. Viele Katzen ertragen ungünstige Situationen einfach still und...
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #21
Naja - alles gut ist relativ... Katzen sind sehr leidenfähig und anpassungsfähig. Viele Katzen ertragen ungünstige Situationen einfach still und leiden still vor sich hin. Mensch denkt: ach was hab ich für ne liebe und brave Katze... und in Wirklichkeit hat sie resigniert.
Wenn man sich mal überlegt, was für ein Leben den Katzen rein von der Natur her gegeben ist: großes Revier, stromern, Aufregung, jagen, Artgenoßen treffen usw., wenn man sich dann überlegt, was einem Wohnungstier in kleiner Wohnung in Einzelhaltung dann noch übrig bleibt und wenn dann der Mensch auch noch selten da ist... wenn man das mal im Vergleich gegeneinander setzt, dann wird einem klar, das ein derartiges Tier nicht glücklich gewesen sein kann, sondern nur ertragen hat, was der Mensch ihm für ein Leben aufgedrückt hat...
Das heißt nicht, das man Katzen nicht in Wohnungshaltung halten darf, oder sich nur noch um die Katzen kümmern darf oder son Blödsinn, sondern, daß man versuchen muß für das Tier in der Situation das bestmöglichste raus zu holen.
42 qm sind sehr wenig, aber trotzdem machbar - mit Ideen für dreidimensionales Leben für die Tiere, also eine 2. ebene in der Höhe schaffen zum klettern und springen, mit Beschäftigungsideen wie clickern, kreative Spiele wie Leckersuch- und Fangspiele usw, so daß der wenige Raum durch mehr Kopfanspruch ausgeglichen wird - aber dafür brauchts dann halt die Zeit so etwas organisieren, die man nicht hat, wenn man wenig da ist.

Mal als Idee: hättest du vielleicht Lust Pflegestelle zu machen?
Als Dauerlösung ist deine Situation für ein oder 2 Tiere nicht so gut, aber als vorübergehende Notunterkunft bis zur Vermittlung sind die Ansprüche geringer anzusetzen - die Tiere kommen oft aus schlimmen Verhältnissen und für sie genügt das erstmal völlig für den Anfang...
Man muß allerdings bereit sein sich dann natürlich wieder zu trennen, wenn das richtige zu Hause ruft...
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #22
@Canix: Leider habe ich niemanden, der nach den Katzen schauen könnte...Mitnehmen würde ich erstens den Katzen nicht antun wollen (ich könnte mir vorstellen, dass das für sie nur Stress bedeuten würde) und das fällt eh flach, da ich kein Auto habe und somit auf Bus und Bahn angewiesen bin.

@Taskali: Nein diese Idee habe ich noch nicht bedacht...ich bin aber auch nicht sicher, ob diese immer wieder folgenden Trennungen etwas für mich wären. Das müsste ich einmal überlegen. Danke aber für den Tipp. Wenn man so etwas machen will, wo wendet man sich hin? An Tierheime?

Was ich noch sagen wollte: das Katzenpärchen würden kostenlos verschenkt inkl. Zubehör, habe ich glaube ich nicht erwähnt.
Ich trau mich auch gar nicht abzusagen, weil ich hoffe, dass mir noch eine Idee einfällt, wie ich dennoch Katzen und die manchmal fehlenden Wochenenden unter einen Hut bringen könnte.
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #23
Mal als Idee: hättest du vielleicht Lust Pflegestelle zu machen?
Als Dauerlösung ist deine Situation für ein oder 2 Tiere nicht so gut, aber als vorübergehende Notunterkunft bis zur Vermittlung sind die Ansprüche geringer anzusetzen - die Tiere kommen oft aus schlimmen Verhältnissen und für sie genügt das erstmal völlig für den Anfang...
Man muß allerdings bereit sein sich dann natürlich wieder zu trennen, wenn das richtige zu Hause ruft...

