Um mal die andere Seite aufzuzeigen:
Meine Whitney verschwand eines Tages und ward nicht mehr gesehen. Alles Suchen war vergebens.
Ich bin am Schmerz fast zerbrochen. Es war unfassbar schrecklich.
Nach 8 MONATEN !!! erreichte mich ein Anruf, jemand hätte meine Mieze gefunden.
Hingefahren, sie war es!
Schlußpunkt der Geschichte: jemand hatte sie die ganze Zeit über für sich behalten wollen und eingesperrt. Wie die/derjenige sie mir klauen konnte, weiß ich bis heute nicht. Vielleicht dachte die/derjenige sogar, es sei eine gute Tat und hätte ein junges Kätzchen gerettet (sie ist winzig klein)
Sie konnte eines Tages flüchten und bettelte bei Menschen um Futter, denen sie leid tat in der brachialen Kälte und dem vielen Schnee, die sich aber dachten, für einen Streuner sieht sie viel zu gepflegt u wohlgenährt aus.
Sie entdeckten das Tattoo in den Ohren und meldeten den Fund.
Ich war überglücklich, meine über alles geliebte Mieze nach dieser langen Zeit wieder in den Arm schließen zu können.
Sie hat mich sofort erkannt, ich sie natürlich auch, und sie blieb wochenlang freiwillig im Haus, weil sie viel zu viel Angst hatte, wieder rauszugehen.
Sie machte keinerlei Anstalten, sich ein anderes Heim zu suchen, im Gegenteil, trotz all ihrer Ängste, die sie noch immer in sich hat, ist sie dem Haus und Grundstück treu.
Sie weiß ganz genau, wo sie hingehört und wo sie leben möchte. Und das ist nunmal hier.
Als ich sie das erste Mal nach 8 Monaten wieder sah, brach ich vor Freude und Erleichterung heulend auf der Straße in die Knie und konnte nur noch schluchzen.
Als Freigängerhalterin kann ich nur immer wieder jeden bitten, nicht einfach irgendwelche Katzen "einzusacken". Denn nicht jedes draußen herumstromernde Tier ist heimatlos!