Allgemein gesagt (nicht jetzt unbedingt auf deine Katzen bezogen):
Katzen können irrsinnig gut miteinander klarkommen und trotzdem Stress miteinander haben.
Das sind feine Bewegungen, winzigkleine Zeichen, die für uns Menschen nicht sichtbar sind.
Beispiel einer Bekannten:
Sie hatte zwei Kater, die super miteinander klarkamen. Sie schliefen Köpfchen an Köpfchen, fauchten sich nicht an, brummten sich nicht an. Es war so was von wundervoll zwischen den Katern. Und doch: einer der beiden kotete hin und wieder in die Wohnung.
Es wurde alles mögliche getan. Untersuchungen beim Tierarzt, Streuwechsel, mehr Katzentoiletten usw usw. Nichts half.
Ein dritter Kater zog ein. WUMM - war kein einziger Haufen Kot mehr da.
Erst hinterher fand man heraus, dass dieser Kater, der kotete, am liebsten seine absolute Ruhe hatte. Denn als der dritte Kater kam, bekam Kater Nr. 1 einen neuen Spielgefährten und der unreine Kater war "das dritte Rad am Waagen", was ihm irrsinnig gut gefiel.
Viele, viele, viiieeele Katzenbesitzer sagen stets: "Meine Katzen vertragen sich so super." Dabei merken sie den Stress gar nicht, den diese Ruhe mit sich bringt. Weil er eben nicht offensichtlich ist.
Du musst es dir vorstellen wie eine WG aus der du nicht hinaus kannst. Du hast einen Mitbewohner, den magst du eigentlich eh ganz gern, aber manche Dinge an ihm regen dich einfach tierisch auf. Du duldest sie, weil du kannst ja nicht anders. Aber sie nerven dich trotzdem.
Eine Katze kann ihrem Besitzer nicht sagen, dass der vierbeinige Freund ihn mit seiner Unruhe nervt.