Hallo,

das verstehe ich jetzt nicht. Wieso ist es als Pflegestelle ok, wenn man die Katzen von Freitag bis Sonntag alleine lässt, aber nicht als Besitzer der Katzen? Gerade bei Tieren die aus schlimmen Verhältnissen kommen, sehe ich es eher so, das sie mehr Aufmerksamkeit, Geduld und Pflege, sowie Liebe brauchen, als unkomplizierte, selbstbewusste Tiere, die nie was schlimmes erfahren haben.

lg Juli
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #24
Naja - hört sich vielleicht krass an, aber lieber ungünstige Verhältnisse, als Tod ;-)
Das ist leider die Realität wenn man Tierschutz macht - es gibt leider wesentlich mehr notleidende Tiere als Plätze und man muß dann eben Kompromiße machen oder welche "über die Klinge" springen lassen... Z.B. lebt mein Vermittlungspärchen Knubbel und Piri gerade bei mir im Kinderzimmer meines Sohnes - also auf 12 qm. Vermitteln würde ich sie deshalb nicht auf 40 qm - aber draußen lassen wäre wohl auch keine Option gewesen... also müßen sie jetzt erstmal in ungünstigen Verhältnissen ausharren, um die Chance auf ein gutes zu Hause zu haben.
Klar brauchen diese Tiere eigentlich genauso viel Zuwendung wie andere - aber für die gilt nunmal: besser ein bißchen als gar keine...

Bibikatze: du kannst dich an Vereine in deiner Gegend wenden oder auch hier mal in der Vermittlungsrubrik schauen, da sind einige Vereine vertreten, die Deutschlandweit agieren.
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #25
Naja - hört sich vielleicht krass an, aber lieber ungünstige Verhältnisse, als Tod ;-)
Das ist leider die Realität wenn man Tierschutz macht - es gibt leider wesentlich mehr notleidende Tiere als Plätze und man muß dann eben Kompromiße machen oder welche "über die Klinge" springen lassen... Z.B. lebt mein Vermittlungspärchen Knubbel und Piri gerade bei mir im Kinderzimmer meines Sohnes - also auf 12 qm. Vermitteln würde ich sie deshalb nicht auf 40 qm - aber draußen lassen wäre wohl auch keine Option gewesen... also müßen sie jetzt erstmal in ungünstigen Verhältnissen ausharren, um die Chance auf ein gutes zu Hause zu haben.
Klar brauchen diese Tiere eigentlich genauso viel Zuwendung wie andere - aber für die gilt nunmal: besser ein bißchen als gar keine...

Bibikatze: du kannst dich an Vereine in deiner Gegend wenden oder auch hier mal in der Vermittlungsrubrik schauen, da sind einige Vereine vertreten, die Deutschlandweit agieren.

Ich verstehe was du meinst, aber ich finde es nicht bsonders schön, das ein Liebhaber gut genug ist für 2 Katzen, wenn er dem tierschutz damit vorrübergehend nützt, nicht aber wenn er den Katzen ein Lebenslanges Zuhause gibt. Weißt du was ich meine? Es hört sich für mich an wie: Du bist nicht geeignet um 2 Katzen ein Zuhause zu geben, aber um uns mal etwas zu entlasten, reichst du schon. (ist jetzt krass formuliert, ich meine das nicht böse, aber so hört es sich für mich an)

Ich sehe das etwas anders, ich finde es ist wichtig das die Katzen einen Menschen haben der sie liebt, sich um sie kümmert, wo sie sich sicher und geborgen fühlen. Wenn dieser jemand ihnen ein lebenslanges Zuhause gibt, dann ist dies mir lieber, als vorrübergehend, wo die Katzen wieder weg müssen, sich wieder neu einleben müssen usw.

