Allein, allein...
Der Ostfriese ist jedes Jahr an Pfingsten verreist, so auch dieses Jahr.
Also bin ich als ohnehin einzige weibliche Person in unserem Hause mit Henry, Percy und Pflegi Leo allein.
Soweit die Planung.
Percy war so um halb zehn abends noch ne Runde draußen, was nicht ungewöhnlich ist. Bis ich lautes Katzengeschrei gehört habe. Ich bin sofort raus und sah meinen lieben Dicken verkeilt mit dem roten " Revierkater". Dieser hat Percy am Montag Morgen schon eine Abreibung verpasst.
Mein alter Kater kam sofort zur offenen Tür herein gerannt. Dann sah ich die Bescherung: überall Blut.
Also erstmal Panik. Percy hat sich auf unsere Treppe verzogen und nicht mal mich an sich heran gelassen. Und der Blutfleck unter ihm wurde immer größer. Irgendeine Wunde am Hinterlauf oder der Unterseite des Schwanzes. Irgendwie hab ich ihn in die Transportbox bekommen und bin zum tierärztlichen Notdienst gefahren.
Die Blutung konnte gestoppt werden, aber ich musste mein Goldstück zur Überwachung bis morgen in der Praxis lassen. Morgen wird er dann unter Vollnarkose untersucht und die Wunden werden versorgt.
Also sind Henry, Leo und ich nun allein Zuhause.
Henry ist recht aufgeregt, also habe ich nach der gestrigen erfolgreichen Erstzusammenführung von Henry und Leo, die Tür zu Leos Zimmer geöffnet.
Leo kann sich nun frei im Haus bewegen und Henry hat etwas Gesellschaft. Das klappt auch ganz gut, Leo tappt gerade überall herum.
Henry steckt Percys Abwesenheit nicht ganz so gut weg. Er sitzt maunzend vor der Katzenklappe, als würde er Percy rufen, damit er nach hause kommt ?.
Ich glaube das wird ne Sch... Nacht für uns. Für Percy in der Quarantäne, für den Ostfriesen in der Ferne und für uns Zuhause....