Sicher hast du recht, wenn du sagst das es vorrübergehend mal mit Abstrichgen gehen muss, aber warum 40 qm zu wenig sind (wenn jetzt jemand die süßen haben wöllte und 40 qm hat), und 12 qm vorrübergehend reichen, wenn dieses vorrübergehend auch Jahre umfassen kann (man weiß es ja nie wie lange es wirklich dauert) das leuchtet mir weniger ein. Zumal niemand weiß, wie lange man dort wohnen bleibt. Ich selber habe jetzt 12 Jahre auf 52 qm gelebt und ziehe nächstes Jahr um. Die jetzige Whg war nie für immer gedacht, aber hat auch ausgereicht für mich und meine 5. Die Gruppe versteht sich super und sie fühlen sich alle wohl bei mir. Wenn ich jetzt deine Meinung nehme, dann hätten vermutlich 3 von meinen, dieses Zuhause hier nicht gehabt. Aber wäre es woanders wirklich besser gewesen? Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Ich bin nicht die einzigste die ihre Katzen liebt und ihnen ein gutes Zuhause bieten kann, das ist mir durchaus bewusst. Aber muss ein gutes zuhause wirklich eine bestimmte qm Zahl haben? Das bezweifle ich nämlich auch. ;-)

Ich denke, wer eine Pflegestelle bieten kann und dafür geeignet ist, der ist auch dafür geeignet ihnen ein lebenslanges Zuhause zu geben.

lg Juli
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #26
Canix: Wenn du mit diesen Maßstäben an eine Pflegestelle rangehst, dann bräuchte man keine, dann gäbe es nur Endstellen und alles, was keine perfekte Stelle findet muß draußen seinem Schicksal überlaßen werden - nein - ich denke du verkennst den Sinn einer pflegestelle.

Nehmen wir an jemand läßt seine unkastrierte Katze nach Umzug einfach zurück, die schlägt sich tapfer allein durch, wird trächtig, bekommt den ersten Wurf im Frühling draußen und zieht in allein groß, den 2. wurf im Herbst schafft sie auch noch, aber dann steht der Winter vor der Tür und sie ist am ende ihrer Kräfte, wird kränklig, der 2. Wurf ist auch schon angesteckt, die Jungspunde vom Frühling zwar noch fit, aber scheu. Sie fängt an an den Häusern um Futter und Einlaß zu betteln und findet schließlich jemand, der sich erbarmt und Futter hinstellt und daraufhin bringt sie ihr Kittenmeute mit zur Futterstelle, die Leute sehen sich mit der Menge an Katzen überfordert und rufen den Tierschutz an. Wenn man jetzt darauf warten würde, bis sich perfekte Plätze mit allem Komfort für diese Tiere auftun würde, wäre der Winter da und die Tiere würden noch kränker werden und viele sterben. Die Mami ist zahm und könnte ins Tierheim (wo sie ja auch erstmal in die Quarantänebox müßte und danach mit Sicherheit keine Luxus-qm nebst Luxus-Zuwendung hätte ;-) ), aber da sie kränklig ist wäre es ungünstig, da sie eventuell andere anstecken könnte und müßte daher für längere Zeit in einer Quarantänebox ausharren - allein, ohne Zuwendung, ohne andere Katzen...
Die kleinen Kitten ebenfalls - aber sie hätten in der Box wenigstens einander bzw. wenn sie Glück haben dürfen sie erstmal bei Mama bleiben, bis die nen Lagerkoller kriegt und sie wegstößt... und die Jungspunde? Die sind scheu und keiner weiß wohin mit ihnen, da sie im Tierheim in der Masse untergehen würden und so nie zahm werden würden...
Und hier greifen Pflegestellen ein - sie können die Tiere nehmen, die im Tierheim schlechte Karten hätten, da sie mehr Zeitaufwand brauchen als man im Tierheim geben kann. Klar wäre es schön, wenn solche Tiere gleich Spitzenplätze fänden - aber dies wird wohl nicht oft der Fall sein - also was bleibt?- wenn dann jemand kommt der sagt: du - ich hab da ein freies Zimmer, da könnte ich sie reinsetzen oder ähnliches, dann ist das unendlich viel wert für das Tier, denn alles, was es sonst an Möglichkeiten hätte wäre um vieles vieles schlechter.

Du verstehst es genau falschherum - natürlich haben diese Tiere das Beste vom besten verdient und die Pflegestellen sind keineswegs "untere Klasse" - nein - die Pflegestellen helfen dem Tier, sie helfen leben retten, denn jede Pflegestelle bedeutet, daß wieder ein Tier mehr eine Chance auf ein gutes Leben bekommt - und genau das ist der Punkt: es ist eine CHANCE - es ist kein Palast, es ist kein Luxus den man bieten kann, aber es ist für dieses Tier die einzige Chance, denn die alternative hieße: Draußen dem Schicksal überlaßen oder wochenlange Quarantänebox und danach reingeworfen in eine Großgruppe des Tierheim - dagegen ist der eine Raum schon Luxus...
Das sind leider die Realitäten - ich habe derzeit 8 Pflegis hier - alle in kleinen Räumen - und muß ständig ablehnen neue aufzunehmen - und die Leute, die sich an mich wenden mit ihren hilfsbedürftigen Tieren haben bereits alle möglichen Vereine und Tierheim durch und sind abgelehnt worden - in die Tierheim werden die Kitten in Käfigen gestapelt, da der Platz fehlt - das sind die Realitäten...
Nur - um auf Knubbel und Piri zurückzukommen: Deshalb kann und darf man dann aber die Vermittlungskriterien für die Endstelle trotzdem nicht wider dem setzen, was das jeweilige Tier braucht, nur, um sie "los zu werden" - stell dir vor, ich würde sagen: naja, ich werd Knubbel und Piri nicht los, also geb ich sie zu Bibikatze auf 42 qm - besser als das Kinderzimmer isses ja - aber eigentlich bräuchte Piri aufgrund ihres Charakters mehr Raum, aber macht nix - wird schon passen... und 1 Jahr später ist sie so frustriert, daß sie anfängt wild zu pieseln und ihre Menschen anzugreifen ... was wäre dann gewonnen? Da wäre dann der Wanderpokal vorprogrammiert... Jetzt ist sie noch in der Entwicklung (alle Tiere mit schlimmer Vergangenheit durchlaufen ja eine Entwicklung) - da ist sie noch "steuerbar", noch nicht 100 % sie selbst - das kommt erst noch - und somit ist der kleine Platz für sie noch ertragbar - aber eben nicht auf Dauer - und eine gute Vermittlung sollte das berücksichtigen, sonst hat der zukünftige Dosi später mehr Probleme als ihm lieb ist...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #27
Taskali, ich verstehe dich mit den 12 qm schon. Ich weiß auf was du hinaus willst und womöglich hast du da auch recht, wenn gleich es mir nur schwer einleuchtet, das 2 Katzen, die, sagen wir 2 Jahre auf 12 qm leben, dann plötzlich im neuen Zuhause mit 40 qm unterfordert wären.

Mir ging es jetzt auch um den Fall hier (ok, ich schweife manchmal etwas weiter weg, sorry). Gerade bei ängstlichen, verstörten Katzen, die schlimmes erlebt haben, ist es doch wichtig das derjenige mehr Zeit hat. Weil sie Zeit brauchen um Vertrauen zu fassen.

Ich habe 2000 meinen ersten Hauskater aus dem Tierheim geholt, er war damals bereits 15 Jahre alt. Er war lieb, unkompliziert und damit perfekt für mich als Anfänger. Auch wenn ich mich entschlossen hätte Pflegestelle zu werden, ich wäre doch gnadenlos überfordert gewesen mit Katzen die schlimmes erlebt haben und vielleicht verstört gewesen wären. Ich hatte doch keine Ahnung, woher auch, ich hatte damals nicht einmal Internet, dadurch war es schwieriger sich zu informieren als heute.

Das leuchtet mir eben nicht ein. Wenn man sagt, das man nicht öfters am WE weg sein sollte bei eigenen Katzen, dann doch erst recht nicht bei Pflegekatzen oder? Diese sollen noch vermittelt werden, dazu brauch man aber jemanden der viel Zeit investieren kann, um das Vertrauen zu gewinnen, damit es im neuen Zuhause für alle leichter wird. Ich meine das Problem bleibt doch, das die TE öfters am WE unterwegs ist und somit nicht daheim.

lg Juli
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #28
Hallo Bibikatze
Ich bin grad selbst Diener 2 er Katzen seit 1 Woche.
Das mit der Wohnungsgrösse schätze nicht das Problem aber Wochenende weg ohne das täglich mal einer vorbeischaut geht nicht.
Ich habe 2 Klos , eines im Schlafzimmer wo beide sich 4 Tage versteckt haben und eines im Flur wo mal beide Klos stehen sollten.
Mittlerweile stehen beide im Schlafzimmer und werden morgends und abends gereinigt und sind immer voll.
Es geht mir nicht darum das 2 sich nicht beschäftigen können aber die Wahrscheinlichkeit das sie unsauber werden sehr groß.
Solange niemand einmal täglich vorbeikommen könnte um Klos zu reinigen und Futter zu überprüfen dann verschiebe es.
Überdenke noch mal alles denn es wäre für die nächsten 20 Jahre.
 
  • Woher welche Katzen nehmen? Beitrag #29
Taskali, ich verstehe dich mit den 12 qm schon. Ich weiß auf was du hinaus willst und womöglich hast du da auch recht, wenn gleich es mir nur schwer einleuchtet, das 2 Katzen, die, sagen wir 2 Jahre auf 12 qm leben, dann plötzlich im neuen Zuhause mit 40 qm unterfordert wären.

2 Jahre werden die beiden nicht auf 12 qm leben müßen - das würde nicht funktionieren - da hast du völlig recht. Deshalb bin ich ja derzeit massiv dran einen guten Platz für die 2 zu finden - was wirklich sehr sehr schwer ist. Aber eben deswegen könnte ich sie trotzdem auf Dauer nicht auf 42 qm vermitteln - deshalb kam ich ja gerade auf die Idee Pflegestelle für Bibikatze, da eben als PS 42 qm besser wären als 12 qm - aber eben auch nur mit dem Wissen, daß es nicht auf Dauer ist. Würde Bibikatze z.B. sagen: ich habe Ende des Jahres meine Ausbildung abgeschlossen und danach werde ich mich massiv um eine Wohnung im EG mit einzäunbarem Gartenanteil bemühen, dann würde ich sie "umwerben" für Knubbel und Piri als Endplatz - solche Vermittlungen hab ich schon mehrfach gemacht, wo derzeit die Situation noch ungünstig war, aber es einen konkreten Zeitplan gab, bei dem ich wußte, daß die ungünstige Situation für das Tier endet - das ist völlig ok - und da kontrolliere ich dann natürlich auch hinterher nach, daß dies so geschehen ist, denn das wird Teil des Schutzvertrages...
Aber sollte ich die beiden nicht gut vermittelt kriegen und es an dem Punkt kommen, wo die Situation anfängt zu kippen, dann werde ich handeln müßen - egal in welche Richtung - entweder muß ich dann eben die beiden doch trennen (da ich sie einzeln recht schnell vermittelt bekommen würde - nur zusammen nicht) oder ich muß eine Zusammenführung mit meinen Katzen wagen, so daß sie im Haus mitlaufen können (was ich nur sehr ungern tun würde, da meine eigene Katzengruppe sich gerade beruhigt hat) oder ich muß halt jemand wie Bibikatze finden, die bereit ist PS zu machen, bis das Traum zu Hause auftaucht und so durch die mehr Quadrameter wieder an Entspannung gewonnen wird - wie auch immer - aber Sinn würde es keinen machen deshalb eine Vermittlung zu machen, bei der Vorauszusehen ist, daß sie schief gehen wird....


Mir ging es jetzt auch um den Fall hier (ok, ich schweife manchmal etwas weiter weg, sorry). Gerade bei ängstlichen, verstörten Katzen, die schlimmes erlebt haben, ist es doch wichtig das derjenige mehr Zeit hat. Weil sie Zeit brauchen um Vertrauen zu fassen.

Ich habe 2000 meinen ersten Hauskater aus dem Tierheim geholt, er war damals bereits 15 Jahre alt. Er war lieb, unkompliziert und damit perfekt für mich als Anfänger. Auch wenn ich mich entschlossen hätte Pflegestelle zu werden, ich wäre doch gnadenlos überfordert gewesen mit Katzen die schlimmes erlebt haben und vielleicht verstört gewesen wären. Ich hatte doch keine Ahnung, woher auch, ich hatte damals nicht einmal Internet, dadurch war es schwieriger sich zu informieren als heute.

Das leuchtet mir eben nicht ein. Wenn man sagt, das man nicht öfters am WE weg sein sollte bei eigenen Katzen, dann doch erst recht nicht bei Pflegekatzen oder? Diese sollen noch vermittelt werden, dazu brauch man aber jemanden der viel Zeit investieren kann, um das Vertrauen zu gewinnen, damit es im neuen Zuhause für alle leichter wird. Ich meine das Problem bleibt doch, das die TE öfters am WE unterwegs ist und somit nicht daheim.

lg Juli

Jein - Ja, man muß sich mit ängstlichen und verstörten Katzen befassen, aber es ist ein Irrglaube zu denken, daß sie mehr Zeit in Anspruch nehmen als eine zahme Katze - im Gegenteil. Für die scheuen Tiere bedeutet die Anwesenheit des Menschen Streß. Um sie zahm zu kriegen muß man sie dieser Anwesenheit aussetzen, damit sie lernen können, daß Mensch nichts schlimmes ist. Sie in ein Zimmer packen und nur für Futter und sauberes Klo zu Sorgen bringt nichts, dann wird das Tier noch in x-Jahren scheu sein. Aber umgedreht ist das ständige menschliche Gewusel um das Tier herum eben Dauerstreß, der eher kontraproduktiv wirkt. Regelmäßige kurze Sessions täglich bringen den Erfolg, damit das Tier Zeit zwischendrin hat sich zu erholen und das geschehene auf sich wirken zu lassen. Ist man öfters ganztätig abwesend, dann dauert die Zähmung eben eventuell länger - aber zumindest ist das Tier dann erstmal im warmen, mit voller Futterschüssel versehen und hat damit mehr als wenn es draußen geblieben wäre. Auch sind ja nicht alle Pflegis scheu wenn sie reinkommen - oft genug sind es auch zahme ausgesetzte Tiere, die dankbar sind, daß sie wieder nen warmen Schlafplatz und ne volle Fütterschüssel haben und zu Anfang erstmal eh nix anderes wollen als schlafen und fressen, schlafen und fressen - die sind dann erstmal sehr genügsam, bis sie sich langsam aus ihrer inneren Erschöpfung rauspellen und dann anfangen munter zu werden und mehr zu fordern an Platz und Aufmerksamkeit...

Sicher muß in einem Fall wie bei Bibikatze die Pflegekatze gut ausgewählt sein, da eben z.B. ein krankes Tier wegen nicht möglicher dauernder Medigabe nicht sinnvoll wäre usw. - aber das wäre dann Aufgabe des Vereins ein/zwei passende Tiere auszuwählen.
 
Thema:

Woher welche Katzen nehmen?

Woher welche Katzen nehmen? - Ähnliche Themen

Viele Fragen zur Neuanschffung: Hi! Ich weiß gar nicht so genau in welchem Unterforum ich richtig bin, aber ich versuchs einfach mal hier ;-) Ein langer Wunschtraum von mir ist...
Kitten-Zusammenführung misslingt? Brauche Hilfe!: Hallo Katzenliebhaber! :) Ich habe vor kurzem zwei Kitten adoptiert. Doch leider läuft die Zusammenführung ganz und gar nicht, wie ich es mir...
Zwei Geschwister und ein neuer Krawall-Mitbewohner: Hallo Zusammen, Ich bin etwas verzweifelt und benötige euren Rat. Um die Geschichte nicht allzu sehr ausufern zu lassen folgende...
Katze als Notfellchen aufgenommen und stellt sich raus, sie ist schwanger?!: Hallo alle miteinander :) Ich bin neu hier und hoffe auf Unterstützung durch erfahrene Katzenbesitzer und Mitarbeiter im Tierschutz. Erst einmal...
Bereit für zwei BKH Brüder?: Hallo ihr Lieben! Nach meiner kurzen Vorstellung komme ich gleich zur Sache und frage euch hier um Rat, Meinungen und wäre sehr dankbar über eine...
Oben Unten